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USB ItaliaIn Italien ruft die Union der Basisgewerkschaften (USB) für den morgigen Mittwoch zu einem 24-stündigen Generalstreik auf. Unter der »Wieviele Tote braucht die Regierung noch um zu verstehen, dass alles geschlossen werden muss?« verlangt die Organisation, dass auch die Fabriken und Einrichtungen, in denen noch immer gearbeitet wird, ihren Betrieb einstellen müssen.

Das jüngste, am vergangenen Sonntag von der italienischen Regierung verabschiedete Dekret sei »die giftige Frucht des Vetos der Bosse gegenüber einer wirklichen Blockade der Produktion von allem, was nichts mit der Notsituation und dem Schutz des Lebens der Menschen zu tun hat«, kritisiert die Gewerkschaft. Die Regierung habe sich dem Druck des Unternehmerverbandes Confindustria und anderer gebeugt. Das werde den Preis an Menschenleben, den das Land bereits bezahlt, noch weiter ansteigen lassen, nur damit die Unternehmen wieder Profite machen können.

Die Ausbreitung des Coronavirus und die Zahl der registrierten Opfer sei besonders in den Gebieten hoch, in denen am meisten produziert wird und die zynische Haltung der Unternehmer Tausende Arbeiter noch immer dazu zwingt, den Virus weiterzutragen und selbst krank zu werden, heißt es im Aufruf der USB. »Wir haben den Generalstreik ausgerufen, weil es dringend notwendig ist, alle Aktivitäten zu stoppen, die nicht wirklich notwendig sind, und um die Arbeiter zu verteidigen, die im Dienst bleiben müssen, damit alle Schutzmaßnahmen, die sie brauchen, wirklich ergriffen werden können.«

Als Auftakt des Generalstreiks hat die USB den Beginn der Nachtschicht am heutigen Dienstag festgelegt. Enden soll er am Mittwochabend. Beschäftigte der Rettungsdienste, in den Krankenhäusern, bei der Polizei, Feuerwehr, Transport, Strom-, Gas- und Wasserversorgung und ähnliche sollen sich symbolisch am Ausstand beteiligen, indem sie für eine Minute die Arbeit niederlegen.

Die großen Gewerkschaftsdachverbände CGIL, CISL und UIL haben sich dem Generalstreikaufruf der USB nicht angeschlossen. Sie schließen jedoch Medienberichten zufolge nicht aus, ebenfalls zu einer allgemeinen Arbeitsniederlegung in den nicht lebensnotwendigen Wirtschaftsbereichen aufzurufen, wenn die Regierung den Forderungen der Beschäftigten nach besserem Schutz vor dem Coronavirus nicht nachkommt.

Quellen: USB, adn kronos / RedGlobe

 

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