Donnerstag, 23. März 2017
Solidaritätsanzeige

Ecuador

Rafael CorreaRafael Correa bleibt Präsident von Ecuador. Die ersten inoffiziellen Prognosen des staatlichen Fernsehens Ecuador TV auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen sehen den Amtsinhaber nach den heutigen Präsidentschaftswahlen bei 61 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz liegt mit deutlichem Abstand der Banker Guillermo Lasso mit 21 Prozent. Dritter wurde Lucio Gutiérrez von der Patriotischen Gesellschaft.

Rafael CorreaMit einer Massenkundgebung im Süden der Hauptstadt Quito hat Ecuadors Präsident Rafael Correa am Donnerstag abend (Ortszeit) die Kampagne um seine Wiederwahl offiziell abgeschlossen. In einer kurzen Ansprache würdigte der Staatschef, der am Sonntag für das Bündnis Movimiento PAIS im Amt bestätigt werden möchte, die »Reife« des ecuadorianischen Volkes und erinnerte an die Versuche der Opposition, ihn gewaltsam aus dem Amt zu drängen. »Wir haben keine demokratische Opposition«, kritisierte er. »Wir müssen feststellen, dass sie die Macht nur deshalb nicht usurpiert haben, weil sie es nicht konnten«, sagte er mit Blick auf den am 30. September 2010 gescheiterten Putschversuch. Es sei das Volk gewesen, das damals die Demokratie verteidigt habe.

Che GuevaraChe GuevaraNicht weniger als 28 politische Organisationen aus 14 Ländern Lateinamerikas kamen Ende vergangener Woche in Quito zum Treffen der Arbeitsgruppe des Forums von Sao Paulo zusammen. Der Ort dieser Zusammenkunft des größten Bündnisses linker Parteien und Bewegungen des Kontinents war nicht zufällig gewählt worden: Im Februar wählt Ecuador seinen nächsten Präsidenten, und die Sitzung war auch eine Solidaritätsdemonstration für Amtsinhaber Rafael Correa sowie die auch in anderen Ländern in Angriff genommenen Prozesse zur Befreiung der Völker.

Wahlkampf in ManabíWahlkampf in ManabíEcuadors Präsident Rafael Correa schließt die Möglichkeit nicht aus, dass der US-Geheimdienst CIA für die Zeit vor den am 17. Februar bevorstehenden Präsidentschaftswahlen einen Anschlag auf sein Leben vorbereitet. Präsident Correa verwies auf die jüngsten Anklagen des chilenischen Journalisten Patricio Merym, der Pläne der CIA für einen Angriff auf ihn enthüllt hatte. »Diese Dinge sind glaubwürdig, denn sie sind in Lateinamerika bereits passiert«, unterstrich Correa.

Wahlkampfauftakt von Rafael CorreaWahlkampfauftakt von Rafael CorreaVon den acht Bewerbern, die am 17. Februar für das höchste Staatsamt Ecuadors kandidieren, sehen sich sieben schon in der zweiten Runde, der Stichwahl zwischen den beiden Erstplazierten, sofern keiner der Bewerber bereits in der ersten Runde mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Praktisch alle Umfragen sehen bislang jedoch Amtsinhaber Rafael Correa mit deutlichem Vorsprung in Front. Der Kandidat der Alianza PAIS kann sich auch durchaus Hoffnungen machen, bereits im ersten Wahlgang bestätigt zu werden. Das Institut Perfiles de Opinión etwa prognostizierte ihm am 21. Dezember nicht weniger als 60,6 Prozent, ein Vorsprung von fast 50 Punkten vor dem Zweitplazierten Guillermo Lasso mit 11,2 Prozent. Opinión Pública sah Correa am 1. Dezember bei 51 Prozent, auch hier lag Lasso mit 14 Prozent auf Platz 2.

Indígenas sollen gefördert werdenIndígenas sollen gefördert werden»Auf dem Yasuní-Regenwaldgebiet werden keine neuen Lizenzen zur Erdölförderung vergeben«, betonte heute in Berlin der Botschafter der Republik Ecuador in Deutschland, Jorge Jurado. Am 28. November habe in der ecuadorianischen Hauptstadt zwar die elfte Runde zur Einholung von Unternehmensangeboten zur Erschließung von Erdölvorkommen in den Provinzen Pastaza und Morona Santiago begonnen. Im Nationalpark Yasuní sei jedoch keine neue Förderkonzession zu vergeben, allein die dort seit über zehn Jahren erteilten Lizenzen seien aus Gründen der Rechtssicherheit nicht rückgängig zu machen.

Gründung des ecuadorianischen Vorbereitungskomitees in CuencaGründung des ecuadorianischen Vorbereitungskomitees in CuencaIn Ecuador ist Anfang Dezember das Nationale Vorbereitungskomitee für die Weltfestspiele der Jugend und Studenten gegründet worden, die im Dezember 2013 in dem südamerikanischen Land stattfinden sollen. An dem Treffen in Cuenca nahmen die Kommunistische Jugend JCE, die Sozialistische Jugend JSE, verschiedene Teilorganisationen der Bewegung Alianza País von Präsident Rafael Correa, die Nationale Bauernkoordination Eloy Alfaro und andere Vereinigungen teil.

Rafael CorreaRafael CorreaEcuadors Präsident Rafael Correa geht als klarer Favorit in das Wahljahr 2013. Einer vom lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur zitierten Umfrage des Instituts Perfiles de Opinión zufolge wollen bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Februar 62,8 Prozent der Befragten dem Amtsinhaber ihre Stimme geben. Die übrigen sieben Kandidaten kommen zusammen nicht einmal auf 30 Prozent. Der Vorsprung Correas vor seinem »stärksten« Herausforderer, dem Unternehmer Guillermo Lasso, beträgt demnach derzeit 50 Punkte. Ihn würden 10,7 Prozent der Befragten wählen. Auf dem dritten Platz liegt Expräsident Lucio Gutiérrez mit 4,1 Prozent.

Weltbund der demokratischen JugendWeltbund der demokratischen JugendDie 18. Weltfestspiele der Jugend und Studenten finden 2013 in Ecuador statt. Das entschieden die Mitgliedsorganisationen des Weltbundes der demokratischen Jugend (WBDJ) einstimmig bei einem internationalen Kongress in Quito, der dem 67. Jahrestag der Gründung dieser größten antiimperialistischen Jugendorganisation der Welt gewidmet war. WBDJ-Generalsekretärin Hanoi Sánchez sagte der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina, die Großveranstaltung in Quito werde auch eine Demonstration der Solidarität mit den fortschrittlichen Regierung des Kontinents im Kampf gegen den Neoliberalismus sein.

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