23 | 09 | 2018

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ordnete am 10. Januar den Rückzug seiner Delegation von den Friedensverhandlungen mit der Guerrillaorganisation ELN an. Nach dem Auslaufen des bilateralen Waffenstillstands gab es einen Anschlag auf eine Öl-Pipeline im Departement Casanare, daraufhin kündigte Santos den sofortigen Abzug des Chefunterhändlers Gustavo Bell an. Die nun eigentlich anstehende fünfte Runde der Friedensverhandlungen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito wird somit bis auf Weiteres ausgesetzt.

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ELNWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine Erklärung der Delegation der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) Kolumbiens bei den Friedensgesprächen mit der Regierung, die in Ecuadors Hauptstadt Quito stattfinden:

1. Der für 101 Tage vereinbarte bilaterale, zeitweilige und nationale Waffenstillstand endete gestern um Mitternacht. Sein Ziel, die humanitäre Lage für die Bevölkerung zu verbessern, wurde aufgrund der Haltung des Regimes nur teilweise erreicht. Unsererseits haben wir die Ziele der Feuerpause eingehalten.

FARC neuDie FARC erinnert zum 100. Jahrestag in einem Kommuniqué an die Oktoberrevolution und grüßen dazu die Kommunistische Partei und das russische Volk:

Aus Kolumbien, der neuen politischen Partei, FARC, Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes, entstanden aus dem Friedensabkommen von Havanna, unterzeichnet zwischen der kolumbianischen Regierung im Namen des Staates und der Guerillabewegung Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes, bekommt die Kommunistische Partei und die Menschen in Russland unsere Glückwünsche zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution oder bolschewistischen Revolution, wie sie bei uns bekannt ist.

FARCAus Kolumbien, der neuen politischen Partei, FARC, Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes, entstanden aus dem Friedensabkommen von Havanna, unterzeichnet zwischen der kolumbianischen Regierung im Namen des Staates und der Guerillabewegung Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes, bekommt die Kommunistische Partei und die Menschen in Russland unsere Glückwünsche zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution oder bolschewistischen Revolution, wie sie bei uns bekannt ist.

Solidarität mit ANNCOLAus Anlass des Internationalen Antikriegstages am gestrigen Freitag, 1. September, hat das Augsburger Hans-Beimler-Zentrum eine Solidaritätskampagne für die alternative kolumbianische Nachrichtenagentur ANNCOL gestartet. Das Onlineportal wurde wiederholt zum Ziel von Hackerangriffen und anderen Sabotageakten, doch gerade in der jetzigen Zeit sind linke, für den Friedensprozess eintretende Medien in Kolumbien so wichtig wie nie zuvor.

Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut des Aufrufs und unterstützen den Appell.

FARC neuZum Abschluss ihres Kongresses in Bogotá haben die bisherigen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) eine neue Führung gewählt sowie den neuen Namen und das neue Symbol der nun legalen Partei beschlossen. Die bisherige Guerilla nennt sich künftig »Revolutionäre Alternative Kraft des Volkes« (Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común) und behält somit das historische Kürzel FARC. Das Parteisymbol ist eine rote Rose in deren Zentrum ein roter Stern zu erkennen ist, begleitet vom Schriftzug FARC in grüner Farbe.

FARC-EPIn Bogotá ist am Sonntag der Gründungskongress der Partei eröffnet worden, die künftig an die Stelle der Guerillaorganisation FARC-EP (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes) treten soll. Die rund 1000 Delegierten beraten in dieser Woche über Programm, Statuten und Namen der neuen Partei. Am Freitag sollen die Ergebnisse im Rahmen einer Großkundgebung auf der Plaza Bolívar im Bogotá vorgestellt werden.

Wir dokumentieren nachstehend die Eröffnungsansprache des obersten FARC-Comandante Timoleón Jiménez.

Genossen,

wenn wir uns in diesem Kongress versammeln, mit dem Ziel eine neue politische Partei zu gründen, die das kolumbianische Volk präsentiert, machen wir einen großen Schritt in der Geschichte der Volkskämpfe in Kolumbien.

Der Generaldirektor der kolumbianischen Einwanderungsbehörde, Christian Krüger, hat dementiert, dass es einen »massiven Exodus« aus Venezuela gebe. Nach Medienberichten über eine massive Zunahme der Ausreisen von Venezolanern nach Kolumbien verlangte er, keinen »falschen Alarm« auszulösen.

farc logo170Das negative Bild über die Umsetzung der Vereinbarung zum Friedensvertrag mit der FARC-EP seitens der kolumbianischen Regierung bestätigt sich laut einer Studie der beiden Organisationen Fundación Paz y Reconciliación und Iniciativa Unión por la Paz. In dem Bericht tauchen die Schlagwörter und Begriffe wie Nichteinhaltung, systematische Tötungen, Mangel an politischen Engagement, institutionelle Schwäche, taktisches Verhalten im Wahlkampf und schließlich die Notwendigkeit, das Modell der Wiedereingliederung der Guerilla zu überdenken.

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