22 | 08 | 2018

Protest in DelhiDie 23-jährige Frau, die am 16. Dezember in einem öffentlichen Bus in der indischen Hauptstadt Delhi von mehreren Männern brutal vergewaltigt worden war, ist am Freitag ihren schweren Verletzungen erlegen. Die junge Frau war in einem Krankenhaus in Singapur behandelt worden, doch die Ärzte konnten ihr Leben nicht mehr retten, nachdem sich ihr Zustand in den letzten Tagen immer weiter verschlechtert hatte. Das Mount Elizabeth Hospital teilte in einer Erklärung mit, das Opfer sei im Beisein ihrer Familie und von Vertretern der indischen Botschaft »friedlich eingeschlafen«, die gesamte Belegschaft trauere um die junge Frau.

Frauendemonstration in DelhiIndiens Frauen stehen auf gegen Diskriminierung, Misshandlungen und Vergewaltigungen, die für sie Alltag sind. Nach der brutalen Gruppenvergewaltigung einer 23-jährigen in der vergangenen Woche in Delhi ist die Lage jetzt eskaliert. Die junge Frau war den Berichten zufolge rund eine Stunde lang von mehreren Männern in einem Bus vergewaltigt, geschlagen und dann aus dem fahrenden Wagen auf eine belebte Straße der indischen Hauptstadt geworfen worden. Sie schwebt noch immer in Lebensgefahr, am heutigen Montag verschlechterte sich ihr Zustand weiter, meldete die kommunistische Tageszeitung Ganashakti. Dabei beziehen sich die Proteste in Indien längst nicht mehr nur auf den Zustand der jungen Frau. In Manipur wurde ein unbefristeter Generalstreik ausgerufen um die Verhaftung eines Mannes zu erreichen, der eine Schauspielerin belästigt haben soll. Als am gestrigen Sonntag die Polizei dort das Feuer auf die Protestierenden eröffnete, wurde der 29-jährige Journalist Nanao Singh getötet.

Amnesty InternationalAmnesty InternationalDie hinterhältige Attacke der pakistanischen Taliban auf die 14-jährige Malala Yousafzai hat im Oktober weltweit Entsetzen ausgelöst. Dass die Gebiete um Malalas Heimatregion im Nordwesten Pakistans praktisch ein rechtsfreier Raum sind, erregt wesentlich weniger Aufmerksamkeit. In einem neuen Bericht zeigt Amnesty International wie die Zivilbevölkerung dort schwersten Menschenrechtsverletzungen nicht nur durch die Taliban, sondern auch durch die pakistanischen Sicherheitskräfte völlig schutzlos ausgeliefert ist. »Tausende Männer und Jungen sind von der Armee und Geheimdiensten gefangen genommen, gefoltert und in geheime Internierungslager gesperrt worden«, kritisiert Verena Harpe, Asien-Expertin von Amnesty International in Deutschland.

Wir dokumentieren nachstehend eine vom nordkoreanischen Internetportal Naenara verbreitete Meldung der Nachrichtenagentur KCNA:

In Befolgung der von Kim Jong Il hinterlassenen Hinweise gelang es unseren Wissenschaftlern und Technikern, mit der Trägerrakete »Unha-3« den künstlichen Erdsatelliten Nr. 2 von »Kwangmyongsong-3« erfolgreich in die Erdumlaufbahn zu schießen.

junge Weltjunge WeltChinas Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, kritisiert die häufig einseitige Berichterstattung über die Volksrepublik. „Das öffentliche Bild Chinas ist nicht unbedingt identisch mit dem veröffentlichten“, konstatierte Botschafter Shi im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „junge Welt“ (Samstagausgabe). Die Schlagzeilen gingen manchmal von einem Extrem ins andere. „Ich lese in den deutschen Medien sehr viel über Bedrohungen durch China oder Geschichten zum bevorstehenden Zusammenbruch des Landes.“ Viele Medien neigten dazu, „aus einer Mücke einen Elefanten zu machen“.

Parteitag in der Großen Halle des VolkesParteitag in der Großen Halle des VolkesIn Beijing ist heute morgen der 18. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas eröffnet worden. Im Namen des Zentralkomitees legte dessen Generalsekretär Hu Jintao seinen Rechenschaftsbericht ab. Im Mittelpunkt der siebentägigen Beratungen stehen einer Meldung von Radio China International zufolge in erster Linie die Diskussion über den Bericht von Hu Jintao, die Überprüfung und Billigung eines revidierten Entwurfs des Parteistatuts, die Diskussion des Tätigkeitsberichts des zentralen Disziplinkomitees sowie die Wahl eines neuen ZK und neuen Disziplinkomitees. Zum Parteitag sind in der chinesischen Hauptstadt mehr als 2200 Delegierte zusammengekommen, die rund 82 Millionen Mitglieder repräsentieren.

IPPNWIPPNWDie deutsche Sektion der IPPNW befürchtet eine Zunahme von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in der Präfektur Fukushima in Japan. Bestätigt sehen die IPPNW-Ärzte diese Befürchtung aufgrund einer Untersuchung der Gesundheitsbehörde der Präfektur an 38.114 Kindern im Alter von 0-18 Jahren, die Ende April 2012 veröffentlicht wurde. Dr. Matsuzaki Hiroyuki, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Allgemeinen Städtischen Klinikum der Stadt Fukugawa, verglich die Befunde der Gesundheitsstudie von Fukushima mit früheren Studien. Eine Zusammenfassung seiner Arbeit liegt jetzt auch auf  Deutsch vor.

Japan wieder radioaktivJapan wieder radioaktivSeit Donnerstag produziert Japan wieder Atomstrom. Nachdem zwei Monate lang alle 50 Atommeiler des Landes abgeschaltet waren, ist jetzt im Atomkraftwerk Oi der erste Reaktor wieder ans Netz gegangen. ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie, die erst letzte Woche ihren Schmähpreis, den Internationalen ethecon Black Planet Award 2011, an die Verantwortlichen des TEPCO-Konzerns in Tokio übergeben hat, kritisiert diese Entscheidung heftig.

KPV-Generalsekretär Nguyen Phu TrongKPV-Generalsekretär Nguyen Phu TrongIn der nordvietnamesischen Stadt Ha Long ist am heutigen Donnerstag eine gemeinsame Konferenz der kommunistischen Parteien Vietnams und Chinas eröffnet worden. Ziel der Tagung ist es, die Wirtschaftsmodelle der beiden Staaten zu analysieren.  Das Politbüromitglied der KP Vietnams, Dinh The Huynh, betonte, die Konferenz solle beiden Parteien dabei helfen, die Arbeit im jeweiligen Land zu verbessern: »Wir können die Erfolge sowie die Schwächen im Entwicklungsprozess in Vietnam und in China analysieren. Dadurch können wir die weitere Orientierung bestimmen, die dazu beitragen soll, die Entwicklung in beiden Ländern, sowie die strategische Partnerschaft beider Seiten zu stärken.«

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