22 | 04 | 2019

KLARtextAuch zwei Wochen nach der Menschheitskatastrophe in Japan werden der (Welt-)Öffentlichkeit die Fakten verheimlicht: Wie viele Ortschaften sind von dem verheerenden Erdbeben, dem Tsunami und den hunderten Nachbeben der letzten Tage in welcher Weise betroffen? Was ist in den japanischen Atomkraftwerken - und zwar in allen - tatsächlich los? Was ist mit der radioaktiven Gefahr? Was ist mit den anderen Industrie-Gefahren, denen der gefährlichen chemie- und anderen Produktionen? Was haben die geplatzten Gasleitungen und Chemietanks für Folgen? Was hat die (stattgefundene) Verschiebung der Erdachse für Folgen für den Planeten? Und im Zentrum aller Fragen: Wieviele Menschen sind betroffen? Wieviele Tote, wieviele Verletzte, wie viele Verseuchte gibt es tatsächlich? Welche Strahlenrisiken existieren für die Menschen in Japan, in den Anrainerstaaten, in der ganzen Welt? Was bedeutet die atomare Katastrophe für die Ökologie des Landes, der Meere und des Planeten?

»Marx sagt, die Revolutionen sind die Lokomotiven der Weltgeschichte. Aber vielleicht ist dem gänzlich anders. Vielleicht sind die Revolutionen der Griff des in diesem Zug reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse« (Walter Benjamin)

25 Jahr nach dem verheerenden Reaktorunglück von Tschernobyl steht die Welt wieder am Rande einer nuklearen Katastrophe. Damals wurde unablässig erzählt dass alles lediglich ein »sowjetisches Problem« sei. Die Kernkraftwerke in den westlichen Ländern mit ihrer hochmodernen Technologie sein sicher. Nun droht dem Hightech-Land Japan ein atomarer Supergau.

Fukushima mahntHeute werden in den vier größten Städten des Landes Zehntausende für die Stilllegung aller  Atomkraftwerke demonstrieren. Im direkten Vorfeld der Massenproteste erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Die heutigen Proteste sind nur der Auftakt für eine neue starke Anti-AKW-Bewegung. Wir werden jetzt nicht mehr locker lassen, bis die Atomkraftwerke endgültig stillgelegt werden.«

Fukushima mahntDas Atommoratorium der Kanzlerin hat ein unerwartetes Opfer gefunden. Nachdem gestern bekannt geworden war, dass Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gegenüber hohen Managern unter anderem der Atombetreieber RWE, Vattenfall und EnBW eingeräumt hatte, dass das ganze Atomausstiegsgerede der Bundesregierung den bevorstehenden Landtagswahlen geschuldet ist, ist nicht etwa der Minister zurückgetreten. Statt dessen zeigte sich der Hauptgeschäftführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, eingeschnappt und kündigte seinen Rücktritt an. Und zwar, weil das Protokoll mit den Äußerungen des Ministers an die Öffentlichkeit gelangen konnte.

DKP kandidiert in Berlin»Das Beschwören eines Endes der Krise durch Medien und Politiker interessiert faktisch eine Million  Menschen in Berlin nicht, die von staatlichen Transferleistungen abhängig sind oder einen Job haben, der zum Leben vorne und hinten nicht reicht. In einer Stadt wie Berlin, in der fast 40 Prozent der Kinder (ca. 200.000) in Armut aufwachsen, von „Aufschwung“ zu reden, ist ein Zynismus, den sich nur Menschen leisten können, die ihre Kinder für 400 Euro und mehr im Monat in eine Privatschule schicken können«, heisst es in dem beschlossenen Programm der DKP Berlin für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September, zu denen die Kommunisten mit einer eigenen Liste antreten.

Die unfassbaren, furchtbaren Ereignisse in Japan erschüttern uns alle. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Der Atom-GAU, das »Restrisiko« der Atomenergie, ist vom Menschen nicht beherrschbar. Arbeiter, Feuerwehrleute und Helfer riskieren in Japan Leib und Leben um andere zu retten. In Deutschland verantwortlich zu handeln bedeutet jetzt, so schnell wie möglich raus aus der Atomenergie! Sie ist keine Brückentechnologie. Setzen wir ohne weiteres Zögern auf vorhandene Alternativen! Das ist keine Frage des Könnens, sondern des politischen Willens!

Deutsche Kommunistische ParteiDeutsche Kommunistische ParteiNach den Katastrophen von Fukushima hat die Bundesregierung am Dienstag, 15. März, beschlossen, die sieben ältesten deutschen Reaktoren drei Monate lang abzuschalten. Im Laufe dieses Moratoriums soll geklärt werden, ob die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland ausreichen. So versucht die Bundesregierung, das Gesetz zur Laufzeitverlängerung über die kommenden Landtagswahlen zu retten.

Die Laufzeitverlängerung für alle 17 Atomkraftwerke im vergangenen Jahr ist bekanntlich von den Chefs von Eon, REW, Vattenfall und EnBW angeregt worden. Der Anregung folgte die Bundesregierung in der Nacht vom 5. auf den 6. September 2010. Bekanntlich sollten dadurch gerade die ältesten und unsichersten AKWs länger am Netz bleiben und den Energiekonzernen hohe zusätzliche Gewinne generieren.

Gemeinsam gegen AtomkraftGemeinsam gegen AtomkraftZur Debatte um das Eingeständnis von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), das Atom-Moratorium diene Wahlkampf-Zwecken, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Wenn Brüderle jetzt dementiert, glaubt ihm das kein Mensch. Deshalb machen wir ihm einen Vorschlag, wie er seine Glaubwürdigkeit wiederherstellen kann. Wenn die Bundesregierung wirklich beweisen will, dass es nicht nur um Wahlkampf geht, dann sollte sie noch vor den Landtagswahlen am Sonntag das Moratorium umwandeln in eine endgültige Stilllegung der gefährlichen Reaktoren.«

Kein Naziaufmarsch in Lübeck!Kein Naziaufmarsch in Lübeck!Am kommenden Samstag, 26. März 2011, planen Neonazis wie bereits in den vergangenen Jahren einen Aufmarsch in der Hansestadt Lübeck, um ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Auch dieses Jahr werden zahlreiche engagierte Menschen diesen Aufmarsch verhindern. Die Partei Die Linke im Kreis Rendsburg-Eckernförde ruft dazu auf, sich an dieser Blockade zu beteiligen. Lübeck solle eine weltoffene und tolerante Stadt beleiben, in der es kein Platz für Rechtsextremisten gibt, heisst es in einem Aufruf der Organisation.

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