21 | 11 | 2018

Unibesetzung in MarburgAm Donnerstag abend ist das Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg im Anschluss an eine Informationsveranstaltung der Bildungsstreik-Initiative Marburg von Studierenden besetzt worden. Durch diese Aktion wurde ein Freiraum geschaffen, dessen Nutzung den Studierenden zu Gute kommen und die Diskussion über Bildung vorantreiben sollte.  Der Freiraum war für alle Interessierten offen, die sich mit der zunehmenden Ökonomisierung, Bürokratisierung und Hierarchisierung der Universität auseinandersetzen wollten. Über Nacht  bildeten sich Arbeitskreise und begannen, inhaltlich zu arbeiten, um konstruktive Vorschläge für die Lösung der Konflikte zwischen Universitätsleitung und Studierenden zu entwickeln.
Noch heute Morgen erklärte die Pressesprecherin der Universität Marburg, Dr. Viola Düwert: »Da das Wochenende bevorsteht und keine Lehrveranstaltungen gefährdet sind, warten wir einfach ab.«

Sozialistische Alternative SAVAm gestrigen Donnerstag die Mitglieder der Bundesleitung der trotzkistischen »Sozialistischen Alternative« (SAV), Lucy Redler, Sascha Stanicic, Aron Amm, Stephan Kimmerle und Holger Dröge, erneut einen Antrag auf Mitgliedschaft bei der Partei »Die Linke« gestellt. Bereits vor einem Jahr wollten die früheren Mitglieder der WASG Berlin, die bei der letzten Abgeordnetenhauswahl noch in Konkurrenz zu der in Berlin mitregierenden Partei angetreten waren, in die Linkspartei eintreten. Ihr damaliger Antrag auf Mitgliedschaft wurde jedoch wegen des Einspruchs des stellvertretenden Parteivorsitzenden Klaus Ernst von der Bundesschiedskommission abgelehnt.

Audimax der Uni Marburg besetztNach einer studentischen Informations-Vollversammlung am gestrigen Donnerstag im Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg haben rund 100 Studierende die Initiative ergriffen und die zweite Etage des Hörsaalgebäudes besetzt. Die BesetzerInnen des AudiMax sehen ihren Protest als Teil der »weltweiten Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung«, wie sie in einer Pressemitteilung schreiben.

International Students MovementInternational Students MovementSeit Jahren erleben Menschen auf der ganzen Welt wie Studiengebühren sprunghaft  ansteigen und infolge dessen viele noch Jahre nach ihrem Abschluss verschuldet sind. Seit einiger Zeit ist die Präsenz von Unternehmen an (Hoch-)Schulen stark angestiegen.  Öffentliche Bildungseinrichtungen geraten verstärkt unter den Zugzwang wirtschaftlicher Zwänge. Sie werden zunehmend in Wirtschaftsunternehmen umstrukturiert, in denen Studierende, SchülerInnen, Lehrkräfte und sonstige Angestellte kaum noch Mitspracherechte haben. Der Kundenstatus der Studierenden - und vermehrt auch der SchülerInnen - schafft eine Atmosphäre, die dem autonomen Lernen grundsätzlich widerspricht. Menschen weltweit leiden unter den Auswirkungen permanenter Haushaltskürzungen sowie dem immer größer werdenden Einfluss (privat-)wirtschaftlicher Interessen im öffentlichen Bildungsbereich.

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat der Bundesregierung vorgeworfen, das derzeit wichtigste Klimaschutzgesetz zu blockieren. »Während Merkel in den USA für Klimaschutz wirbt, tritt sie in Europa massiv auf die Bremse«, beklagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. Die gestrigen Verhandlungen in Brüssel über die Energieeffizienz von Gebäuden von Rat, Parlament und Kommission drohen an der Position Deutschlands zu scheitern.

Am Montag, den 02. November 2009, begann der Prozess mit der Übersetzung von Dokumenten zu dem Ergenekon-Verfahren in der Türkei. Die Dokumente wurden aus dem Internet übersetzt und sollen das Ergenekon-Verfahren in den Stuttgarter Prozess einführen. Warum dafür Dokumente aus dem Internet herhalten müssen und nicht die Akten aus der Türkei angefordert wurden ist unklar.

Fuck OffFuck OffDer Kölner Kardinal Joachim Meisner hat in seiner Allerheiligen-Predigt religionskritische Wissenschaftler in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt. Der Kardinal warnte vor »ideologisierten Biophysikern, Hirnforschern und Evolutionisten«, die den Menschen weismachen, »dass es keinen Gott gibt und deswegen auch nicht Wahrheit oder Lüge, Gut oder Böse«. Das »System des Nationalsozialismus und des Kommunismus« habe gezeigt, wohin das führe: »an den Rand des Abgrunds, in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen. Dafür stehen die KZs und Gulags.«

Gegen NazisGegen NazisDie rechtsextreme Szene will am 14. November mit einer größeren Demonstration in der nordbayerischen Kleinstadt Wunsiedel des kürzlich verstorbenen NPD-Vizechefs Jürgen Rieger gedenken. Der NPD-Vorstand hat den Aufmarsch angemeldet. Sollte er nicht verboten werden, sei eine große Anzahl in- und ausländischer Rechtsextremisten zu erwarten, sagten Sicherheitskreise dem in Berlin erscheinenden »Tagesspiegel«. NPD-Bundesgeschäftsführer Klaus Beier hatte am Sonnabend dem Landratsamt Wunsiedel ein Fax geschickt, in dem er eine Kundgebung und einen Gedenkmarsch »mit Trauertrommeln und Fackeln« ankündigt.

Seit Mittwoch, dem 28.10.2009, verhandelt ver.di-Bezirksvize Andreas Köhn mit der Babylon-Geschäftsführung offiziell über einen Haustarifvertrag. Die im Betrieb vertretene FAU Berlin distanziert sich ausdrücklich von diesen Verhandlungen und gibt bekannt, dass sie eine weitere Zusammenarbeit mit Köhn ausschließt.

Trotz heftiger Kritik an der ver.di-Tarifinitiative, mit welcher der laufende Arbeitskampf im Babylon Mitte unterlaufen wurde, hatte sich die FAU Berlin bis zuletzt bemüht, mit ver.di zu einer Tarifgemeinschaft zu gelangen. Damit versuchte sie, einen einstimmigen Beschluss der Betriebsversammlung umzusetzen, der ein gemeinsames Vorgehen beider Gewerkschaften verlangt.

Lars Röhm, Sekretär der FAU Berlin, dazu: "Für uns gab es von Anfang an nur einen gangbaren Weg, nämlich direkt über die Bildung einer Tarifgemeinschaft zusammen Forderungen aufzustellen und gemeinsam dem Arbeitgeber gegenüberzutreten. Die Gespräche mit ver.di haben gezeigt, dass sie zu einer solch konkreten und verbindlichen Vereinbarung nicht bereit war. Mit dem jetzigen Verhandlungsalleingang ist der Punkt erreicht, wo wir uns endgültig von ver.di distanzieren müssen, zumal wir die Verhandlungsinhalte von ver.di kritisieren. Wie sich in der ersten Verhandlungsrunde zeigte, wird der Tarifvertrag weit unter dem liegen, was die Ziele des Arbeitskampfes waren. Auch die nochmals klar von 3/4 der Belegschaft aufgestellten Forderungen, die die gravierenden betriebspezifischen Probleme lösen sollen, finden kaum oder nur
unter Druck Berücksichtigung. Mit der wahrscheinlichen Ausklammerung von Zuschlägen und Sonderzahlungen wird das Lohnniveau des ver.di-Flächentarifvertrages sogar real unterboten."

"Ohne die stärkste Gewerkschaft im Betrieb besitzen die Verhandlungen keinerlei Legitimität. Dass hier ein betriebs- und branchenfremder
Gewerkschafter verhandelt, der unsere Probleme und Bedürfnisse nicht kennt und sich nur auf einen Phantombasis stützt, ist ein blanker Hohn. Dass dabei noch nicht einmal eine Tarifkommission gebildet wird oder die Beschäftigten ernsthaft einbezogen werden, schlägt dem Fass den Boden aus. Darin drückt sich ein autokratisches Gewerkschaftsverständnis aus, das wir völlig indiskutabel finden. Wenn ver.di noch nicht mal in einem Kleinbetrieb die Einbeziehung der Betroffenen bewerkstelligen kann, ist das ein Offenbarungseid in Sachen gewerkschaftlicher Demokratie," so Benjamin Stange von der FAU-Betriebsgruppe im Babylon.

Die FAU Berlin wird auch weiterhin die Interessen ihrer Mitglieder im Betrieb vertreten und die Probleme angehen, die durch den mangelhaften ver.di-Tarifvertrag ungelöst bleiben. Auch wird sie Schikanen gegen aktive Beschäftigte, die schon jetzt festzustellen sind und durch die Unterlaufung des Arbeitskampfes begünstigt wurden, nicht dulden.

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

Freie Radios auf Sendung

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.