Samstag, 29. April 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Hunderttausende für ChávezHunderttausende Menschen begleiten heute den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez zum Nationalen Wahlrat (CNE), der obersten Wahlbehörde des südamerikanischen Landes. Dort wird sich der seit 1999 amtierende Staatschef offiziell als Kandidat für die Wiederwahl einschreiben. Zugleich werden die offiziellen Vertreter der Parteien, die ihn als ihren Kandidaten nominiert haben, dies dort ebenfalls offiziell machen. Zu diesen Organisationen gehören neben der von Chávez selbst gegründeten Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) die Kommunistische Partei (PCV), die Tupamaros, die Venezolanische Volkseinheit (UPV) und andere. Nachdem vorgestern der oberste Gerichtshof entschieden hat, wer diese Parteien rechtmässig führt, werden auch Podemos und Heimatland für alle (PPT) ihre Unterstützung für Chávez erklären.

Hugo ChávezIn Venezuela wird heute der Vertreter der Opposition, Henrique Capriles Radonski, beim Nationalen Wahlrat (CNE) offiziell seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober anmelden. Am morgigen Montag folgt dann Amtsinhaber Hugo Chávez. Damit beginnt in dem südamerikanischen Land die heisse Phase des Wahlkampfs. Nach wie vor ist Chávez allen seriösen Umfragen zufolge der grosse Favorit für den Wahlsieg. So ergab eine heute von der Tageszeitung »Correo del Orinoco« veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IVAD, dass der Präsident die Wahl in allen Regionen des Landes gewinnen dürfte.

Klare Worte im OppositionsblattVenezuelas Präsident Hugo Chávez will nach Abschluss seiner Krebstherapie nun »mit der Kraft eines Stieres« in den Wahlkampf um seine Bestätigung als Staatschef einsteigen. Das kündigte er am gestrigen Montag (Ortszeit) während der wöchentlichen Pressekonferenz der von ihm gegründeten Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) an. Telefonisch zugeschaltet sagte er, es gehe ihm von Tag zu Tag besser. Chávez war vor rund einer Woche aus Havanna zurückgekehrt, wo er sich erneut einer Strahlentherapie unterzogen hatte. In den folgenden Tagen war er zunächst nicht öffentlich aufgetreten.

Begrüßung durch Vizepräsident Elías JauaVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist am Freitag abend (Ortszeit) in seine Heimat zurückgekehrt. Seit dem 30. April hatte er sich zur weiteren Behandlung seines Krebsleidens in Havanna aufgehalten. Diese Strahlentherapie sei erfolgreich abgeschlossen worden, wie es von den zuständigen Ärzten geplant worden sei, erklärte der Staatschef bei seiner Ankunft in Caracas. Es habe neben den üblichen Belastungen durch die Behandlung keine Komplikationen oder Schwierigkeiten gegeben, die eine teilweise oder ganze Unterbrechung der Therapie erforderlich gemacht hätten, dementierte Chávez entsprechende Gerüchte.

Wahlkampf für ChávezVenezuelas Präsident Hugo Chávez setzt sich fünf Monate vor den Wahlen vom 7. Oktober weiter vom Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski ab. Einer am Freitag (Ortszeit) vom Meinungsforschungsinstitut VOP Consultores in Caracas veröffentlichten Umfrage zufolge beträgt der Vorsprung des Amtsinhabers inzwischen 40 Prozentpunkte. Demnach antworteten auf die berühmte Sonntagsfrage 63,7 Prozent der Befragten, sie würde für Chávez stimmen. Nur 23,2 Prozent wollten für Capriles votieren.

Henrique Capriles RadonskiVenezuela amüsiert sich darüber, mit welcher Begründung der Kandidat der Opposition zu den Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober, Henrique Capriles Radonski, am 1. Mai die Demonstration des oppositionellen Gewerkschaftsbundes CTV und der Rechtsparteien geschwänzt habe. »Ich habe daran nicht teilgenommen, weil ich Arbeitgeber bin«, sagte er auf Nachfrage eines privaten Fernsehsenders. Capriles Radonski ist Gouverneur des venezolanischen Bundesstaates Miranda.

Werbung für die Maidemonstration in CaracasAm heutigen 1. Mai demonstrieren die Arbeiterinnen und Arbeiter Venezuelas ihre Unterstützung für das neue Arbeitsorgangesetz, das Präsident Hugo Chávez am gestrigen Montag per Dekret in Kraft setzen wird. Bislang ist der genaue Wortlaut des neuen Gesetzes nur dem Staatschef selbst bekannt, jedoch handelt es sich nach Angaben der mit der Ausarbeitung der Bestimmungen beauftragten Kommission um 19.000 Vorschläge, die im Rahmen der Beratungen dem Ausschuss zugeleitet wurden. Diese stammten von allen Arbeiterorganisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen des Landes.

Gustavo Dudamel dirigirt Venezuelas JugendorchesterDas Nationale Jugendsymphonieorchester Venezuelas unter der Leitung von Gustavo Dudamel wird bei der offiziellen Abschlussveranstaltung der Olympischen Sommerspiele 2012 in London spielen. Das bestätigte am Mittwoch (Ortszeit) José Antonio Abreu, das Oberhaupt des venezolanischen »Sistema«, des Systems der Jugendorchester, das Hunderttausende Kinder und Jugendliche an die klassische Musik und Musikinstrumente heranführt. Zuvor hatte sich Abreu mit Venezuelas Sportminister Héctor Rodríguez beraten. »Jetzt ist alles klar und bestätigt: das Venezolanische Jugendorchester Simón Bolívar wird bei der Abschlussveranstaltung der Olympiade spielen und von Gustavo Dudamel dirigiert werden«, erklärte Abreu anschliessend.

Venezuela aktuellVenezuela aktuellWenn an diesem Sonntag in Venezuela gewählt würde, könnte Präsident Hugo Chávez mit 53 Prozent der Stimmen rechnen. Das geht aus einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Hinterlaces hervor, die dessen Direktor Oscar Schemel im privaten Fernsehsender Venevisión vorstellte. Der Prognose zufolge liegt Chávez damit 19 Prozentpunkte vor dem Kandidaten der Opposition, Henrique Capriles, der auf 34 Prozent kommt.

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