Donnerstag, 23. März 2017
Solidaritätsanzeige

Asien

Es ist Dienstag, der 5. März 2013, 9:00 Uhr in der Hauptstadt der Volksrepublik China. In der Großen Halle des Volkes haben sich nahezu 3000 Delegierte (mit beschließender Stimme) des XII. Nationalen Volkskongresses (Einberufung 1954) und nochmals etwa so viele Delegierte (mit beratender Stimme) der XII. Nationalen Politischen Konsultativkonferenz (im September 1949, also noch vor der Ausrufung der Volksrepublik durch Mao Zedong am 1.10.1949 gegründet und oberste Volksvertretung bis 1954) sowie ca. 1000 Journalisten versammelt und warten gespannt.

Meldung des Atomtests im nordkoreanischen TVWir dokumentieren nachstehend im Wortlaut und unredigiert die vom nordkoreanischen Internetportal Naenara verbreitete Meldung der staatlichen Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA) über den jüngsten Atomtest.

Im wissenschaftlichen Bereich für unsere Landesverteidigung wurde am 12. Februar Juche 102 (2013) im nördlichen unterirdischen Atomtestplatz der dritte unterirdische Atomtest erfolgreich stattgefunden.

Dieser Test wurde angesichts der gemeingefährlichen Feindseligkeiten seitens der USA, die das legitime Recht unserer Republik auf den Start des friedlichen Erdsatelliten grob verletzt haben, als ein Kettenglied der praktischen Gegenmaßnahmen für die Sicherheit des Landes und die Verteidigung der Souveränität vollzogen.

Kim Jong UnDie Neujahrsansprache des nordkoreanischen Staats- und Parteichefs Kim Jong Un hat in den deutschen Medien für Aufmerksamkeit gesorgt und wurde als »Kurswechsel« interpretiert. RedGlobe dokumentiert deshalb den vom nordkoreanischen Internetportal Naenara verbreiteten Wortlaut der Rede.

Liebe Genossen!
Heroische Offiziere und Soldaten der Volksarmee und gesamtes Volk des ganzen Landes!
Sehnliche Landsleute!

Wir haben das Jahr 2012, in dem die außergewöhnlichen Ereignisse in die Annalen der Geschichte des Vaterlandes glanzvoll eingegangen sind, hinter uns gebracht und schreiten voller grandioser Hoffnungen und Zuversicht in den endgültigen Sieg in das neue Jahr 2013.

Protest in DelhiDie 23-jährige Frau, die am 16. Dezember in einem öffentlichen Bus in der indischen Hauptstadt Delhi von mehreren Männern brutal vergewaltigt worden war, ist am Freitag ihren schweren Verletzungen erlegen. Die junge Frau war in einem Krankenhaus in Singapur behandelt worden, doch die Ärzte konnten ihr Leben nicht mehr retten, nachdem sich ihr Zustand in den letzten Tagen immer weiter verschlechtert hatte. Das Mount Elizabeth Hospital teilte in einer Erklärung mit, das Opfer sei im Beisein ihrer Familie und von Vertretern der indischen Botschaft »friedlich eingeschlafen«, die gesamte Belegschaft trauere um die junge Frau.

Frauendemonstration in DelhiIndiens Frauen stehen auf gegen Diskriminierung, Misshandlungen und Vergewaltigungen, die für sie Alltag sind. Nach der brutalen Gruppenvergewaltigung einer 23-jährigen in der vergangenen Woche in Delhi ist die Lage jetzt eskaliert. Die junge Frau war den Berichten zufolge rund eine Stunde lang von mehreren Männern in einem Bus vergewaltigt, geschlagen und dann aus dem fahrenden Wagen auf eine belebte Straße der indischen Hauptstadt geworfen worden. Sie schwebt noch immer in Lebensgefahr, am heutigen Montag verschlechterte sich ihr Zustand weiter, meldete die kommunistische Tageszeitung Ganashakti. Dabei beziehen sich die Proteste in Indien längst nicht mehr nur auf den Zustand der jungen Frau. In Manipur wurde ein unbefristeter Generalstreik ausgerufen um die Verhaftung eines Mannes zu erreichen, der eine Schauspielerin belästigt haben soll. Als am gestrigen Sonntag die Polizei dort das Feuer auf die Protestierenden eröffnete, wurde der 29-jährige Journalist Nanao Singh getötet.

Amnesty InternationalAmnesty InternationalDie hinterhältige Attacke der pakistanischen Taliban auf die 14-jährige Malala Yousafzai hat im Oktober weltweit Entsetzen ausgelöst. Dass die Gebiete um Malalas Heimatregion im Nordwesten Pakistans praktisch ein rechtsfreier Raum sind, erregt wesentlich weniger Aufmerksamkeit. In einem neuen Bericht zeigt Amnesty International wie die Zivilbevölkerung dort schwersten Menschenrechtsverletzungen nicht nur durch die Taliban, sondern auch durch die pakistanischen Sicherheitskräfte völlig schutzlos ausgeliefert ist. »Tausende Männer und Jungen sind von der Armee und Geheimdiensten gefangen genommen, gefoltert und in geheime Internierungslager gesperrt worden«, kritisiert Verena Harpe, Asien-Expertin von Amnesty International in Deutschland.

Wir dokumentieren nachstehend eine vom nordkoreanischen Internetportal Naenara verbreitete Meldung der Nachrichtenagentur KCNA:

In Befolgung der von Kim Jong Il hinterlassenen Hinweise gelang es unseren Wissenschaftlern und Technikern, mit der Trägerrakete »Unha-3« den künstlichen Erdsatelliten Nr. 2 von »Kwangmyongsong-3« erfolgreich in die Erdumlaufbahn zu schießen.

junge Weltjunge WeltChinas Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, kritisiert die häufig einseitige Berichterstattung über die Volksrepublik. „Das öffentliche Bild Chinas ist nicht unbedingt identisch mit dem veröffentlichten“, konstatierte Botschafter Shi im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „junge Welt“ (Samstagausgabe). Die Schlagzeilen gingen manchmal von einem Extrem ins andere. „Ich lese in den deutschen Medien sehr viel über Bedrohungen durch China oder Geschichten zum bevorstehenden Zusammenbruch des Landes.“ Viele Medien neigten dazu, „aus einer Mücke einen Elefanten zu machen“.

Parteitag in der Großen Halle des VolkesParteitag in der Großen Halle des VolkesIn Beijing ist heute morgen der 18. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas eröffnet worden. Im Namen des Zentralkomitees legte dessen Generalsekretär Hu Jintao seinen Rechenschaftsbericht ab. Im Mittelpunkt der siebentägigen Beratungen stehen einer Meldung von Radio China International zufolge in erster Linie die Diskussion über den Bericht von Hu Jintao, die Überprüfung und Billigung eines revidierten Entwurfs des Parteistatuts, die Diskussion des Tätigkeitsberichts des zentralen Disziplinkomitees sowie die Wahl eines neuen ZK und neuen Disziplinkomitees. Zum Parteitag sind in der chinesischen Hauptstadt mehr als 2200 Delegierte zusammengekommen, die rund 82 Millionen Mitglieder repräsentieren.

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