Montag, 24. April 2017

Venezuela aktuell

Solidaritätsanzeige

Außenministerium der Russischen FöderationDas russische Außenministerium hat in einem Kommuniqué vor einer gewaltsamen Eskalation in Venezuela gewarnt und den radikalen Flügel der rechten Opposition für die Zuspitzung verantwortlich gemacht. Wir dokumentieren den Text des Statements nachstehend in eigener Übersetzung aus dem Englischen:

Die Situation in Venezuela bleibt angespannt. Der radikale Flügel des Anti-Regierungs-Lagers, das die Kontrolle des nationalen Parlaments übernommen hat, verschärft seine aggressive Rhetorik und nimmt Kurs auf »zivilen Ungehorsam«. Es laufen Vorbereitungen für Demonstrationen in den kommenden Tagen, bei denen es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften oder Provokationen kommen kann, die zu Gewalt und Opfern führen können – wenn die Aktionen nicht genau dieses Ziel verfolgen.

Leider ist dieses »Farben«-Szenario nicht neu. Seine Entwicklung und Konsequenzen können leicht vorhergesagt werden, da diese Ereignisse in den vergangenen Jahren in einer Reihe anderer Länder stattgefunden haben. Generell führte es für diese zu traurigen Erfahrungen. Gewaltsame Aktionen haben nichts dazu beigetragen, Probleme zu lösen, aber sie führten zu einer tieferen gesellschaftlichen Spaltung, Intoleranz und – auch gewaltsamer – Konfrontation, und manchmal haben sie die Situation in der gesamten benachbarten Region destabilisiert.

Braucht das irgendjemand? Wir sind sicher, dass die Antwort darauf nein lautet.

Wir haben erfreut registriert, dass die in unserem Kommentar vor einer Woche ausgesprochenen Hinweise mit der überwältigenden Meinung innerhalb und außerhalb Lateinamerikas übereinstimmen. Radikale Lösungen, deren Ziel der Bruch des zerbrechlichen Friedens im Land sind, sind daran gescheitert, die Unterstützung einer der Seiten zu gewinnen. Im Gegenteil, es waren klare Appelle zu hören, den Dialog zwischen der Regierung und der Opposition als der einzigen Möglichkeit, um Lösungen für die angehäuften Probleme zu finden, und als einzige Alternative zum Abrutschen in das Chaos fortzusetzen.

Wir sind überzeugt, dass diese Aufrufe nun mit verstärkter Kraft kommen müssen. Provokateure müssen sich voll bewusst sein, dass sie keine Unterstützung finden werden, denn dies würde den Beschlüssen widersprechen, die in allen Ländern des westlichen Hemisphäre zugunsten der verfassungsmäßigen Ordnung getroffen wurden, und sie stünde gegen den Wunsch der Venezolaner und aller Lateinamerikaner, im Interesse des Friedens und der Stabilität in ihren Ländern und der gesamten Region nicht durch gewaltsame Konfrontation und Demonstrationen, sondern am Verhandlungstisch nach Lösungen zu suchen, wie kompliziert diese auch zu sein scheinen.

Quelle: Russisches Außenministerium / Übersetzung: RedGlobe

Kommentare   

# Kommentar IngeBeobachter 2017-01-25 19:30
Es ist einfach erschreckend, wie die Manipulation der verlogenen, hetzerischen Propaganda westlicher Massenmedien in vielen Köpfen wirkt. So stellt Inge im Kommentar einfach die Wahrheit auf den Kopf. Hetzen und auch gelegentlich schießen tun in Venezuela die reaktionären, volksfeindlichen Rechten, nicht die demokratisch gewählte Regierung. In der Ukraine haben die Rechten einen faschistoiden Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung, schamlos unterstützt vom ganzen sogenannten demokratischen Westen durchgeführt und wird seither jede Opposition gegen das Putschregime, sei es von linke Parteien oder solchen der russischsprachigen Bevölkerung unterdrückt, verfolgt, terrorisiert.
Nicht Putin mischt sich in Venezuela ein, sondern die USA, die die rechtsextreme Opposition dort in jeder Weise unterstützt, damit in Venezuela wieder die ganz normale kapitalistische Klassen- und Ausbeutergesellschaft unangetastet bleibt. Genau dafür stehen nämlich dort wie überall die Mitte, Mitte rechts u.s.w.
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# einmischendbergmann 2017-01-29 18:26
so, so, in Venezuela haben bei demokratischen wahlen nahzu 2/3 gegen Maduro gestimmt.dieser versucht mit allen möglichen tricks seine amtsenthebung zu hintertreiben.

und zur Ukraine. Dein Bild ist aber völlig undifferenziert. die Russen, die in der ostukraine an kämpfen teilnahmen, waren wohl nur "urlauber".
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# RE: einmischenBeobachter 2017-01-31 21:54
Wieder jemand der einfach Fakten verdreht. Wenn 2/3 bei den demokratischen Präsidentenwahlen gegen Maduro gestimmt hätten, wäre er nicht Präsident. dgbermann sollte die Ergebnisse der Präsidentenwahlen in Venezuela einfach mal nachlesen, wenn ihm dafür neben der Lektüre der kapitalistischen Lügenmedien noch etwas Zeit bleibt. Maduro ist der demokratisch gewählte Präsident Venezuelas und bedarf daher keiner Tricks in dieser gewählten Funktion zu bleiben. Mit allen Tricks vesucht die rechte Opposition das Ergenbis der Präsidentenwahl im nachhinein zu "korrigiern". Eine rechte Mehrheit gabe es bei den Parlamentwahlen, die nun alle sozialen und demokratischen Errungenschaften der sozialistischen Regierungen Venezuelas für die Armen, die arbeitenden Klassen des Landes beseitigen will, zurück zur Herrschaft der Oligarchie. Ganz so wie dies jetzt in Brasilien für alle, deren politische Augen nicht ganz von "Bild" bis "Spiegel" verklebt sind, geradezu exemplarisch zu sehen ist. Übrigens hat ein massiver Witschaftskrieg der venezulanischen Oligarchie, unterstützt vom ganzen kapitalistischen Westen neben Fehlern der Regierung - wesentlich dazu beigetragen dass eine tiefe Wirtschfskrise entstanden ist, die die Hauptursache dafür war, dass bei den Parlamentwahlen eine Mehrheit (keine 2/3 Mehrheit, das ist falsch) für die reaktionäre Opposition und damit viele auch gegen ihre eigenen wirklichen Interessen gestimmt haben, zudem unter dem massiven Einfluss der Massenmedien, die dort wie überall im "demokratischen" Western, einer ganz kleinen Zahl reicher und superreicher Kapitalisten gehört. (Springer und Co.) Aber dieses Ergebnis der Parlamentwahlen rechtfertigt überhaupt nicht verfassungswidrig das Ergebnis der früher stattgefunden Präsidentenwahlen nicht mehr anzuerkennen.Wenn dbegmann ein bisschen nachdenken würde, wüßte er, das die Wahl eines Präsidenten nicht durch eine Wahl der Parlamentsabgeordneten aufgehoben wird, in Deutschland nicht und auch in Venezuela nicht.
Und zur Ukraine: zuerst war die unverschämte Einmischung der USA und der EU, insbesondere auch Deutschlands, in die inneren Angelegenheiten der Ukraine bis zur Unterstützung eines faschistoiden Putsches gegen eine demokratisch gewählte Regierung, um dieses Land, eine ehemalige Sowjetrepublik mit langer gemeinsamer Geschichte und jetzt Grenze mit Russland einem großen nationalrussischen Bevölkerungsanteil, in einen feindlichen Frotstaat gegen Russland zu verwandeln, was natürlich gegen die grundlegenden nationalen Interessen Russlands gerichtet war. Nicht Russland hat in Mexiko einen Putsch gegen die gewählte Regierung inszeniert um dieses Land in einen Feindstaat zu den USA zu vewandeln und unter seine völlige Vorherrschaft zu bringen, sonderen der Westen hat genau dies umgekehrt mit der Ukraine gemacht, radikale und extremistische ulkrainische Nationalisten, die sich offen zur Tradition der Kollaberation mit Nazi-Deutschland im 2. Weltkrieg bekennen, dafür Denkmäler aufstellen, die ukrainischen SS-Angehörigen als Helden verehren, linke, antifaschistische Parteien und Organisationen unterdrücken und verfolgen, tausende Menschen aus politischen Gründen in die Gefängnisse geworfen und einige auch ermordet hat sowie einen verbrecherischen Unterdrückungskrieg gegen die Menschen im Donbass führt,weil deren ganz große Mehrheit nicht unter diesem rechtsradikalen, antirussichen Regime leben wollen, unverschämt an die Macht gebracht und unterstützt sie bis heute bedenkenlos. Dass Russland seinen Landsleuten im Donbass eine ohnehin nur sehr begrenzte Hilfe erweist (wenn Russland wollte, wären die "freiwilligen" Nazibataillone und die Armee des Kiewer Regimes schon längst hinter den Djepr gejagt worden) ist eine nationale und humanitäre Verpflichtung Russlands, die russische Bevölkerung dort vor der grausamen Rache der halben und ganzen Faschisten der Ukraine wegen des Widerstandes gegen das rechtsradikale Putschregime in Kiew, und seine neonazistischen Sturmtruppen zu schützen.
Aber das weiß man natürlich alles nicht, wenn man seine Weiheiten aus der Lügenpresse des westlichen Imperialismus bezieht.
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# lügenpressedbergmann 2017-02-01 14:51
ach ja, die "lügenpresse" Pegida, AfD und NPD lassen grüßen. aber so mancher"revolutionär" hat keine hemmungen, die kampfbegriffe der reaktion zu übernehmen.es lebt sich einfach unbeschwert in einer welt die nur "schwarz-weiß" kennt. bildung kann dieser weltsicht jedoch durchaus abhelfen
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# Vzla.Inge 2017-01-24 14:20
Ja, Debatten wie in der Ukraine? Toll, so löst man Probleme, die eine (linke) Seite darf weiter hetzen und schiessen und die andere Seite, Mitte, Miktte recht´s usw. soll das Maul halten. No señor Putin, kümmern sie sich um ihre Belange.
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