17 | 07 | 2018

Yasuni-ITTDurch im Internet zugängliche Pressemeldungen von Nachrichtenagenturen wie der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) wurde am 2. März dieses Jahres verlautbart, dass die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Frau Ursula Heinen-Esser (CDU), mitgeteilt habe, dass die Regierung von Ecuador das Angebot der Bundesregierung, Finanzmittel für Yasuní direkt an Ecuador zu überweisen, ausgeschlagen hätte.

Trauer um Edwing Pérez ChevezDer Generalseretär der Kommunistischen Jugend Ecuadors (JCE), Edwing Pérez Chevez, ist am Mittwoch in den frühen Morgenstunden den schweren Verletzungen erlegen, die ihm bei einem feigen Anschlag zugefügt worden waren. Pérez war am 25. Oktober mittags von dem angeblichen Jurastudent Neptalí Ramírez alias »Der Skorpion« angegriffen worden, der der Partei des früheren Staatschefs Lucio Gutiérrez, Sociedad Patriótica, nahestehen soll. Auslöser des Überfalls war offenbar, dass es den Linken gelungen war, vor Gericht eine Wiederholung der manipulierten Wahlen im Ecuadorianischen Studentenverband (FEUE) durchzusetzen. Angespannt war die Lage auch durch den gescheiterten Versuch einiger Gruppe um die maoistische MPD, die Universität zur Unterstützung des Putschversuchs vom 30. September zu bewegen.

PCMLE an der Seite der Putschisten in EcuadorDie staatliche ecuadorianische Nachrichtenagentur ANDES hat in der vergangenen Nacht eine Audioaufnahme des Funkverkehrs der meuternden Polizisten während des gescheiterten Putschversuchs veröffentlicht. Während ein unbekannter Sprecher versucht, die Gemüter zu beruhigen (»Wir sind Polizisten, keine Revolutionäre«), heizen andere in ihren Antworten die Stimmung an: »Tötet den Präsidenten!«, »Der Mann kommt hier nicht raus!«, »Bringt ihn um, Feuer frei, erschiesst ihn!, »Bringt den Hurensohn Correa um!« Die Durchsagen belegen, so ANDES, dass die Aufständischen tatsächlich die Absicht hatten, den Staatschef zu ermorden. Zugleich stellte die Agentur ein Video ins Netz, auf dem Übergriffe der Putschisten zu sehen sind. Auch hier sind Parolen zu hören wie »Correa raus oder Krieg!« Damit reagiert die Agentur auf Versuche von Regierungsgegnern, die Ereignisse der vergangenen Woche, bei denen vier Menschen getötet worden waren, kleinzureden.

Stunden nach dem Beschluss des Gesetzes „Ley Orgánica del Servicio Público“, das unter Anderem die Einkommen und Zulagen der öffentlich Bediensteten regelt, wurde von einem Teil des  Polizeiapparats in Ecuador ein Putsch unternommen. Das Gesetz war der Vorwand für Teile der Polizei, des Beamtenapparats und der politischen Opposition in Ecuador um einen seit langem geplanten Sturz der demokratisch gewählten Regierung zu versuchen.

Solidarität mit Rafael CorreaDer Tag nach dem gescheiterten Putschversuch begann in Ecuador in gespannter Ruhe. Rund um den Regierungspalast Carondelet in Quito beschützt ein starkes Militäraufgebot das Gebäude, in der Stadt kehrt allmählich Normalität zurück. Hunderte Unterstützer des Präsidenten Rafael Correa halten sich nach wie vor in der Nähe des Regierungssitzes auf, um im Bedarfsfall wieder aktiv werden zu können.

Rafael Correa auf dem Balkon des Präsidentenpalastes in QuitoDer Putschversuch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Rafael Correa und dessen Befreiung aus dem Polizeikrankenhaus von Quito haben nach Angaben des Roten Kreuzes zwei Menschen das Leben gekostet. 37 weitere wurden verletzt, als Soldaten einer Spezialeinheit den Staatschef inmitten eines Schusswechsels aus dem Krankenhaus befreiten, wo er von den meuternden Polizisten belagert worden war. Insgesamt wurden offenbar 50 Menschen verletzt.

Hugo ChávezDie Aussenminister der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) werden gemeinsam nach Ecuador reisen, um dem rechtmässigen Präsidenten Ecuadors, Rafael Correa, ihre Solidarität zu demonstrieren. Das beschlossen die Präsidenten der Staatengemeinschaft bei einer Sondersitzung in Buenos Aires. Anschliessend verlasen die Aussenminister darüber hinaus eine gemeinsame Erklärung, in der der Putschversuch in Ecuador verurteilt wird.

Rafael CorreaVerfassungstreue Militärs haben den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa aus dem Krankenhaus befreit, in dem er von meuternden Polizisten zwölf Stunden lang belagert worden war. In einem Rollstuhl sitzend und mit einer Gasmaske geschützt wurde der Staatschef umgeben von zahlreichen Angehörigen einer Sondereinsatzgruppe der Streitkräfte aus dem Gebäude gebracht, während zugleich Schüsse fielen. Bei den Gefechten zwischen regierungstreuen Soldaten und den Putschisten wurden offenbar mindestens ein Mensch getötet. Zehntausende Menschen demonstrierten in der Umgebung des Krankenhauses gegen den Putschversuch.

Meuternde Polizei gegen das Volk EcuadorsLetzte Meldung: Meuternde Polizisten eröffnen das Feuer auf die Demonstranten!


Der Putschversuch in Ecuador scheint zu scheitern. Hochrangige Militärs erklärten ihre Loyalität gegenüber der verfassungsmässigen Regierung von Präsident Rafael Correa. Tausende Demonstranten befinden sich Meldungen ecuadorianischer Medien zufolge nur noch einen Häuserblock von dem Krankenhaus in Quito entfernt, in dem sich Correa aufhält. Vor dem Druck der Massen, die ihre Solidarität mit dem Staatschef demonstrieren, weichen die meuternden Polizisten, die bislang das Gebäude belagern, offenbar zurück. Zugleich gibt es Meldungen über Übergriffe der Putschisten gegen die Bevölkerung. Diese erklärt jedoch: »Von hier gehen wir nur mit dem Präsidenten weg!«

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