Sonntag, 23. April 2017
Solidaritätsanzeige

Honduras

Frauen im Widerstand gegen die PutschistenFrauenorganisationen in Honduras haben in einem Bericht mehr als 400 Übergriffe durch das Putschistenregime gegenüber Frauen seit dem Staatsstreich vom 28. Juni dokumentiert. In dem Dokument, das der Interamerikanischen Menschenrechtskommission übergeben wurde, führen die Frauenorganisationen detailliert zahlreiche Fälle von Menschenrechtsverletzungen auf, angefangen bei Beschimpfungen und Drohungen über Schläge, willkürliche Entlassungen und sexuelle Gewalt gegen Frauen. Zwei Frauen starben in Folge der Übergriffe von Polizei und Militär gegen die Demonstrationen der Widerstandsbewegung.

Der Widerstand geht weiterFrühestens am Dienstag wird es ein Ende der durch den Putsch vom 28. Juni ausgelösten Krise in Honduras geben. Früher will der Sekretär des Kongresses, Ramón Velásquez, das durch die Unterhändler des rechtmäßigen Präsidenten, Manuel Zelaya, und der Putschisten ausgehandelte Abkommen nicht dem honduranischen Parlament zur Ratifizierung übergeben. Als es am Tag des Staatsstreiches darum gegangen war, dem Putsch einen scheinbare Legitimität zu verleihen, brauchten die Abgeordneten nur zwei Stunden, um sich zu einer Sondersitzung zu versammeln.

Tegucigalpa. Die Nationale Widerstandsfront gegen den Staatsstreich erklärt gegenüber der Bevölkerung von Honduras und der internationalen Gemeinschaft angesichts der bevorstehenden Unterzeichnung der Verhandlungsvereinbarung zwischen den Vertretern des legitimen Präsidenten Manuel Zelaya Rosales und den Vertretern des De-facto-Regimes:

Widerstand in Honduras bleibt auf der StraßeDer rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, und der seit dem Putsch vom 28. Juni herrschende Diktator Roberto Micheletti haben das honduranische Parlament aufgerufen, in einer Sondersitzung das zwischen beiden Seiten geschlossene Abkommen zu ratifizieren und Zelaya wieder in sein Amt einzusetzen. Micheletti lehnte einen sofortigen Rücktritt jedoch ab. Er halte es für seine "Pflicht", den Posten nicht zu räumen, solange der Kongress keine Entscheidung getroffen habe.

Verhandlungsdelegationen in TegucigalpaRoberto Micheletti, der am 28. Juni an die Macht geputschte Diktator von Honduras, ist offenbar bereit, die Regierung wieder an den rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya zurückzugeben. In einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des zentralamerikanischen Landes ausgestrahlten Erklärung sagte Micheletti, er habe die Unterzeichnung eines Abkommens autorisiert, auf das sich offenbar die Verhandlungsdelegationen der Putschisten und der verfassungsmäßigen Regierung geeinigt haben. Die Wiedereinsetzung Zelayas solle durch das Parlament beschlossen werden, nachdem der Oberste Gerichtshof zuvor einen entsprechenden Beschluß gefasst hat.

Parteiführung der UDMit der Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Amtsblatt, der »Gaceta Oficial«, hat das Regime der Putschisten heute die Suspendierung der Grundrechte in Honduras aufgehoben, Wochen nachdem die Aufhebung des Ausnahmezustandes von Putschistenchef Roberto Micheletti angekündigt worden war. Kurz darauf konnte auch der von den Putschisten am 28. September geschlossene Rundfunksender Radio Globo seinen Sendebetrieb wieder aufnehmen, wenn auch unter Bedingungen der »Selbstzensur«, wie der Journalist David Romero mitteilte.

Jairo SánchezDie Herrschaft der Putschisten hat in Honduras ein weiteres Menschenleben gefordert. Nach 24 Tagen Ringens um sein Leben ist der Vorsitzende der Gewerkschaft des Instituts für Berufsausbildung (SITRAINFOP), Jairo Sánchez, seinen Verletzungen erlegen, die ihm Polizei und Militär am 23. September zugefügt hatten, als sie mit Waffengewalt gegen einen friedlichen Demonstrationszug der Widerstandsbewegung vorgegangen waren. Die Soldaten hatten dem Gewerkschafter direkt in das Gesicht geschossen.

Repression in Honduras geht weiterDiktator Micheletti will von einer Einigung nichts wissen. Der »Präsident« des Putschistenregimes in Honduras hat Berichte dementiert, wonach seine Delegation bei den Verhandlungen mit den Vertretern des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya zu einer Einigung gekommen sei. Zuvor hatte Victor Meza als Mitglied von Zelayas Delegation erklärt, beide Seiten seien in dem entscheidenden Punkt - der Frage der Wiedereinsetzung Zelayas in sein Amt - zu einer Einigung gekommen. Micheletti erklärte nun, es sei nach wie vor umstritten, ob die Frage einer Rückkehr Zelayas in sein Amt vom Parlament oder vom Obersten Gerichtshof entschieden werden müsse. Beide Institutionen werden von den Putschisten kontrolliert.

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