Sonntag, 23. April 2017
Solidaritätsanzeige

Deutschland

500 Schülerinnen und Schüler zogen lautstark und kämpferisch durch Wuppertal. Die Demonstration, organisiert vom Wuppertaler Schülerstreikbündnis, ist für die Aktiven ein erster Erfolg nachdem es in den letzten Jahren sehr ruhig geblieben war, obwohl die Verschlechterungen im Bildungssystem auch in der armen Wuppertaler Kommune zu spüren sind.

Am gestrigen Montagabend fand im Audimax der Universität Paderborn die zweite Podiumsdiskussion zwischen der Universitätsleitung und den Studierenden statt. Nach einer dreistündigen Diskussion blieben auch diesmal bedauerlicherweise viele Fragen unbeantwortet.

Bildungsstreik in WuppertalDer rote Kanal: Videos vom Bildungsstreik - Hier klicken +++ Bundesregierung: Nach den Protesten von über 80.000 Studierenden und SchülerInnen in vielen Städten hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan eine Bafög-Erhöhung in Aussicht gestellt. »Ich halte eine Bafög-Erhöhung für richtig und werde sie den Ländern und dem Bundeskabinett vorschlagen«, sagte die CDU-Politikerin der »Berliner Zeitung«. +++ Jena: "Radio Utopie" meldet, dass die Polizei in das Uni-Hauptgebäude am Fürstengraben eingedrungen ist und versuchte, die dort versammelten Studierenden die der Hochschulleitung ihre Forderungen vortragen wollten, mit Gewalt auseinanderzutreiben. Aussagen von Augenzeugen zufolge kam es dabei von Seiten des Sondereinsatzkommandos zum Einsatz von Pfefferspray, das den DemonstrantInnen direkt ins Gesicht gesprüht wurde. Einige Teilnehmer der Demonstration wurden festgenommen. Die Studenten forderten die Freilassung und bewegten sich nicht vom Fleck. Erst nach der Freilassung ging die Demo weiter. +++ Bayern: Polizei schätzt die TeilnehmerInnenzahl des Bildungsstreiks im Freistaat auf 11.500 +++

Truppen raus aus AfghanistanMit einer groß angelegte Abstimmungsaktion im ganzen Land will die Friedensbewegung den  Druck auf den Bundestag erhöhen, einer weiteren Verlängerung des Bundeswehreinsetzes in Afghanistan nicht zuzustimmen. Hierzu erklärten die beiden Sprecher der bundesweiten Kampagne »Truppen raus aus Afghanistan«, Reiner Braun und Peter Strutynski: »Der Afghanistan-Krieg geht inzwischen in sein neuntes Jahr. Der bisherige Verlauf des Kriegs und historische Erfahrung lassen heute nur einen Schlus zu: Dieser Krieg kann nicht "gewonnen" werden. Der schnellstmögliche Abzug der NATO-Truppen ist das Gebot der Stunde.«

Bildungsstreik 2009Seit einer Woche haben Studierende begonnen, zentrale Hörsäle in Hochschulen wie Potsdam,  Münster, Heidelberg, Marburg, München, Paderborn, Darmstadt, Mönchen-Gladbach, Greifswald, Dresden und Tübingen zu besetzen. Weitere Besetzungen sind geplant. Der Bundesweite Bildungsstreik hat damit eine neue Qualität erreicht. Dies zeigt, dass die Betroffenen sich weiterhin wehren und für eine freie, selbstbestimmte Bildung zu kämpfen bereit sind.

SDAJSDAJBereits im Juni diesen Jahres stand für 270.000 SchülerInnen fest: dieses Bildungssystem können wir uns nicht mehr leisten. Seit Jahren werden unsere Schulen kaputt gespart, während PolitikerInnen von der Bildungsrepublik schwafeln. Wir werden immer noch nach der vierten Klasse auf die verschiedenen Schultypen aufgeteilt, obwohl die BRD dafür sogar von der UNO kritisiert wurde. Und immer noch haben Kinder aus armen Familien in diesem Bildungssystem das Nachsehen. Wer arm ist hat kaum eine Chance auf einen höheren Schulabschluss.

Bildungsstreik im Juni - Fortsetzung im NovemberBildungsstreik im Juni - Fortsetzung im NovemberÜber 270.000 SchülerInnen und Studierende beteiligten sich im Juni an Protesten gegen das neoliberale Bildungssystem. Für den 17.11. planen Gruppen in rund 20 Städten erneut Schul- und Bildungsstreiks als Auftakt für einen »heißen Herbst«. Schon in den letzten Wochen wurden Hörsäle der Uni Wien, der TU Graz und mehrerer deutscher Universitäten besetzt. Bei Großdemonstrationen in Wien forderten anschließend über 40.000 Menschen eine bessere Bildung.

EtheconEtheconWeltweit sind am 6. November tausende Menschen in den Hungerstreik getreten. Ca. 50 davon unbefristet. Sie wollen im Umfeld des Welt-Klimagipfels ab 7. Dezember in Kopenhagen den Druck auf Politik und Wirtschaft erhöhen, damit angesichts der dramatischen Entwicklung der Klimakatastrophe und der unsäglichen Untätigkeit der Verantwortlichen endlich gehandelt wird.

Das Vorstandsmitglied der »ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie«, Axel Köhler-Schnura, hat sich in Düsseldorf mit einem auf zehn Tage befristeten Hungerstreik den Aktionen angeschlossen, ebenso das gesamte Tagungsteam von ethecon.

Karl Liebknecht ruft die sozialistische Republik ausKarl Liebknecht ruft die sozialistische Republik ausDer Tag der Revolution ist gekommen. Wir haben den Frieden erzwungen. Der Friede ist in diesem Augenblick geschlossen. Das Alte ist nicht mehr. Die Herrschaft der Hohenzollern, die in diesem Schloß jahrhundertelang gewohnt haben, ist vorüber. In dieser Stunde proklamieren wir die freie sozialistische Republik Deutschland. Wir grüßen unsere russischen Brüder […]

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