21 | 08 | 2018

jungewelt neuBerlin (ots) - Es ist der Neujahrsauftakt der bundesdeutschen Linken: Unter dem Titel »Amandla! Awethu! Die Machtfrage stellen« veranstaltet die in Berlin erscheinende überregionale Tageszeitung junge Welt, unterstützt von über 30 Organisationen, am Sonnabend, dem 13. Januar 2018, die inzwischen 23. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz. Die ganztägige Veranstaltung findet ab 11 Uhr im Mercure-Hotel MOA (Stephanstraße 41, 10559 Berlin-Moabit) statt.

Es wurden bereits 1.500 Karten verkauft, die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit insgesamt 2.500 Besuchern.

Im Zentrum der Konferenz steht Afrika - ein Kontinent, der auch nach Jahrzehnten antikolonialistischen Kampfes Ziel westlicher Einmischungspolitik ist. Die Folgen der gnadenlosen Ausbeutung von Mensch und Natur sind verheerend, rufen aber mitunter machtvollen Widerstand hervor. Prominente Gäste aus Afrika werden ihre Sicht auf aktuelle Problemlagen und politische Debatten darstellen.

Es referieren Clotilde Ohouochi, ehemalige Sozialministerin von Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Nnimmo Bassey (Nigeria), Träger des alternativen Nobelpreises 2010, sowie Achille Mbembe (Kamerun), der wohl bekannteste Philosoph des Kontinents, dessen Thesen zur »Afrikanisierung der Welt« auch in der Bundesrepublik diskutiert werden. Zur chinesischen Politik in Afrika ist der Generalsekretär der World Association for Political Economy (WAPE) aus Nanjing, Ding Xiaoqin, eingeladen.

Die Solidarität mit Afrika schließt nicht aus, dass die Konferenz auch den Blick nach Lateinamerika richtet. Neben Enrique Ubieta aus Kuba, der über die internationalistische Unterstützung der Insel in Afrika und in anderen Regionen des Planeten berichtet, hat sich aus aktuellem Anlass eine Delegation aus Venezuela angesagt. Zu den Gästen gehören der Publizist und Essayist Luis Britto Garcia, der Historiker Vladimir Acosta, Carolus Wimmer von der Kommunistischen Partei Venezuelas sowie der stellvertretende Außenminister William Castillo. Sie werden im Rahmen der Konferenz sowie bei separaten Veranstaltungen über die aktuelle Lage in ihrem Land berichten und zur Solidarität gegen äußere Einmischungsversuche aufrufen.

Die Konferenz endet am Abend mit einem Streitgespräch zum Thema »Soziale Frage und Flüchtlingselend: Abschied der Linken von der internationalen Solidarität?«. Es diskutieren die Bundestagsabgeordneten Canan Bayram (Die Grünen) und Lorenz Gösta Beutin (Die Linke), außerdem Günter Pohl als Internationaler Sekretär der Deutschen Kommunistischen Partei sowie die österreichische Betriebs- und Arbeiterkammerrätin Selma Schacht.

Die Konferenz wird per Livestream im Internet übertragen, es gibt eine Simultanübersetzung ins Deutsche. Das komplette Programm entnehmen Sie bitte der Website www.rosa-luxemburg-konferenz.de

 

 

Pressemitteilung der Tageszeitung junge Welt

 

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