16 | 12 | 2018

Boliviens Botschafterin Elizabeth SalgueroNach Medienberichten über die Ausbeutung einer Haushaltsangestellten durch eine bolivianische Diplomatin hat die Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien in Deutschland am Mittwoch in einer Pressemitteilung betont, dass »die Ablehnung jeder Form von Diskriminierung und Ausbeutung unserer Bürgerinnen und Bürger am Arbeitsplatz - sowohl auf unserem Staatsgebiet als auch außerhalb- ein zentraler Bestandteil der Politik unserer Regierung« sei. Aus diesem Grunde sei auch den Beschwerden von Antonia R. nachgegangen worden, die über die Organisation »Bang Ying« gegen eine Botschaftsgesandte erhoben und vom Auswärtigen Amt in Berlin an die Botschaft in Berlin weitergeleitet worden seien. Nach Bekanntwerden der Beschwerde habe Botschafterin Elizabeth Salguero Carrillo die Betroffene telefonisch kontaktiert und sie in die Vertretung eingeladen, um ihre Version kennenzulernen. Die Diplomatin betonte, dass es ausdrückliche Politik der bolivianischen Regierung sei, die Rechte aller Bürgerinnen und Bürgern zu schützen. Die Betroffene wurde jedoch nicht vorstellig, und auch per Telefon konnte seither kein Kontakt mehr mit ihr hergestellt werden, bedauert die Botschaft in ihrer Presseinfo.

Esther CorsónIn Bolivien haben die Regierung von Präsident Evo Morales und Vertreter der seit Tagen rebellierenden Polizisten eine Einigung erzielt. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur ABI. Das am frühen Mittwochmorgen unterzeichnete Abkommen beinhaltet demnach zehn Punkte, darunter eine Erhöhung des Mindestlohnes, eine Verdoppelung der Lebensmittelzuteilungen sowie eine erneute Überprüfung der von den Polizisten besonders kritisierten neuen Disziplinarordnung. Boliviens Vizeinnenminister Jorge Pérez äußerte nach den langen Verhandlungen, er hoffe, dass nun Ruhe und Ordnung in das südamerikanische Land zurückkehren. Die Polizei-Unteroffizierin Esther Corsón, die für die rebellierenden Sicherheitskräfte am Verhandlungstisch gesessen hatte, erklärte, das Abkommen sei im Interesse des bolivianischen Volkes getroffen worden, da die Bevölkerung nicht länger ohne den Schutz der Sicherheitskräfte bleiben dürfe.

Polizisten rebellieren in BolivienSeit vergangenem Donnerstag revoltieren in Bolivien mehrere hundert Unteroffiziere der Polizei in verschiedenen Städten; sie fordern in ihrem  Protest  u.a. gerechtere Löhne. Eine Forderung, die von der Regierung grundsätzlich anerkannt wird, während sie seit 2006 von keiner anderen Regierung akzeptiert wurde. Trotzdem, und selbst nachdem eine Übereinkunft  unterschrieben wurde, mit der die Polizeirevolte beendet werden sollte, hat eine  Gruppe von »Polizistenfrauen« unter der Führung von Guadalupe Cárdenas  21 neue Punkte ins Gespräch gebracht. Diese exzessive Maßnahme entlarvt die politischen Hintergründe. Wie Präsident Evo Morales sagte, gibt es den Versuch, die bolivianische Regierung zu destabilisieren.

Kliomagipfel in CochabambaDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den alternativen Klimagipfel in Cochabamba als vollen Erfolg gewertet. »Die große Teilnehmerzahl zeigt das riesige Interesse an der Suche nach gerechten Lösungen für die globale  Klimakrise. Die Ergebnisse bilden wichtige Impulse für unsere weitere Arbeit«, sagte Kerstin Sack vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Die 45.000 Teilnehmer aus 136 Ländern hatten seit Anfang der Woche in 17 Arbeitsgruppen an verschiedenen  Resolutionen zur Rettung der Umwelt und der Stabilisierung des Weltklimas gearbeitet. Die Ergebnisse sollen bei der nächsten UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Mexiko zur Diskussion gestellt werden.

Klimakonferenz in CochabambaAnlässlich des ersten alternativen Klimagipfels in der bolivianischen Stadt Cochabamba fordert das globalisierungskritische Netzwerk Attac die Anerkennung der Klimaschuld der Industrieländer gegenüber den Ländern des Südens. Kerstin Sack vom Attac Koordinierungskreis sagte: »Damit untrennbar verbunden ist die Erkenntnis, dass es ein 'weiter so' nicht geben kann. Die Industrieländer müssen einen tiefgehenden Wandel der Produktions- und Konsummodelle einleiten«.

MAS-Kandidatin Jessica JordanMit einem aufsehenerregenden Coup hat die »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) des bolivianischen Präsidenten Evo Morales Leben in den Wahlkampf für die Regionalwahlen am 4. April in dem südamerikanischen Land gebracht. In dem bislang von der rechten Opposition regierten Departamento Beni, einem Teil des sogenannten »Halbmonds« der reichen Regionen, tritt die frühere »Miss Bolivien« Jessica Jordan für die MAS an. »Wenn sie die Wahl gewinnt, hätten wir in Beni eine großartige Gouverneurin, denn sie kennt die Probleme der Region. Sie ist wirklich eine Kandidatin mit dem Potential, die Wahlen in Beni zu gewinnen«, zeigte sich MAS-Sprecher Jorge Silva überzeugt.

Evo MoralesBoliviens Vizeminister für den Koka-Anbau, Jerónimo Meneses, präsentierte zum Jahresende eine neue Herausforderung seines Landes an die multinationalen Konzerne, und insbesondere an den wichtigsten Produzenten klebriger süßer Getränke. Bolivien produziert nun einen neuen Energy-Drink, dessen Name schon eine Provokationist: »Coca Colla«, was etwa als »Koka-Kette« übersetzt werden kann und tatsächlich Bestandteile der in Bolivien als heilig verehrten Koka-Pflanze enthält.

Evo MoralesMit bis zu 63 Prozent der abgegebenen Stimmen - so Nachwahlbefragungen- ist Boliviens Präsident Evo Morales am Sonntag wiedergewählt worden. Sein stärkster Kontrahent, der rechte Manfred Reyes Villa kam nur auf rund 25 Prozent. Auch der bislang von der rechten Opposition beherrschte Senat wird künftig von der Bewegung zum Sozialismus (MAS) kontrolliert.

ALBA-Gipfel in CochabambaIm bolivianischen Cochabamba ist am Samstag das siebte Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerikas (ALBA) zu Ende gegangen. Boliviens Präsident Evo Morales hatte zu dem Treffen der antiimperialistischen Staatengemeinschaft seine Amtskollegen aus den übrigen acht Mitgliedsstaaten des 2004 auf Initiative von Kuba und Venezuela gegründeten Bündnisses begrüßen können.

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