Donnerstag, 23. März 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Wir dokumentieren nachstehend die Erklärung der venezolanischen Regierung zum Anschlag auf die französische Satirezeitung »Charlie Hebdo«:

Der Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro Moros, verurteilt im Namen der venezolanischen Regierung und des Volkes energisch den terroristischen Angriff, der sich am Mittwoch, 7. Januar 2015, am Sitz der französischen Wochenzeitung Charlie Hebdo in Paris ereignete und der einen das französische Volk mit Trauer erfüllenden Verlust von Menschenleben verursachte.

Venezuela aktuellVenezuela aktuellVenezuelas Regierung hat ihren Botschafter aus Madrid »zu Konsultationen« nach Hause geholt. Wie das Außenministerium des südamerikanischen Landes in einer kurzen Erklärung mitteilte, sei diese Entscheidung Bestandteil »des Prozesses einer umfassenden Revision der diplomatischen Beziehungen mit dem Königreich Spanien infolge der Einmischung des spanischen Regierungschefs Mariano Rajoy«. Die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist empört über das Verhalten Rajoys, der in der vergangenen Woche in Madrid die Ehefrau des Oppositionspolitikers Leopoldo López, Lilian Tintori, empfangen hatte.

CITGOCITGOVenezuelas Regierung wird Citgo Petroleum, das US-Tochterunternehmen des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA, nicht verkaufen. Das erklärte Wirtschaftsminister Rodolfo Marco im Gespräch mit der in Caracas erscheinenden Tageszeitung »El Universal«. »Venezuela behält Citgo und wird weiter in die Raffinerien investieren«, bekräftigte der Minister, nachdem es in den vergangenen Wochen Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf des Tochterunternehmens mit seinem Tankstellennetz gegeben hatte.

Attackiertes Gebäude der KP Venezuelas in Caracas. Foto: Tribuna PopularAttackiertes Gebäude der KP Venezuelas in Caracas. Foto: Tribuna PopularIn der venezolanischen Hauptstadt Caracas ist ein Gebäude der Kommunistischen Partei (PCV) von unbekannten Tätern mit Brandsätzen attackiert und weitgehend zerstört worden. Die Angreifer nahmen dabei offenkundig den Tod mehrerer junger Menschen in Kauf, die sich zum Zeitpunkt des Anschlags in dem Haus im Stadtviertel Paraíso aufgehalten hatten. Zum Glück wurde niemand getötet, jedoch mussten mehrere Jugendliche ärztlich versorgt werden. Der internationale Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas, Carolus Wimmer, verglich das Attentat über Twitter mit dem Angriff ukrainischer Faschisten auf das Gewerkschaftshaus in Odessa am 2. Mai. Die von der Parteizeitung »Tribuna Popular« veröffentlichten Fotos aus dem Parteigebäude legen eine solche Parallele tatsächlich nahe, auch wenn in diesem Fall zum Glück keine Menschen getötet wurden.

Vereinte NationenVereinte NationenDie Bolivarische Republik Venezuela ist neues nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Das südamerikanische Land wurde am Donnerstag in New York mit 181 Stimmen der anwesenden 182 Staaten in das einflussreichste Gremium der Vereinten Nationen gewählt. Auch Angola und Malaysia werden in den kommenden zwei Jahren ohne Vetorecht dem Rat angehören.

Um die Mitgliedschaft hatte sich Venezuela seit Jahren immer wieder beworben, seitdem der damalige Präsident Hugo Chávez 2006 erstmals die Absicht seines Landes bekundet hatte, Mitglied des Gremiums zu werden. Während Caracas in den vergangenen Jahren jedoch nie die Unterstützung aller Nachbarstaaten gewinnen konnte, hatten sich diesmal schon im Juli die Staaten Lateinamerikas für Venezuela ausgesprochen. Es ist das dritte Mal nach 1962/63 und 1992/93, dass Venezuela dem Sicherheitsrat angehört.

Gaceta Oficial de la República Bolivariana de VenezuelaGaceta Oficial de la República Bolivariana de VenezuelaWie erst jetzt bekannt wurde, ist Venezuelas Botschafter in Deutschland, Rodrigo Chaves Samudio, bereits Anfang September von seinem Posten abberufen worden. Der damalige Außenminister Elías Jaua verfügte die Entlassung des Diplomaten in der am 3. September 2014 erschienenen »Gaceta Oficial« Nr. 40.489, dem amtlichen Anzeiger Venezuelas.

María Estrella Uribe verliest ihr "Chávez unser"María Estrella Uribe verliest ihr "Chávez unser"Mit scharfen Worten hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro die Kritik katholischer Bischöfe an dem Gedicht »Chávez Nuestro« (Chávez Unser) zurückgewiesen. Das Gedicht in Form eines Gedichts war in der vergangenen Woche von einer Aktivistin der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) bei einem Workshop über sozialistische Bildung vorgetragen worden, der als Fortsetzung des im Juli durchgeführten PSUV-Parteitags angelegt war. Das Poem, das »Chávez unser der du bist im Himmel« unter anderem darum bittet, den Sozialisten den Weg zu leuchten, damit sie nicht den Versuchungen des Kapitalismus verfallen, hatte in den venezolanischen Oppositionsmedien, aber auch in US-Blättern wie dem »Nuevo Herald« in Miami und in der Deutschen Presseagentur dpa für Aufregung gesorgt. Hier wurde das Gedicht als »offizielles Gebet« dargestellt, dass der PSUV-Parteitag offiziell gebilligt habe.

Nicolás MaduroNicolás MaduroIn einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender Venezuelas übertragenen Ansprache hat Staatspräsident Nicolás Maduro am Dienstagabend (Ortszeit) Umbesetzungen in seinem Regierungskabinett angekündigt. Die vermutlich wichtigste ist: Der langjährige Erdölminister Rafael Ramírez wechselt auf den Posten des Außenministers. Außerdem wächst die Präsenz von Familienangehörigen des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez. Neben dessen Schwiegersohn Jorge Arreaza, der Vizepräsident bleibt, rückt ein Bruder,  Asdrúbal Chávez, auf den Posten des Erdölministers auf.

Venezolanische Hilfe für Gaza. Foto: TeleSurVenezolanische Hilfe für Gaza. Foto: TeleSurDie israelische Luftwaffe hat am Mittwoch neben anderen Zielen auch den venezolanischen Hilfskonvoi angegriffen, der wenige Stunden zuvor den Gazastreifen erreicht hatte. Darüber informierte Venezuelas Botschafter in Ägypten, Juan Antonio Hernández. Die venezolanische Delegation habe sich im Grenzort Rafa im Gazastreifen aufgehalten, um die Übergabe der zwölf Tonnen Hilfslieferungen an den Palästinensischen Roten Halbmond zu koordinieren, als in unmittelbarer Nähe eine israelische F-16 eine Bombe abwarf. Zum Glück sei diese nicht explodiert, teilte der Diplomat dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur mit, dessen Korrespondentin den Hilfstransport seit dessen Abflug in Venezuela begleitet hatte.

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