Donnerstag, 23. März 2017

Venezuela aktuell

Solidaritätsanzeige

Venezuelas Vizepräsident Jorge Arreaza. Screenshot: VTVGegen Imperialismus und Neoliberalismus, für eine sozialistische Zukunft – die belgische Nationalbasilika in der Brüsseler Gemeinde war am Donnerstag Schauplatz der Abschlussveranstaltung des parallel zum EU-CELAC-Gipfel durchgeführten »Gipfels der Völker«. Nach zwei Tagen Beratungen und Aktionen kamen die Teilnehmer in der fünftgrößten Kirche der Welt zu einer Kundgebung zusammen, an der hochrangige Gäste aus Lateinamerika teilnahmen.

Ecuadors Präsident Rafael Correa gratulierte in seiner Ansprache der spanischen Linken zu ihren jüngsten Wahlerfolgen. So sei in Barcelona eine Vertreterin der Bewegung gegen diese Zwangsräumungen zur neuen Bürgermeisterin gewählt worden. Damit habe die europäische Linke einen Kurswechsel eingeleitet. Es sei die in Europa vorherrschende Wirtschaftspolitik gewesen, die die Krise überhaupt erst provoziert habe. Correa bekräftigte, dass Lateinamerika den Neokolonialismus nicht tolerieren werde und verlangte erneut die vollständige Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba, die Rückgabe von Guantánamo a Havanna sowie die Annullierung des von US-Präsident Barack Obama im März unterzeichneten Dekrets, das Venezuela zu einer »Gefahr für die nationale Sicherheit« der Vereinigten Staaten erklärt. Auch die Lateinamerikanische und Karibische Staatengemeinschaft (CELAC) habe einstimmig die Einmischung der USA zurückgewiesen. Deshalb sei es so wichtig, die Staatengemeinschaft weiter zu festigen, damit sie die Organisation Amerikanischer Staaten, laut Fidel Castro das »Kolonialministerium der USA«, ablösen könne.

Kubas Vizepräsident Miguel Díaz Canel überbrachte Grüße von Staatschef Raúl Castro und vom historischen Führer der Revolution, dem Comandante en Jefe Fidel Castro. Er warnte, dass die durch den Neoliberalismus in die Krise gestürzten Länder zu Maßnahmen griffen, die unabschätzbare Folgen für die Bevölkerung und die Menschheit mit sich brächten. Notwendig sei, die ungerechte Weltordnung zu überwinden, auch um die Umwelt vor der Zerstörung durch den maßlosen Konsumismus zu bewahren.

Venezuelas Vizepräsident Jorge Arreaza würdigte den Parallelgipfel als die gegenüber der offiziellen Konferenz als die eigentlich wichtigere Veranstaltung. Hier seien nicht irgendwelche abgehobenen Staatschefs eingeladen, sondern solche Präsidenten, die sich als Sprachrohre ihrer Völker verstehen. Deshalb sei es auch kein Zufall, dass sich mit Aleida Guevara die Tochter des legendären Comandante Che Guevara ebenso unter den Teilnehmern der Veranstaltung wie eine der Töchter von Hugo Chávez, Rosa Virginia, und ein Enkel von Fidel Castro, Fidelito.

Beim offiziellen Gipfeltreffen hätten die Vertreter der EU immer wieder den Freihandel als einzige Möglichkeit für den Fortschritt angepriesen, berichtete Arreaza. Die Folgen einer solchen Politik seien in Lateinamerika jedoch wohlbekannt. Der Weg für Venezuela könne nicht der Kapitalismus sein, sondern nur der Aufbau des Sozialismus!

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