Samstag, 25. März 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Hugo ChávezDie Aufnahme Venezuelas als Vollmitglied in den Gemeinsamen Markt des Südens (MERCOSUR) ist eine politische Niederlage für die US-Diplomatie, deren Ziel es um jeden Preis ist, Venezuela und seine sozialistische Revolution in der Region zu isolieren. Mit allen Mitteln bis hin zum Staatsstreich hat das Weiße Haus versucht, den bevorstehenden Beitritt der Bolivarischen Republik in diesen Integrationsmechanismus zu verhindern.

Hat er noch einen? Henrique Capriles RadonskiUnerwartetes Aus für den Kandidaten der Opposition bei der Präsidentschaftswahl in Venezuela? Das Nachrichtenportal Semana veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht, wonach Henrique Capriles Radonski neben der venezolanischen noch eine zweite Staatsangehörigkeit besitzt. Artikel 227 der venezolanischen Verfassung legt als Voraussetzung für die Übernahme des höchsten Staatsamtes jedoch nicht nur fest, dass der Kandidat Venezolaner ist - sondern dass er auch keine andere Nationalität besitzt. Sollte sich der Bericht des Portals bestätigen, müsste der Nationale Wahlrat (CNE) dem Oppositionsvertreter die Kandidatur verweigern.

Die Welt für VenezuelaIn mehr als 100 Städten weltweit finden heute Solidaritätsaktionen für die Bolivarische Revolution in Venezuela und für eine Wiederwahl des Präsidenten Hugo Chávez statt. Die Aktionen am heutigen Geburtstag des venezolanischen Nationalhelden Simón Bolívar waren am 6. Juli von den Teilnehmern des »Forums von Sao Paulo«, des wichtigsten Zusammenschlusses der Linken Lateinamerikas, beschlossen worden. In Deutschland hält sich die Beteiligung am Aktionstag in Grenzen, lediglich die Jugend der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) in Jena veranstaltet heute abend ein Kundgebung, Filmveranstaltung und anschliessende Soliparty. Die Partei Die Linke und die DKP, die beide am Forum teilgenommen hatten, haben keine Initiativen ergriffen.

Katty Isaac Rodríguez Am Freitag ist Katty Isaac Rodríguez am Steuerknüppel eines Verkehrsflugzeugs in den Himmel über ihrem Land gestartet. Die 26jährige, die zur Gemeinschaft der Mourak, einer Ethnie der Pemón, gehört, ist damit die erste Indígena Venezuelas, die zur Pilotin ausgebildet wurde. Ermöglicht wurde ihr dies durch ein Stipendium des Ministeriums der Volksmacht für Luftverkehr und Seeschifffahrt (MPPTAA), durch das sie am Ausbildungsinstitut in Maracay studieren konnte. Die Prüfungen dort legte sie mit ausgezeichneten Beurteilungen ab, meldeten venezolanische Medien am Wochenende stolz.

Rodrigo Chaves SamudioDie Bolivarische Republik Venezuela ist künftig wieder durch einen Botschafter in Berlin vertreten. In der vergangenen Woche nominierte die Nationalversammlung in Caracas Rodrigo Chaves Samudio als neuen diplomatischen Vertreter des südamerikanischen Landes in der BRD. Seit dem Tod der früheren Botschafterin Blancanieve Portocarrero im November 2010 war Venezuela nur durch Geschäftsträger in Berlin vertreten gewesen. Die Ernennung Chaves' erfolgte in der außenpolitischen Kommission des Parlaments einstimmig und wurde dann im Plenum bestätigt.

Orlando ChirinoIn Venezuela kandidieren bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober nicht nur Hugo Chávez und Henrique Capriles Radonski. Insgesamt hat der Nationale Wahlrat (CNE) acht Kandidatinnen und Kandidaten zugelassen, von denen bislang einer - Rafael Uzcátegui von der PPT - seine Nominierung wieder zurückgezogen und zur Wiederwahl des Amtsinhabers aufgerufen hat. Während alle Umfragen von einem Sieg des Präsidenten ausgehen und Capriles sicherlich nahezu alle Stimmen der Oppositionsanhänger auf sich ziehen können wird, versucht ganz links ein Kandidat für Verwirrung zu sorgen. Für die kleine trotzkistische "Partei Sozialismus und Freiheit" (PSL) geht Orlando Chirino ins Rennen.

Hugo ChávezMit einer Karawane durch die zentralvenezolanischen Bundesstaaten Carabobo und Aragua eröffnet Hugo Chávez am morgigen Sonntag offiziell den Wahlkampf um seine Wiederwahl am 7. Oktober. Die Tour beginnt um 10.00 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MESZ) auf der Plaza Bolívar in Mariara, einer Ortschaft in Carabobo, und endet auf der Avenida Constitución von Maracay, der Hauptstadt von Aragua. PSUV-Vizechef Diosdado Cabello erläuterte, die Route sei gewählt worden, weil in Aragua mit dem »Schwur von Samán de Guere« von Hugo Chávez und seinen Compañeros die Bolivarische Revolution und der Bundesstaat zudem der Ort war, an dem sich nach dem Putsch vom 11. April 2002 die Militärs gegen die Putschisten erhoben.

Héctor Rodríguez (mitte)Vertreter von Jugend- und Studierendenorganisationen aus Griechenland, Portugal, Brasilien, Chile, Kolumbien, Kuba, Ecuador und Venezuela sind in der venezolanischen Hauptstadt Caracas zusammengekommen, um gemeinsam die gegenwärtige Krise des Kapitalismus und ihre weltweiten Auswirkungen für die Arbeiter und die Bildung zu diskutieren sowie Strategien für einen gemeinsame  Kampf gegen das System auszuarbeiten. Zu den zwei Seminaren im Gebäude des Lateinamerikanischen Parlaments hat der Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) eingeladen, der wichtigste internationale Zusammenschluss antiimperialistischer Jugendverbände.

Rafael UzcáteguiDie Partei Heimatland für alle (PPT) unterstützt Hugo Chávez bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober. Das kündigte Parteichef Rafael Uzcátegui am Sonnabend bei einer Pressekonferenz in Caracas an. Man habe sich nach langen, »nicht leichten« Diskussionen innerhalb der Partei einstimmig für diesen Schritt entschieden. Grund dafür seien die Ideale von Gerechtigkeit und Gleichheit, die der Präsident verfolge. »Wie in jedem Prozess mag es Irrtümer und Fehler gegeben haben, aber sein Ziel ist, auf dem Weg des Sozialismus voranzugehen, und diesen Sozialismus werden wir verteidigen.« Demgegenüber sei der Kandidat der Rechten, Henrique Capriles Radonski, »der Sohn der Perversion der puntofijistischen Vergangenheit«, erinnerte Uzcátegui an die bis 1998 in Venezuela herrschende Zweiparteienherrschaft von AD und COPEI. »Wir dürfen nicht zulassen, dass eine ökonomische Gruppe das Schicksal der Nation bestimmt. Das wäre die größte Perversion im Namen des Antichavismus, Antisozialismus und Antikommunismus«, unterstrich der Politiker.

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