19 | 08 | 2018

ÖGB-Demo gg. 12-Stunden-Tag. Foto: PdA

Die vom Österreichischen Gewerkschaftsbund organisierte Demonstration am 30. Juni in Wien geriet zur machtvollen Demonstration der Kampfkraft der Arbeiter/innen und Angestellen. Etwa 100.000-120.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern und Branchen demonstrierten nicht nur gegen die von der Regierung geplante Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages und der 60-Stunden-Arbeitswoche, sondern sie zeigten auch, dass sie zum Kampf bereit sind.

Ein gigantisches Bild zeigte sich am Samstag Nachmittag am Heldenplatz in Wien. Mehr als 100.000 Menschen sind zur Demonstration gegen den 12-Stunden-Tag und gegen die 60-Stunden-Woche gekommen. Sie haben ein klares Zeichen gegen den Vorschlag der Bundesregierung zur Ausweitung der Arbeitszeit gesetzt. Einen lächerlichen Beitrag lieferten „Kickls Schoßhündchen“. So sprach die Polizei anfangs von 25.000 bis 30.000 Demonstrierenden, verdreifachte allerdings später ihre eigene Schätzung auf 80.000. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian betonte in seiner Rede, dass der heutige Tag erst der Anfang der Proteste sei und definitiv nicht das Ende: „Wir werden Widerstand leisten mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Nächste Woche werden wir unsere Position in vielen Versammlungen in den Betrieben erklären und die Beschäftigten informieren“, so Katzian. „Wir werden alles dafür tun, dass die Umsetzung dieses Gesetzes verhindert wird!“

comunistaUns erreichte die traurige Nachricht, dass der italienische Philosoph Domenico Losurdo am 28. Juni im Alter von 77 Jahren verstorben ist. Er war Publizist einer Vielzahl von Büchern, die in etliche Sprachen der Wekt übersetzt wurden und Professor an der Universität von Urbino. Losurdo war Präsident der Internationalen Gesellschaft Hegel-Marx für dialektisches Denken. Zusammen mit Hans Heinz Holz († 2011) gab er die philosophische Halbjahresschrift Topos heraus. 1960 trat er der damals stärksten Kommunistischen Partei Westeuropas, der PCI bei. In den letzten Jahren gehörte er der  Partito dei Comunisti Italiani an.

Am ersten Wochenende im Juli findet in Sanem das »Wisefest« der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« statt. Seit 43 Jahren ist es das einzige Pressefest in Luxemburg, obwohl die »Zeitung« weder zu den größten noch zu den finanzkräftigsten Medien in Luxemburg gehört.

PRO ASYL zu den Ergeb­nis­sen des EU-Gip­fels in Brüs­sel

In einer ers­ten Reak­ti­on kri­ti­siert PRO ASYL die Ergeb­nis­se des EU-Gip­fels scharf. »Das ist der Gip­fel der Inhu­ma­ni­tät. Gefol­ter­te und Ver­folg­te ein­fach so in Euro­pa weg­zu­sper­ren ist inhu­man. Flucht ist kein Ver­bre­chen. Die Staats- und Regie­rungs­chefs las­sen jeg­li­ches Mit­ge­fühl mit Ver­folg­ten ver­mis­sen«, sag­te Gün­ter Burk­hardt, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL. »Inner­halb und außer­halb der EU ent­ste­hen nun Lager der Hoff­nungs­lo­sig­keit«.

Aktuell rumort es, hierzulande vielleicht nicht ganz bekannt, im deutschen Einzelhandel. Grund: Die Supermarktkette »real,-«, eine Tochter der Metro AG, wurde vom Mutterkonzern in eine neue Gesellschaft ausgelagert, um damit die sektoriellen Tarifvereinbarungen umgehen zu können und künftig keinem solchen Übereinkommen mit den Gewerkschaften, in diesem Fall Verdi, mehr unterliegen zu müssen. Das bedeutet reale Lohnkürzungen für bestehendes und wesentlich schlechte Anfangsgehälter für neu eingestelltes Personal.

Den Schaffenden wird ständig erzählt, die »Digitale Revolution« werde unser Leben – und damit auch unsere tägliche Arbeit – entscheidend verändern. Die Frage, wie sich dieser technologische Umbruch, der mit immensen Produktivitätssteigerungen einhergeht, auf die Gesellschaft und damit auf unseren Alltag auswirkt, wurde noch nicht beantwortet.Der DP zufolge hängt die Zukunft der Arbeit zuallererst von flexibleren Arbeitszeiten der Schaffenden ab. Der »starre« Achtstundentag soll weg, was dem berechtigten Anspruch von Schaffenden entgegenkommt, ihre Arbeitszeit selbstbestimmt zu verteilen.

Die Partei der Arbeit der Schweiz gratuliert der Gewerkschaft Unia für die gelungene Demonstration der Bauarbeiter-Innen vom 24. Juni in Zürich. Es waren rund 18’000 ArbeiterInnen auf der Strasse, die bunt und vor allem sehr laut ein klares Zeichen Richtung Baubosse gesendet haben: Unsere Rente mit 60 Jahren bleibt. Wir sind bereit, sie zu verteidigen, und wenn nötig legen wir dafür die Arbeit nieder und streiken!

Das macht auch die Streikabstimmung deutlich, welche die Unia mit rund 20’000 Betroffenen auf den Baustellen durchgeführt hat und deren Resultat an der Schlusskundgebung präsentiert wurde: 93,1 Prozent der BauarbeiterInnen sprachen sich für einen Streik aus, falls die BaumeisterInnen nicht Hand für Lösungen bieten.

Luxemburg macht sich zwar nicht direkt die Hände schmutzig in den Kriegen der NATO und deren Führungsmacht USA, ist aber an vielen imperialistischen Kriegen indirekt beteiligt. Dass das so ist, hat auch damit zu tun, dass seit fünf Jahrzehnten im Südwesten des Landes die Logistik- und Materialbeschaffungsagentur der NATO untergebracht ist.

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