19 | 04 | 2018

Süd- und Nordkorea wollen bei einem Treffen im Grenzort Panmunjom ihr geplantes Gipfeltreffen im April vorbereiten. Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am vergangenen Samstag mit. Die Delegation Südkoreas wird von Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon geleitet werden. Hauptthema soll der Zeitplan und die Themen des Korea-Gipfels sein, zu dem Ende April der südkoreanische Präsident Moon Jae-in mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un ebenfalls in Panmunjom zusammentreffen will. Seit dem Ende des Korea-Kriegs (1953) hat es nur zwei Gipfel der beiden koreanischen Staaten gegeben, die 2000 und 2007 in Pjöngjang stattfanden. Nach Angaben Südkoreas will sich Kim spätestens bis Ende Mai auch mit dem USA-Präsidenten Donald Trump treffen. Kim ist laut Seoul bereit, über das Atomprogramm des Landes zu verhandeln. Allerdings hat Trump nun John Bolton zu seinem Sicherheitsberater ernannt, der für eine kompromisslose Haltung gegen Nordkorea eintritt. Noch im Februar hatte Bolton erklärt, dass die USA das Recht zu einem militärischen Erstschlag gegen Nordkorea hätten, weil dessen Atom- und Raketenprogramm die USA bedrohten.

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„Ich begrüße ausdrücklich die begonnenen diplomatischen Gespräche zwischen den Konfliktparteien auf der koreanischen Halbinsel. Nach der langen Phase der nuklearen Drohungen zwischen Nordkorea und den USA ist der Schritt eines direkten Treffens zwischen dem nordkoreanischen Regierungschef Kim Jong Un und dem US-Präsidenten Donald Trump ein Zeichen der Hoffnung auf ein Ende der Eskalationsspirale zwischen beiden Ländern.

North KoreaDie nordkoreanische Botschaft in Berlin hat per Pressemitteilung Berichte zurückgewiesen, wonach die diplomatische Vertretung für illegale Im- und Exporte genutzt werde. Wir dokumentieren die Stellungnahme nachstehend.

Die Behauptungen vorn Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, wonach die Botschaft der DVR Korea in Deutschland angeblich High-Tech-Bestandteile für das Raketen- und Atomwaffenprogramm des Staates beschafft, entsprechen nicht den Tatsachen.

Im koreanischen Grenzort Panmunjom trafen am Dienstag erstmals seit zwei Jahren offizielle Delegationen von Nord- und Südkorea zusammen, um Gespräche zu führen. Vor Beginn hatte Nordkorea bereits eine militärische Telefonleitung an der Grenze wieder freigeschaltet. Hauptthema der Gespräche sollte die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den olympischen Winterspielen in Südkorea sein. Diese wird jedoch durch die Sanktionen gegen Nordkorea verkompliziert. So kann keine Anreise mit der nordkoreanischen Fluggesellschaft Air Koryo erfolgen, auch die Hotelunterbringung gestaltet sich schwierig.

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North KoreaIn der Nacht zum Sonntag wurde nach Angaben der internationalen Organisation CTBTO ein Erdbeben in Nordkorea gemessen. Die Daten legen nahe, dass es sich um einen Atomwaffentest handelte. Das nordkoreanische Staatsfernsehen sprach von einem »erfolgreichen« Test einer Wasserstoffbombe. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) verurteilt diesen mutmaßlichen Wasserstoffbombentest Nordkoreas und fordert von der Bundesregierung die Unterzeichnung des von der UN beschlossenen Vertrags zum Verbot von Atomwaffen. Ein internationales Verbot ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Nuklearwaffen.

171104never trumpUS-Präsident Trump hat, so wurde am Mittwoch berichtet, seinen nordkoreanischen Gegenspieler Kim für seine »weise Entscheidung« gelobt, das US-amerikanische Überseeterritorium Guam nicht mit Raketen angreifen zu wollen. In Agenturmeldungen wird diese Äußerung als Zeichen der Entspannung dargestellt – aber ist es das wirklich?

North KoreaWir dokumentieren nachstehend eine Stellungnahme des Befehlshabers der Koreanischen Volksarmee. Die deutsche Übersetzung besorgte das nordkoreanische Internetportal Naenara.

Um die wichtigen Militärbasen auf der Insel Guam niederzuhalten und den USA ein ernsthaftes Warnsignal zu geben, überprüft unsere Strategische Streitmacht der KVA, wie erklärt, eingehend den Plan für einen Einkesselungsbeschuss auf die Insel Guam, in dem vorgesehen ist, vier Mittelstreckenraketen »Hwasong-12« gleichzeitig zu starten.

North KoreaWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea. Die deutschsprachige Übersetzung besorgte das nordkoreanische Internetportal Naenara.

Die USA und die anderen feindseligen Kräfte, die in großer Angst vor der qualitativen und quantitativen Verstärkung unserer Streitmacht sind, klammern sich an die in der Geschichte schlimmsten Machenschaften für Sanktionen, Druck und Provokationen.

Am 6. August problematisierten die USA unseren Probeschuss der ICBM als „Bedrohung des internationalen Friedens und Sicherheit“ und stachelten unter diesem Vorwand dazu auf, im UNO-Sicherheitsrat die „Resolution über Sanktionen“ Nr. 2371 zu verabschieden, welche darauf abzielt, die wirtschaftliche Entwicklung und Verbesserung des Volkslebens in unserer Republik völlig abzusperren.

ippnwDie deutsche Sektion der Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um den täglich weiter eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zu entschärfen. Es droht sogar der Einsatz von Atomwaffen. Beide Seiten müssen mit ihrer Kriegsrhetorik aufhören und miteinander über Deeskalationsmaßnahmen reden. »Gerade am heutigen Tag – 72 Jahre nach dem Atomwaffenabwurf auf Nagasaki – ist es obszön, direkt oder indirekt mit Atomwaffen zu drohen«, sagt Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW.

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