19 | 10 | 2018

Wir dokumentieren der Nachruf von Die Linke Schmalkalden-Meiningen zum Tod vom Kurt Pappenheim.

Mit Trauer und Betroffenheit hat DIE LINKE. Thüringen heute die Nachricht zur Kenntnis nehmen müssen, dass Kurt Pappenheim aus Schmalkalden verstorben ist. Im Juli hat er seinen 91. Geburtstag noch im Kreise seiner Familie mit langjährigen Freunden und Genossen feiern können.

Am 26.08.2018 verstarb Pfarrer i.R. Karl Metzner im 91. Lebensjahr. Wir Mitglieder des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten verneigen uns vor unserem Kameraden in Trauer tief vor seiner Lebensleistung.

Seit 1945 ist der Tag der Opfer des Faschismus, seit 1990 der Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung, eine antifaschistische Veranstaltung, die sich mit Verfolgung und Widerstand in der Nazi-Zeit und zugleich mit Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in der Gegenwart auseinandersetzen.

Anlässlich des 73. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald fand auf Einladung der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora am 15. April 2018 das IX. Treffen der Nachkommen auf dem Ettersberg statt.

Mehr als hundert Gäste, Weimarer BürgerInnen, AntifaschistInnen und Interessierte nahmen bereits am Vortag an einer Gedenkveranstaltung teil. Im Rahmen des Projekts »1000 Buchen« vom Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda zur Erinnerung an die Todesmärsche aus dem KZ Buchenwald wurden auf Anregung der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora Bäume für die jüdischen Häftlinge und den politischen Häftling Hans Gerhard Lehmann gepflanzt. Die Söhne von Hans Gerhard Lehmann und der Dresdener Jugendverein »Roter Baum«, der Stadtverband DIE LINKE sowie die Dresdener VVN-BdA finanzierten die Baumpflanzung.

Liebe Teilnehmer des heutigen Gedenkens, anlässlich 73. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers SIII,

Heute vor 73 Jahren befanden sich die Häftlinge der Lager aus Ohrdruf, Crawinkel und Espenfeld auf dem Marsch ins Hauptlager Buchenwald.

Viele von ihnen haben es nicht geschafft, wurden auf dem Marsch erschlagen, erschossen und liegen gelassen am Wegesrand.
Die entkräfteten, aber lebenden Häftlinge, erlebten am 11. April die Selbstbefreiung und leisteten am 19. April 1945 auf dem Appellplatz den Schwur der 21.000 Überlebenden, der seit einiger Zeit unerträglichen Angriffen ausgesetzt ist und der zugleich verfälscht und falsch interpretiert wird.

vvn bdaDie Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) hat mit Empörung und Erschrecken die Vorgänge um das wohl größte Rechtsrock-Konzert an diesem Wochenende im thüringischen Themar verfolgt. Unter dem Schutz von 1000 Polizisten traten auf Einladung offen neofaschistischer Organisatoren Musikgruppen auf, die mit ihren menschenverachtenden Texten und Musikstücken Rassismus und Fremdenfeindlichkeit propagieren und die wie die Gruppe »Stahlgewitter« Verbindungen zum verbotenen Netzwerk »Blood and Honor« haben. Dieses Konzert wurde zu einem Anziehungspunkt für Neonazis nicht nur aus Thüringen, sondern aus Deutschland und dem europäischen Ausland.

No NPD!Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelos (Linke) darf Nazis nicht Nazis nennen. Das entschied der Thürinigische Verfassungsgerichtshof am Mittwoch nach einer Klage der NPD. Ramelow hatte im vergangenen Juni gegenüber dem MDR erklärt, er »appelliere an alle demokratischen Parteien und ihre Vertreter, dass es wirklich keine Gemeinsamkeiten auf der Basis von NPD-Anträgen geben darf«. »Die Nazis werden damit aufgewertet«, hatte Ramelow gewarnt. Durch diese Äußerungen habe Ramelow die »Chancengleichheit« der Neofaschisten und sein »Neutralitätsgebot« verletzt, so die Richter.

Bundespräsident Gauck beim Staatsbesuch in Norwegen. Foto: Stortinget/Terje Heiestad (CC BY-ND 2.0)Der Bundespräsident hat ein Problem mit freien Wahlen. Der selbsternannte »Freiheitslehrer« hat in einem Interview für die ARD, das am heutigen Sonntag im »Bericht aus Berlin« ausgestrahlt werden soll, die mögliche Wahl von Bodo Ramelow (Die Linke) zum neuen Ministerpräsidenten Thüringens kritisiert. »Ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?« warf der Ex-Pastor der Linkspartei vor, nicht bei ihm gebeichtet zu haben. »Es gibt Teile in dieser Partei, wo ich – wie viele andere auch – Probleme habe, dieses Vertrauen zu entwickeln.«

Kommunistische PlattformKommunistische PlattformWir dokumentieren nachstehend einen unter dem Titel »Auf Kotau verzichten« veröffentlichten offenen Brief der Kommunistischen Plattform der Partei Die Linke an ihre Thüringer Genossen:

Der großartige Wahlerfolg der Thüringer LINKEN ist nicht zuletzt – organisatorisch und finanziell – Genossinnen und Genossen zu verdanken, die nach dem vom deutschen Imperialismus entfachten grauenhaften II. Weltkrieg mit Überzeugung für eine nicht vom Kapital dominierte Gesellschaft in der DDR gearbeitet haben.

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