24 | 08 | 2019

DIDFNicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt ist vom Anschlag des 13. Novembers erschüttert. Die Zahl der Toten steigt immer noch drastisch an. Kriege, die in der Ferne geführt werden, erreichen auch nun uns. Mitten in Europa. Neben der Trauer, machen sich viele Menschen Gedanken darüber, wie es nun weitergehen wird.
Knapp ein Jahr ist der Anschlag auf Charlie Hebdo her; fast genau einen Monat nach dem Bombenanschlag in Ankara erreicht uns die Nachricht aus Paris.

Dschihadistische Gruppen sind längst nicht nur in den Grenzen Syriens und Iraks. Die jahrelange Kriegspolitik hat auch nun uns erreicht. In Afghanistan und in den Irak wurde einmarschiert, in Libyen eine Flugverbotszone errichtet und das Land wurde zu Boden bombardiert und in Syrien ein Bürgerkrieg geschürt. Die Länder wurden destabilisiert und Infrastrukturen wurden zerstört. Das Feld wurde den dschihadistischen Gruppen vor die Füße gelegt. Große Familienclans, Warlords haben ihre Macht ausgebreitet. Der IS wurde finanziert – Aufgerüstet, ausgebildet und verarztet von Westen, Katar, Saudi Arabien und besonders der Türkei. Der Krieg ist kein Mittel für den Frieden, sondern ein Mittel um ökonomische, territoriale und geostrategische Macht aufrecht zu erhalten und auszubauen. Das auch die eine oder andere Terrorgruppe unter uns kommen wird, war früher oder später absehbar.

Wir trauen um die Verstorbenen. Der Terror muss ein Ende finden. Das liegt auch in unseren Händen. Die Waffenlieferungen an unsicheren Statten, an die Türkei, Katar, Saudi Arabien etc. müssen aufhören. Aber stattdessen wurde vor wenigen Tagen vom Bundessicherheitsrat eine Ausfuhr für „Heckler und Koch“ (Waffenhersteller) in Höhe von 4,7 Millionen Euro genehmigt. Der Großteil sind Kleinwaffen an arabische Länder. Die europäischen Länder müssen sich aus den besetzten Ländern zurückziehen. Die Menschen im Nahen Osten müssen über ihr eigenes Leben selber entscheiden können. Den Frieden durch Besatzungstruppen haben sie bis heute immer noch erreicht.

Die Partei »Front National« unter der Führung von Le Pen wird die Anschläge in Paris für ihre Zwecke ausnutzen und versuchen einen Pflock zwischen Franzosen und Menschen mit Migrationshintergrund zu stecken. Die rassistische Hetzte wird zunehmen. Auch hier in Deutschland wird das der Fall sein. In den letzten Monaten haben sich hier zu Lande die Anschläge seitens der Rechten angehäuft. Unzählige Flüchtlingsunterkünfte wurden in Brand gesetzt oder Geflüchtete wurden angegriffen. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Attentat in Paris uns spaltet. Dem rechten Gedankengut müssen wir mit unserer Gemeinsamkeit entgegentreten.

Quelle: DIDF / RedGlobe

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