Samstag, 25. März 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Hugo Chávez übergibt jungen Ärzten ihre AbschlusszeugnisseVenezuelas Präsident hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach er an Krebs erkrankt sei. Diese seien durch eine Kolumne des Journalisten Manuel Isidro Molina in der rechten Tageszeitung "La Razón" hervorgerufen. Dieser hatte unter Berufung auf anonyme "vertrauenswürdige Quellen" behauptet, Hugo Chávez leide an Nasennebenhöhlenkrebs.

Mit dem »Ersten nationalen Sportturnier der revolutionären Jugend Venezuelas« mobilisiert das Nationale Vorbereitungskomitee des südamerikanischen Landes am heutigen Sonnabend für die 17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen im Dezember 2010 in Südafrika. Die Veranstaltung findet in der Parroquia Antimano in der Hauptstadt Caracas und soll die politische Übereinstimmung der linken Jugendverbände mit dem sportlichen Wettstreit verbinden. Zu den Disziplinen gehören Kickball und Softball (mit dem Baseball verwandte Mannschaftssportarten), Fussball, Volleyball, Basketabll, Tischtennis und Schach, informierte der Präsident des Vorbereitungskomitees, Héctor Rodríguez.

Hugo ChávezAn historischer Stätte wollen der neue kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos und Venezuelas Präsident Hugo Chávez heute die Spannungen zwischen beiden Länden beseitigen und den Weg zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen frei machen. Um 12.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ) soll im kolumbianischen Santa Marta das erste Treffen beider Politiker nach dem Amtsantritt Santos' am vergangenen Sonnabend stattfinden. Der Ort ist sicherlich nicht zufällig gewählt worden, denn hier war 1830 der Befreier Südamerikas, Simón Bolívar, verstorben.

Es ist kaum zu glauben wie die Medien über den derzeitigen Konflikt in Südamerika zwischen Venezuela und Kolumbien berichten. Die NZZ schreibt zum Beispiel "Nach Drohgebärden von Venezuelas Staatschef Chávez: Kolumbien bemüht sich um Entspannung" Das Problem dabei ist, dass der Streit zwischen den beiden Ländern von Kolumbien ausgelöst wurde.

Hugo ChávezVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat kurzfristig seine Teilnahme an dem derzeit laufenden bilateralen Gipfeltreffen in Kuba abgesagt. Damit kann er auch nicht, wie eigentlich vorgesehen, heute als Hauptredner bei der Festveranstaltung zum Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 teilnehmen, die in Santa Clara stattfindet. Bei einer Veranstaltung der von ihm geführten Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) teilte er seine Entscheidung mit Verweis auf die gegenwärtige Krise mit Kolumbien mit: »Nachdem wir eine Reihe von Geheimdiensteinschätzungen ausgewertet haben, die wir auf verschiedenen Wegen erhalten haben, muß ich sagen, dass eine bewaffnete Aggression gegen Venezuela von kolumbianischem Territorium aus derzeit eine größere Wahrscheinlichkeit hat als je zuvor.« Im Falle eines Angriffs auf Venezuela, der vom »Yankee-Imperium« vorangetrieben werde, werde Venezuela die Erdöllieferungen an die USA einstellen, »selbst wenn wir Steine essen müßten«.

Venezuelas Präsident Hugo ChávezVenezuela hat alle diplomatischen Kontakte zu Kolumbien abgebrochen, seine Botschaft in Bogotá geschlossen und den Diplomaten des Nachbarlandes 72 Stunden Zeit gegeben, ihre Koffer zu packen und nach Hause zu fahren. Die venezolanischen Truppen an der Grenze wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Diesem Schritt vorausgegangen war am Donnerstag eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington, bei der Bogotá Fotos und andere Dokumente präsentierte, die beweisen sollten, daß kolumbianische Guerilleros der FARC und der ELN in Venezuela Unterschlupf gefunden hätten. Kolumbiens OAS-Botschafter Luis Hoyos verstieg sich bei der Sondersitzung dazu, von 1500 Guerrilleros und Dutzenden Rebellenlagern in Venezuela zu sprechen. Venezuelas Botschafter Roy Chaderton wies dies zurück und erklärte, die angeblichen Beweise seien wertlos und lediglich ein Vorwand, um eine Intervention Kolumbiens in seinem Land zu rechtfertigen.

Chávez Abarca, streng bewacht bei der AbschiebungVenezuela hat heute den am vergangenen Freitag auf dem internationalen Flughafen Maiquetía verhafteten Terroristen Francisco Chávez Abarca an Kuba ausgeliefert. Wie die staatliche Venezolanische Nachrichtenagentur (AVN) meldet, wurde der Terrorist von Maiquetía aus auf den Weg zu der Insel geschickt. Anwesend waren dabei Innen- und Justizminister Tareck El Aissami und Außenminister Nicolás Maduro. Chávez Abarca war vom venezolanischen Geheimdienst SEBIN entdeckt worden, als er versuchte, mit einem gefälschten guatemaltekischen Pass nach Venezuela einzureisen. Zunächst behauptete er, sich als »Tourist« in Venezuela aufzuhalten, gestand dann aber, dass er eine Reihe von Attentaten auf Abgeordnete der venezolanischen Nationalversammlung geplant zu haben.

Weiße Hände voller DollarnotenAus  dem Jahresbericht 2009 über die Aktivitäten von USAID in Venezuela geht hervor, dass 32 Prozent der in Millionenhöhe dort eingesetzten Gelder an Jugend- und Studentengruppen gingen, die mit der Opposition verbunden sind. Von den 7,45 Mio. US-Dollar, die an Gruppen und politische Projekte in Venezuela flossen, wurde der Großteil dafür aufgewendet, »die politische Debatte unter Studenten zu fördern, um das Niveau der Diskussion zu einigen der bedeutendsten Themen für die Bevölkerung von Venezuela zu erhöhen« sowie »die Verwendung der neuen Medien (wie Twitter oder Facebook) zu fördern, um den Zugang zu Informationen zu erleichtern und eine offene und produktive Debatte im Internet zu ermöglichen«.

Chávez bei TwitterVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist jetzt auch online und hat begonnen, Nachrichten über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter zu verbreiten. Unter dem Namen chavezcandanga verschickte der Staatschef vor rund neun Stunden, um Mitternacht venezolanischer Zeit, seine erste Mitteilung: »Hi, wie geht’s? Ich tauche auf wie angekündigt, um Mitternacht. Ich fahre nach Brasilien, sehr froh, für Venezuela zu arbeiten. Wir werden siegen!« »Candanga« wird in Venezuela jemand genannt, der wild oder frech ist.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.