21 | 08 | 2018

pda oesterreichRede von Tibor Zenker, stv. Vorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs, auf der Friedenskundgebung „Niemals vergessen – von Jugoslawien zu Syrien“, anlässlich des 19. Jahrestages des NATO-Angriffs auf Jugoslawien, Wien, Stephansplatz, 24. März 2018

Seit der erfolgreichen Konterrevolution in der UdSSR und Osteuropa äußert sich das aggressive Wesen des Imperialismus in offener Form.

Am 21. und 22. Februar fand ein Arbeitsbesuch des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, in Serbien statt, der dem 180. Jahrestag der russisch-serbischen diplomatischen Beziehungen gewidmet war. In Belgrad wurde er vom Präsidenten Serbiens, Aleksandar Vucic, und der Ministerpräsidentin Ana Brnabic empfangen und hatte ausführliche Verhandlungen mit dem Ersten Vizepremier und Außenminister Ivica Dacic, mit dem Sergej Lawrow vor den Studenten der Universität zu Belgrad gemeinsam auftrat.

jungewelt neuAm Freitag erschien in der Tageszeitung »junge Welt« ein Kommentar von Gerd Schumann, den wir nachstehend dokumentieren:

Welch ein Glück für Deutschland, dass Sigmar Gabriel nun doch einige Dates wahrnimmt. Schließlich hatte der »brillante Kopf« (FAZ vom 12.2.) bereits alle Auftritte als Außenminister gecancelt. Und sich schmollend mit Worten, die zu Herzen gingen, nach Goslar zurückgezogen.

Ein gedemütigter Vater, abserviert im Außenamt, obwohl seine Beliebtheitswerte in unerklärliche Höhen gestiegen waren.

Aus Anlass des 15. Jahrestags des NATO-Krieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien fand zwischen dem 21. und 24. März 2014 in der serbischen Hauptstadt Belgrad ein internationes Forum statt. Wir dokumentieren den Redebeitrag von Brigitte Queck für die »Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg« bei dieser Veranstaltung.

Liebe Freunde, lieber Zivadin Jovanovic ,

vielen Dank für die Einladung der „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ zum Belgrad-Fo-rum!

In diesen Tagen gedenken wir der Tausenden von Opfern, Serben, Albanern und Menschen anderer ethnischer Gruppen, die durch die NATO-Bombardements von Wohnhäusern, Schulen, Fabriken, Krankenhäuser, Bussen bzw. Zügen, im Jahre 1999 in Jugoslawien ermordet wurden!

Heute jährt sich der Beginn des völkerrechtswidrigen »Angriffskrieges« der NATO gegen das ehemalige Jugoslawien zum fünfzehnten Mal. Die damalige rot-grüne Bundesregierung führte damit Deutschland zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg in eine aktive Kriegsbeteiligung. Insgesamt sind bei den rund 38.000 Luftangriffen zwischen dem 24. März und 10. Juni 1999 nach Angaben der jugoslawischen Behörden zwischen 400 und 600 Zivilisten ums Leben gekommen. Die NATO selbst hat keine Zahlen über Opfer der Luftangriffe veröffentlicht. Eine strafrechtliche Verfolgung der Luftangriffe wird vom Kriegsverbrechertribunal in Den Haag bis heute abgelehnt.

junge Welt, 24. März 2014Die Tageszeitung »junge Welt« gab in ihrer heutigen Ausgabe einer Reihe von Persönlichkeiten der linken und Friedensbewegung die Gelegenheit zu Stellungnahmen zum 15. Jahrestag der NATO-Aggression gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Wir dokumentieren die Erklärung von Wera Richter, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP):

1999 überfiel Deutschland gemeinsam mit der NATO den souveränen Staat Jugoslawien. Dieser Bombenkrieg war ein »Bruch des Völkerrechts«, erklärt der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, einer der Hauptverantwortlichen, nun lapidar. Angeblich sollte er ein »zweites Auschwitz« (Joseph Fischer, Grüne) verhindern. Dazu erfand der damalige SPD-Kriegsminister Rudolph Scharping die Legende vom Hufeisenplan, das »Massaker von Racak«, gegrillte Föten und abgeschnittene Kinderköpfe. Nur wenige widerstanden der Propaganda. Für das »wiedervereinigte« Deutschland war es ein Befreiungsschlag. Endlich durfte es im Kampf um Einflußzonen und den »ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt« wieder mitschießen. 1999 wurde die »Kultur der militärischen Zurückhaltung« durchbrochen, die Bundespräsident Joachim Gauck, Kriegsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier heute ein für alle Mal beenden wollen. Wie Schröder, Scharping und Fischer 1999 geben sie die Sprachrohre für die eigentlichen Kriegstreiber des Großkapitals, das wie früher seinen »Platz an der Sonne« erbomben will.



Vor 15 Jahren begann die NATO mit dem Bombenkrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Ziel der Bomben wurde auch das serbische Fernsehen RTS. Wir dokumentieren einen Spot, den dieser Sender aus Anlass des Jahrestages über seine Homepage verbreitet: Hier klicken

Mörder auf freiem FußMörder auf freiem FußWir dokumentieren in eigener Übersetzung eine Erklärung der Neuen Kommunistischen Partei Jugoslawiens (NKPJ) zum 15. Jahrestag des NATO-Krieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien am 24. März 2014:

Aus Anlass des 15. Jahrestags der NATO-Aggression gegen die Bundesrepublik Jugoslawien führt die Neue Kommunistische Partei Jugoslawiens (NKPJ ) in der Zeit vom 22. bis 24. März eine Reihe von Aktivitäten durch, die Kampagne »Mörder auf freiem Fuß«.

Antifaschistisches Sommercamp in SerbienAntifaschistisches Sommercamp in SerbienIm legendären Bojcinska-Wald, während des Zweiten Weltkriegs ein Zentrum des Partisanenwiderstands in der besetzten Region Srem, kamen Jugendliche aus ganz Serbien zum „Antifaschistischen Sommercamp“ zusammen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kommunistischen Jugendverband Jugoslawiens (SKOJ) und SUBNOR Belgrad (Vereinigung der Kämpfer des Volksbefreiungskriegs).

Die SKOJ-Mitglieder und junge Antifaschisten aus Belgrad, Novi Sad, Kragujevac, Nis, Leskovac und Kosovska Mitrovica kamen hier zusammen, um mehr über den heldenhaften jugoslawischen antifaschistischen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs zu erfahren. Dies geschah durch Lesekreise, Filmvorführungen und Treffen mit glorreichen Partisanen. Die Idee des Camps war, die Wahrheit über den von der ruhmreichen Kommunistischen Partei Jugoslawiens geführten antifaschistischen Partisanenwiderstand während des Zweiten Weltkriegs zu bewahren und weiterzuverbreiten. Es ging um die Wahrheit über unser Heimatland, das sozialistische Jugoslawien. Diese wird in allen Republiken der früheren SFRJ durch starke antikommunistische Propaganda und durch die Rehabilitierung der besiegten Quislinge (Kollaborateure) in den Medien, Schulen und in der staatlichen Propaganda bedroht.

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