Donnerstag, 30. März 2017
Solidaritätsanzeige

Haitis Kinder brauchen Hilfe, keine SoldatenDie US-Besatzungstruppen in Haiti lassen ihre humanitäre Maske fallen. Die US-Luftwaffe hat seit Mittwoch den Transport schwerverletzter Haitianer eingestellt, um nicht für die Behandlungskosten der Opfer des verheerenden Erdbebens vom 12. Januar aufkommen zu müssen. Gegenüber haitianischen Medien bestätigten US-Armeesprecher heute, man könne keine weiteren Opfer transportieren, weil die Finanzierung nicht geklärt sei.

In Krankenhäusern des US-Bundesstaates Florida waren bis dahin rund 500 Opfer behandelt worden. Daraufhin bat Floridas Gouverneur Charlie Crist und Bundeshilfen, da andere Regionen der USA eine geringere Zahl von Patienten betreuten. Als die Hilfe ausblieb, wurden die Transporte eingestellt.

Der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur kritisiert diese Situation: »US-Präsident Barack Obama hat versprochen, Haiti mit 100 Millionen Dollar zu helfen. Die Einstellung der medizinischen Hilfsflüge aus 'Geldmangel' steht in Kontrast zu den Ausgaben für die Entsendung und Unterhaltung von mehr als 13.000 Soldaten in dem Karibikstaat.«

18 haitianische Nichtregierungsorganisationen haben in dieser Situation die Militarisierung Haitis durch die USA kritisiert und konstruktive humanitäre Hilfe für das verwüstete Land gefordert. »Die humanitäre Hilfe ist angesichts der Ausmaße der Katatstrophe heute unverzichtbar, aber sie muss konstruktiv sein und sich durch eine andere Sicht auf den Wiederaufbau ausdrücken«, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Verbände.


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