23 | 05 | 2019

Der Bundesvorstand der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) veruteilt die Morde an drei kurdischen Politikerinnen, die am 9. Januar 2013 in Paris einem Anschlag zum Opfer fielen. Nach Ansicht der DIDF verfolgen die Mörder das Ziel, den Dialog- und Friedensprozess in der kurdischen Frage zu verhindern. In der Presseerklärung der DIDF heißt es: »Mit Bestürzung haben wir von den feigen Morden an den drei kurdischen Politikerinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez im Kurdischen Informationsbüro in Paris erfahren. Wir verurteilen diese Morde aufs Schärfste.«

Die ermordeten KurdinnenAm gestern Abend sind in Paris die kurdischen Politikerinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Söylemez in den Räumen des Kurdischen Informationsbüros in der Nähe des Nordbahnhofes der französischen Hauptstadt heimtückisch ermordet worden. Wie das Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. (CENÎ) mitteilt, wurden Cansız und Doğan mit Kopfschüssen, Söylemez mit Schüssen in den Kopf und den Bauch gezielt hingerichtet. Der oder die Täter benutzten Waffen mit Schalldämpfern. Einem Bericht der kurdischen Nachrichtenagentur FIRAT zufolge handelte es sich bei Sakine Cansız um eine Mitbegründerin der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), während Fidan Doğan den Kurdistan Nationalkongress in Paris vertrat.

attacattacAnlässlich des Treffens der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten Francois Hollande am heutigen Sonntag in Reims kündigen Attac Deutschland und Attac Frankreich eine Protestaktion an. Vor genau 50 Jahren hatten Adenauer und de Gaulle in der nordfranzösischen Stadt ihren Willen zur deutsch-französischen Versöhnung bekundet.

Kommunistische Partei GriechenlandsKommunistische Partei GriechenlandsDie Wahlen in Frankreich, ihre Ergebnisse im ersten Wahlgang sowie das, was für den zweiten Wahlgang vorbereitet wird, sind eine Lehre. Sie bestätigen die ablehnende Haltung der KKE gegenüber einer Beteiligung an der Front der sogenannten Anti-Memorandum-Kräfte, der so genannten linken Kräfte.

Linksfront im WahlkampfLinksfront im WahlkampfFrançois Hollande von der Sozialistischen Partei und der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy stehen in der Stichwahl um die französische Präsidentschaft. Hollande setzte sich mit 27,65 Prozent gegen Sarkozy durch, der auf 26,56 Prozent der Stimmen kam. Erschreckend stark folgt auf dem dritten Platz Marine Le Pen von der rechtsextremen Front Nationale. Jean-Luc Mélenchon erreicht für die Linksfront 11,74 Prozent. Auf den Plätzen folgen François Bayrou (zentristisch, 9,21%), Eva Joly (Grüne, 2,04%), Nicolas Dupont-Aignan (Gaullistisch, 1,96%), Philippe Poutou von der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA, 1,29%), Nathalie Arthaud von der trotzkistischen (Lutte ouvrière (0,65%) und Jacques Cheminade (LaRouche-Sekte, 0,26%).

Kurden beenden HungerstreikKurden beenden HungerstreikDie 15 kurdischen AktivistInnen in Strasbourg, die seit 52 Tagen aus Solidarität mit einer entsprechenden Protestaktion in den türkischen Gefängnissen die Nahrungsaufnahme verweigert haben, haben ihren Hungerstreik heute beendet. Auf einer Pressekonferenz erklärten sie, dass mit der Aktion eine »Mauer des Schweigens durchbrochen« worden sei. Mit ihrer Entscheidung reagierten die Protestierenden auf entsprechende Appelle des Generalsekretärs des Europarates, des Europaparlamentspräsidenten, des EU-Erweiterungskommissars und der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan (KCK).

Kurden im HungerstreikKurden im HungerstreikDie 15 Hungerstreikenden in Strasbourg haben angekündigt, dass sie aufgrund des Appells des Europarates und des Europaparlaments am Samstag um 12 Uhr eine Presseerklärung abgeben werden. Sie werden am 52.Tag ihres Hungerstreiks die Aufrufe zur Beendigung ihrer Aktion bewerten und dazu Stellung nehmen.

Gefährliche NachbarnGefährliche NachbarnIm Umfeld von französischen Atomkraftwerken sind laut der sogenannten Geocop-Studie des französischen Medizin-Instituts Inserm zwischen 2002 und 2007 fast doppelt so viele Kinder unter 15 Jahren an Leukämie erkrankt wie im Landesdurchschnitt. »Die Ergebnisse der neuen Studie aus Frankreich reihen sich ein in die Ergebnisse der Studien zum Leukämierisiko bei Kleinkindern im Nahbereich von Atomkraftwerken aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz«, erklärt der Wissenschaftler Dr. Alfred Körblein. Die französische Studie ist für die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW ein weiterer Beleg für den Zusammenhang zwischen ionisierender Strahlung und der Zunahme von Leukämieerkrankungen bei Kindern. Denn auch wenn die Wissenschaftler für den gesamten Studienzeitraum von 1990 bis 2007 keine Erhöhung der Leukämiefälle bei Kindern unter 15 Jahren beobachtet haben wollen, beträgt die Erhöhung des Leukämierisikos für Kleinkinder unter fünf Jahren in diesem Zeitraum 37 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt Alfred Körblein, der die Daten der Studie ausgewertet hat. Er berichtet, dass das Leukämierisiko für Kleinkinder in der Umgebung von Atomkraftwerken auch in Großbritannien (36 Prozent), Deutschland (41 Prozent) und der Schweiz (40 Prozent) in der gleichen Größenordnung liege.

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Bei einer Explosion im Atomkraftwerk Marcoule in der Nähe von Avignon im Süden Frankreichs ist am heutigen Montag ein Mensch getötet worden. Informationen der örtlichen Behörden zufolge detonierte ein Ofen, in dem schwachradioaktive Abfälle verbrannt wurden. Die Behörden räumten ein, dass die Gefahr bestehe, dass Radioaktivität austreten könne. Bislang sei dies aber noch nicht geschehen. Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN wiegelte ab. Bei dem betroffenen AKW handele es sich um einen weitgehend stillgelegten Reaktor, in dem nur noch Atommüll entsorgt werde.

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