Sonntag, 26. März 2017
Solidaritätsanzeige

Argentiniens Erdöl den Argentiniern!Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy sucht international Verbündete gegen Buenos Aires. Die von der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner angekündigte Verstaatlichung von 51 Prozent der Anteile des Energiekonzerns YPF sei »unverantwortlich«. Sie geschehe »ohne Rechtfertigung, ohne jeglichen wirtschaftlichen Grund«, behauptete er im mexikanischen Puerto Vallarta, wo er seit Dienstag (Ortszeit) an Beratungen des Weltwirtschaftsforums teilnimmt.



Der konservative mexikanische Präsident Felipe Calderón sprang Rajoy zur Seite und erklärte, er bedauere die Entscheidung seiner argentinischen Amtskollegin und fordere sie auf, diese zu korrigieren. Mexiko ist indirekt von der argentinischen Verstaatlichung betroffen, weil der staatliche Ölkonzern Petróleos Mexicanos zu 9,5 Prozent an der spanischen Repsol beteiligt ist. Diese hatte bislang 57 Prozent der YPF-Anteile gehalten und damit den argentinischen Konzern kontrolliert.

Demgegenüber kritisierte in Madrid der Sprecher der Parlamentsfraktion der Vereinigten Linken (IU), José Luis Centella, daß die Regierung offenbar die Interessen eines einzelnen Unternehmen »mit den Interessen Spaniens verwechselt«. Seine Fraktion mache sich in erster Linie Sorgen um die spanischen Arbeiter bei YPF, da die Beschäftigten bei früheren Konzentrationsprozessen wie etwa Bankenfusionen regelmäßig die Leidtragenden gewesen seien. Die Ölarbeiter dürften nicht die Leidtragenden eines Konflikts sein, den er als »Kampf um private Interessen« bezeichnete.

Boliviens Präsident Evo Morales beglückwünschte am Mittwoch Argentinien zu der Entscheidung, seine Bodenschätze zurückzugewinnen. Er verglich die Entscheidung von Cristina Fernández mit seinem eigenen Beschluss vom 1. Mai 2006, die Öl- und Gasvorkommen seines Landes zu nationalisieren. Das habe zu einer vollkommenen Umgestaltung der bolivianischen Wirtschaft und zu einem gegenüber früheren Regierungen um 300 Prozent höheren Wachstum geführt.





 

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