Donnerstag, 30. März 2017
Solidaritätsanzeige

TeleSur live aus Port-au-PrinceZwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben, das bis zu 300.000 Menschen das Leben kostete, will Haiti offenbar die Konsequenzen aus den seither gemachten Erfahrungen ziehen. Wie der Präsident des bitterarmen Karibikstaates, Michel Martelly, dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur sagte, prüft seine Regierung den Beitritt das Landes als Vollmitglied zur Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA). Seit 2007 hat Haiti bereits einen Beobachterstatus in diesem 2004 auf Initiative Kubas und Venezuelas gegründeten antiimperialistischen Staatenbund. Es sei wichtig, mit den Brudervölkern beim Wiederaufbau seines Landes zusammenzuarbeiten, unterstrich Martelly.



Gegenüber der TeleSur-Korrespondentin Madelein García zeigte sich Martelly zudem überzeugt, dass ein ALBA-Beitritt seines Landes die Beziehungen zu den USA nicht beeinträchtigen werde. Es gehe nicht um eine ideologische Angelegenheit, sondern um den Wiederaufbau eines Landes, so der Staatschef.

Zuvor hatte Martelly bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Port-au-Prince angekündigt, dass in Kürze dank kanadischer Hilfe 20.000 Familien ihre improvisierten Notunterkünfte verlassen und in andere Gegenden umziehen können. Dazu sollen sie 500 US-Dollar als Starthilfe bekommen, auch wenn dies keine endgültige Lösung sei, so Martelly. Auch zwei Jahre nach dem Beben leben noch immer 500.000 Menschen in Zelten oder notdürftig errichteten Behausung, während ein Grossteil der internationalen Hilfe bei Organisationen, Bürokraten und Militärs versickert ist. So hätten die USA und die Vereinten Nationen sich ihre Bemühungen grosszügig bezahlen lassen, berichtet etwa das nordamerikanische Onlinemagazin »Dissident Voices«. Wenig mehr als ein Drittel der Hilfsgelder sei bei den notleidenden Menschen angekommen, so das Portal weiter.

Im Gegensatz dazu will das von Venezuela geführte Energiebündnis Petrocaribe die Hilfe für Haiti ausweiten. Das habe ihm der venezolanische Präsident Hugo Chávez am Dienstag während einer Unterredung am Rande der Amtseinführung von Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega zugesichert, so Martelly.

 

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