"Russland wird auch in der Zukunft eine prinzipientreue Reaktion auf jegliche Versuche zeigen, die historische Wahrheit zu verdrehen, die Bilanzen des Zweiten Weltkriegs, die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz und der Nürnberger Prozesse zu revidieren." So äußert sich der russische Botschafter in Berlin, Sergej J. Netschajew, in einem Kommentar in der in Berlin erscheinenden Tageszeitung junge Welt (Samstagausgabe).

Anlass für seinen Beitrag, der unter der Überschrift "Geschichtsfälschern Kontra geben" steht, ist die bis Ende des Jahres im Potsdamer Schloss Cecilienhof gezeigte Sonderausstellung zum 75. Jahrestag der Potsdamer Konferenz, zu der sich die russische Seite mit Netschajews Artikel hierzulande erstmalig öffentlich äußert.

Moskau hatte harsche Kritik am Ausstellungskonzept geäußert und mehrere Exponate aus russischen Museen, die als Leihgaben in der Exposition im Cecilienhof gezeigt werden sollten, darunter persönliche Gegenstände von Stalin, doch nicht zur Verfügung gestellt.

Netschajew: "Während der Vorbereitungsarbeiten stellten jedoch die beteiligten Spezialisten der russischen Museen fest (...), dass die von der deutschen Seite verfassten Erläuterungen zu den Ausstellungsständen und Audioguide-Beiträge gravierende Ungereimtheiten aufweisen, historische Tatsachen verdrehen und unkorrekte Zusammenhänge herstellen, was unserem Land einen Reputationsschaden zufügen kann."

Die deutschen Organisatoren hätten die Bitten der russischen Kollegen abgelehnt, Korrekturen am Ausstellungskonzept vorzunehmen. Dieses liefe auf "Geschichtsfälschung" hinaus, insbesondere darauf, "den entscheidenden Beitrag der Sowjetunion zum Sieg über den Nazismus zu relativieren".

Vollständiger Kommentar: Hier klicken

Quelle:

Pressemitteilung der Tageszeitung junge Welt


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