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Kategorie: Hamburg

Linksjugend SolidLinksjugend SolidAm gestrigen Sonntag, 08. Mai, haben die Linksjugend ['solid] Hamburg und AMIGA auf einer Barkasse gegen den öffentlichen Auftritt der Bundeswehr während des 822. Hafengeburtstags in Hamburg protestiert. Vor und während der Auslaufparade der Schiffe zum Ende des Hafengebutstags fuhr die Barkasse mit einem Transparent mit dem Slogan »Kriege beenden!« entlang des vom Baumwall bis zum Elbstrand in Övelgönne mit Schaulustigen gefüllten innenstadtseitigen Elbufers. Während der langsamen Fahrt wurden mittels eines Gigafons Redebeiträge verlesen, die über die Verknüpfungen von Wirtschaft und Politik mit der Bundeswehr und deren Versuche der Akzeptanzbeschaffung in der Bevölkerung aufklärten.

»Die Bundeswehr führt Krieg und die Hamburger Rüstungsindustrie unterstützt sie dabei. Das friedfertige und scheinbar demokratische Auftreten der Bundeswehr beim Hafengeburtstag in Hamburg, ist die Kehrseite des Krieges in Afghanistan. Wir lehnen die öffentlichen Reklameauftritte der Bundeswehr ebenso ab wie alle ihre Kriegseinsätze“, sagt Christin Bernhold, Sprecherin des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid]. „SoldatInnen haben nichts bei öffentlichen Anlässen verloren. Wir wollen Frieden auf dem Globus und wir wollen, dass die Rüstungsbetriebe wie Blohm+Voss vergesellschaftet werden. Nur wenn die Gesellschaft die Produktionsmittel kontrolliert, kann garantiert werden, dass sie zu friedlichen Zwecken genutzt werden.«

Um den gesellschaftlichen Rückhalt für die Kriegseinsätze auf dem gesamten Globus, insbesondere unter den Jugendlichen – den nachwachsenden EntscheidungsträgerInnen –, zu gewährleisten und um den kontinuierlichen Bedarf an neuen SoldatInnen zu decken, geht die Bundeswehr seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit gezielt mit unterschiedlichen Projekten auf die Bevölkerung zu. Seit der Aussetzung der Wehrpflicht wurden diese Maßnahmen noch intensiviert. Neben den Auftritten des Musikkorps, der Berufs- und Rekrutierungswerbung an Schulen, Universitäten und Arbeitsämtern, der Teilnahme an öffentlichen Anlässen wie dem Hamburger Europamarkt versucht die Bundeswehr gemeinsam mit anderen Militärs auch beim Hamburger Hafengeburtstag, sich als festen Bestandteil demokratischer Gesellschaften zu präsentieren. Ihr Ziel ist die sukzessive Integration der militärischen Institutionen in das zivile Leben und die langsame, aber bestimmte Akzeptanzbeschaffung für militärisches Handeln und militärische Normen. Daher begrüßt das Landeskommando Hamburg auch ausdrücklich das Engagement beim Hafengeburtstag.

Während also in anderen Staaten am 8. und 9. Mai die Feierlichkeiten und Gedenkveranstaltungen zum Ende des von Deutschland initiierten Zweiten Weltkriegs und seiner Millionen Opfer stattfinden, tritt in Deutschland die Bundeswehr unverhohlen mit breiter Brust in die Öffentlichkeit, um den Hafen zu feiern, in dem bis heute die Rüstungsindustrie beheimatet ist. Blohm+Voss hat z.B. nicht nur willentlich dazu beigetragen, die imperialistischen Kriege des deutschen Faschismus zu entfachen, sondern profitiert noch heute vom unendlichen Leid der Menschen und der Zerstörung der Natur, die durch die Neuen Kriege der Bundeswehr und anderer Armeen im Interesse von Kapital und Macht geführt werden.

Quelle: Linksjugend ['solid] Hamburg / RedGlobe

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