Donnerstag, 30. März 2017
Solidaritätsanzeige

Granma, 16. Juni 2014Mit den Worten von Ernesto Che Guevara, die dieser vor 50 Jahren im Namen Kubas auf der ersten Konferenz der Vereinten Nationen über Handel und Entwicklung in Genf, geäußert hatte, wurde am vergangenen Sonntag die Plenarsitzung des Gipfeltreffens der Gruppe der 77 und China eröffnet. Bolivien begrüßte auf diese Weise die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Der Gipfel sei eine einmalige Gelegenheit, »um Erfahrungen in der Staatsführung und der Umsetzung von Sozialpolitik in den einzelnen Ländern auszutauschen«, erklärte als Gastgeber der bolivianische Staatschef Evo Morales. Für ihn persönlich sei der Umstand, als Präsident pro tempore der G-77 + China zu fungieren, eine große Lehre. »Diese Veranstaltung wird eine weitere Schule sein für alle, die wir in Gewerkschaftskämpfen und sozialen Kämpfen herangewachsen sind«, sagte er.

Zu den ersten Rednern der Sitzung gehörte der kubanische Präsident Raúl Castro Ruz, der dazu aufrief, »diesen 50. Jahrestag der Gruppe der 77 dazu zu nutzen, unsere gemeinsame Verpflichtung zu erneuern, um für den Aufbau einer gerechteren Welt Anstrengungen zu konzertieren und enger zusammenzurücken«. Er bemerkte, dass »sich jetzt die Lücke zwischen dem Norden und dem Süden vertieft. Und eine tiefe Weltwirtschaftskrise, Ergebnis des irreversiblen Niedergangs des Neoliberalismus, der unseren Ländern mit verheerenden Auswirkungen von den wichtigsten Machtzentren auferlegt wurde, hat sich zur längsten und schwierigsten der letzten acht Jahrzehnte entwickelt.«

Castro zeigte sich alarmiert darüber, dass bei Abschluss des vorgesehenen Zeitraums für die Erfüllung der Entwicklungsziele, die auf dem Millenniumsgipfel im Jahr 2000 vereinbart worden waren, immer noch 1,2 Milliarden Menschen auf der Welt in extremer Armut leben werden; jeder achte Mensch leidet an chronischem Hunger; 45 Prozent der Kinder, die sterben, bevor sie das fünfte Lebensjahr vollenden, sterben an Unterernährung; die Auslandsverschuldung hat ein beispielloses Niveau erreicht; und der Klimawandel, verursacht durch irrationale Produktion und Konsum, verschlimmert sich.

Der kubanische Präsident verwies auch auf die Verletzung der Souveränität der Staaten, die Verletzung der Prinzipien des Völkerrechts und die Einführung von Konzepten, mit denen versucht wird, die Einmischung zu legalisieren. Er bekräftigte die Unterstützung Kubas für die Bolivarische Republik Venezuela, gegen die mit den Mitteln der Subversion und Destabilisierung Krieg geführt werde. Ebenso verurteilte er die US-Blockade gegen Kuba, die terroristischen Aktionen und die absurde Aufnahme der Insel in die von den USa geführte Liste der Staaten, die den internationalen Terrorismus fördern.

Nach Beendigung der Rede von Raúl ergriff Evo das Wort und richtete einen Gruß an »den historischen Comandante Fidel, der den Gipfel sicher kontinuierlich über die Medien verfolgt. Von hier aus einen Gruß an den Bruder Fidel, für mich ist er immer noch der solidarischste Mann der Welt«. Er erinnerte an eine Episode mit dem Comandante, als dieser meinte, dass hunderttausend Lateinamerikaner kostenlos an den Augen operiert werden könnten. »Für mich war es, als spräche er von etwas Unmöglichem.« Er sagte dann, dass inzwischen im Rahmen der Mission Milagro allein in Bolivien hunderttausende Menschen operiert wurden. »Deshalb sind Fidel, sein Volk und seine Regierung die Solidarischsten der Welt. Für sie unser Respekt und unsere Bewunderung.«

Im Verlauf der Plenarsitzung bezogen sich mehrere Delegationen ebenfalls auf die Rolle Kubas in der Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Südens. Sie hoben insbesondere den Einsatz der Karibikinsel bei der Befreiung mehrerer afrikanischer Länder hervor und verurteilten die durch die Regierung der Vereinigten Staaten verhängte ungerechte Wirtschaftsblockade.

An den beiden Tagen, an denen der Gipfel tagte, traf sich der kubanische Präsident mit mehreren Führungspersönlichkeiten, die an dem Treffen teilnahmen. So führte er am Sonntag Gespräche mit Ban Ki Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen; mit dem Präsidenten von Sri Lanka, Mahinda Rajapaksa; und mit dem Vizepräsidenten des Iran, Eshagh Jahangiri. Gegen Mittag traf er sich auch mit der Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernández, und am Nachmittag erhielt er den Besuch des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Alle Begegnungen fanden in der Atmosphäre der Herzlichkeit statt, die die Aktivitäten dieses Außerordentlichen Gipfeltreffens der G-77 + China kennzeichnete.

Quelle: Granma Internacional / RedGlobe

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