Montag, 1. Mai 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Hugo ChávezVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat kurzfristig seine Teilnahme an dem derzeit laufenden bilateralen Gipfeltreffen in Kuba abgesagt. Damit kann er auch nicht, wie eigentlich vorgesehen, heute als Hauptredner bei der Festveranstaltung zum Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 teilnehmen, die in Santa Clara stattfindet. Bei einer Veranstaltung der von ihm geführten Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) teilte er seine Entscheidung mit Verweis auf die gegenwärtige Krise mit Kolumbien mit: »Nachdem wir eine Reihe von Geheimdiensteinschätzungen ausgewertet haben, die wir auf verschiedenen Wegen erhalten haben, muß ich sagen, dass eine bewaffnete Aggression gegen Venezuela von kolumbianischem Territorium aus derzeit eine größere Wahrscheinlichkeit hat als je zuvor.« Im Falle eines Angriffs auf Venezuela, der vom »Yankee-Imperium« vorangetrieben werde, werde Venezuela die Erdöllieferungen an die USA einstellen, »selbst wenn wir Steine essen müßten«.

Venezuelas Präsident Hugo ChávezVenezuela hat alle diplomatischen Kontakte zu Kolumbien abgebrochen, seine Botschaft in Bogotá geschlossen und den Diplomaten des Nachbarlandes 72 Stunden Zeit gegeben, ihre Koffer zu packen und nach Hause zu fahren. Die venezolanischen Truppen an der Grenze wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Diesem Schritt vorausgegangen war am Donnerstag eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington, bei der Bogotá Fotos und andere Dokumente präsentierte, die beweisen sollten, daß kolumbianische Guerilleros der FARC und der ELN in Venezuela Unterschlupf gefunden hätten. Kolumbiens OAS-Botschafter Luis Hoyos verstieg sich bei der Sondersitzung dazu, von 1500 Guerrilleros und Dutzenden Rebellenlagern in Venezuela zu sprechen. Venezuelas Botschafter Roy Chaderton wies dies zurück und erklärte, die angeblichen Beweise seien wertlos und lediglich ein Vorwand, um eine Intervention Kolumbiens in seinem Land zu rechtfertigen.

Chávez Abarca, streng bewacht bei der AbschiebungVenezuela hat heute den am vergangenen Freitag auf dem internationalen Flughafen Maiquetía verhafteten Terroristen Francisco Chávez Abarca an Kuba ausgeliefert. Wie die staatliche Venezolanische Nachrichtenagentur (AVN) meldet, wurde der Terrorist von Maiquetía aus auf den Weg zu der Insel geschickt. Anwesend waren dabei Innen- und Justizminister Tareck El Aissami und Außenminister Nicolás Maduro. Chávez Abarca war vom venezolanischen Geheimdienst SEBIN entdeckt worden, als er versuchte, mit einem gefälschten guatemaltekischen Pass nach Venezuela einzureisen. Zunächst behauptete er, sich als »Tourist« in Venezuela aufzuhalten, gestand dann aber, dass er eine Reihe von Attentaten auf Abgeordnete der venezolanischen Nationalversammlung geplant zu haben.

Weiße Hände voller DollarnotenAus  dem Jahresbericht 2009 über die Aktivitäten von USAID in Venezuela geht hervor, dass 32 Prozent der in Millionenhöhe dort eingesetzten Gelder an Jugend- und Studentengruppen gingen, die mit der Opposition verbunden sind. Von den 7,45 Mio. US-Dollar, die an Gruppen und politische Projekte in Venezuela flossen, wurde der Großteil dafür aufgewendet, »die politische Debatte unter Studenten zu fördern, um das Niveau der Diskussion zu einigen der bedeutendsten Themen für die Bevölkerung von Venezuela zu erhöhen« sowie »die Verwendung der neuen Medien (wie Twitter oder Facebook) zu fördern, um den Zugang zu Informationen zu erleichtern und eine offene und produktive Debatte im Internet zu ermöglichen«.

Chávez bei TwitterVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist jetzt auch online und hat begonnen, Nachrichten über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter zu verbreiten. Unter dem Namen chavezcandanga verschickte der Staatschef vor rund neun Stunden, um Mitternacht venezolanischer Zeit, seine erste Mitteilung: »Hi, wie geht’s? Ich tauche auf wie angekündigt, um Mitternacht. Ich fahre nach Brasilien, sehr froh, für Venezuela zu arbeiten. Wir werden siegen!« »Candanga« wird in Venezuela jemand genannt, der wild oder frech ist.

Venezolanisches Nationales Vorbereitungskomitee für die 17. WeltfestspieleAm Mittwoch beginnt in Caracas das erste internationale Vorbereitungstreffen für die Weltfestspiele der Jugend und Studierenden 2010, die im Dezember in Südafrika stattfinden werden. Erwartet werden in der venezolanischen Hauptstadt mehr als 130 Delegationen aus aller Welt. Traditionell ist der Austragungsort der letzten Weltfestspiele auch immer der Ort des ersten internationalen Treffens zur Vorbereitung des nächsten Festivals. Venezuela hatte 2005 erfolgreich die 16. Weltfestspiele ausgerichtet, 15.000 Jugendliche und Studierende aus 144 Länder hatten daran teilgenommen.

200 Jahre UnabhängigkeitVenezuela begeht heute mit zahlreichen Aktivitäten den 200. Jahrestag des Beginns seines Unabhängigkeitskampfes. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Militärparade, eine Festsitzung der Nationalversammlung sowie ein Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA).

Venezuela gelingt Schlag gegen ParamilitärsAm Wochenende ist den venezolanischen Behörden offenbar ein Schlag gegen paramilitärische Banden gelungen, die sich in den Armenvierteln um Caracas eingenistet hatten, um das Land zu destabilisieren und den revolutionären Prozess aufzuhalten. "Allein gestern haben wir hier in der Umgebung von Caracas eine Gruppe von Ausländern, Paramilitärs, mit versteckten Waffen, versteckten Gewehren, festnehmen können", berichtete Venezuelas Präsident Hugo Chávez in seiner wöchentlichen Fernsehsendung "Aló, Presidente".

Nordkorea musste in venezolanischen Trikots spielenMit einem 1:1-Unentschieden trennten sich gestern im Florentino-Oropeza-Stadion von San Felipe die Fußballmannschaften von Venezuela und Nordkorea. Doch das Ergebnis rückte angesichts der chaotischen Begleitumstände in den Hintergrund, denn die Reise der Koreaner verlief nicht gerade reibungslos. Zuerst mussten sie ihren Flug für zwei Tage in Paris unterbrechen und eine Nacht im Flughafen der französischen Hauptstadt übernachten. Dann gingen auch noch die Koffer verloren. Und schließlich mussten sie die Nacht vor dem Spiel in einem Hotel in Guama im venezolanischen Bundesstaat Yaracuy verbringen, das nach Ansicht der Nordkoreaner keinerlei Komfort bot.

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