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Kategorie: Wirtschaft & Gewerkschaft

Der Konflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Lufthansa spitzt sich kurz vor der erwarteten Entscheidung des Unternehmens für einen neuen Eigentümer der Catering Tochter LSG Sky Chefs zu.

ver.di fordert die Lufthansa auf, für die rund 7.000 Beschäftigten der LSG soziale Verantwortung zu übernehmen. „Wir erwarten vom Lufthansa-Vorstand, dass er die Arbeits- und Einkommensbedingungen der LSG-Beschäftigten schützt und tarifvertraglich absichert, bevor er einen Vertrag mit dem neuen Eigentümer unterzeichnet“, betont ver.di-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick.

Nun sei die Lufthansa am Zuge, ihr Versprechen der sozialen Verantwortung gegenüber den Beschäftigten einzulösen. ver.di fordere eine Vereinbarung über Ausgleichszahlungen im Falle von Kündigungen und Lohneinbußen durch den neuen Eigentümer.

„Nach monatelangen Verhandlungen stehen die Beschäftigten kurz vor dem Verkauf der LSG mit leeren Händen da“, kritisiert die ver.di-Verhandlungsführerin. Die Ungewissheit und Existenzangst seien so groß, dass kurzfristige Arbeitskampfmaßnahmen nicht mehr ausgeschlossen werden könnten.

Die Lufthansa habe es in der Hand, den Beschäftigten die Existenzangst zu nehmen, indem sie unverzüglich tarifvertragliche Absicherungen zu Arbeits- und Einkommensbedingungen vereinbare.

Die insgesamt über 35.500 Beschäftigten des zweitgrößten Caterers der Welt produzieren etwa 700 Millionen Essen für 300 Fluggesellschaften jährlich. In Deutschland konzentriert sich die Produktion vor allem auf die Flughäfen Frankfurt und München, neben Düsseldorf, Köln, Alzey, Stuttgart, Hannover und Berlin sowie die Lufthansa Lounges.

Die nächsten Verhandlungen finden am Donnerstag, dem 21. November 2019 in Frankfurt/Main statt.

Quelle:

ver.di

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