17 | 08 | 2018

„Bedauerlicherweise ist der Hunger in Lateinamerika und der Karibik noch ein beträchtliches Problem, unter dem über 40 Millionen Menschen leiden“ sagte am Mittwoch in Havanna der stellvertretende Direktor der FAO Julio A. Berdegué.

In dieser Region litten außerdem Hunderttausende Kinder an chronischer Mangelernährung, antwortete er auf eine Frage von Prensa Latina, nachdem er das Zentrum für Bienenforschung (Ciapi) besucht und dessen Arbeit kennengelernt hatte.

Kuba habe schon seit einiger Zeit diese Problematik überwunden und sehe sich jetzt anderen Herausforderungen ausgesetzt, sagte Berdegué, der anmerkte, dass aber für andere Ländern der Region der Kampf gegen den Hunger und die Ausrottung der Armut noch ein wichtiger Punkt der Agenda darstelle.

Als Beispiel führte er an, dass die Hälfte der Landbevölkerung unter Bedingungen der Armut lebe und 37 Millionen mit extremer Armut zu kämpfen hätten.

Der FAO Beamte sagte außerdem, dass der Umweltfaktor jeden Tag eine größere Rolle spiele. In den nächsten 50 Jahren sei es notwendig, die Nahrungsmittelproduktion um 75% zu steigern. „Wenn wir weiterhin so mit der Umwelt umgehen, werden wir den Planeten sprengen, das Wasser kontaminieren, die Böden, die Wälder und die Biodiversität zerstören“, fuhr er fort.

„Wir müssen Nahrung produzieren, die weniger die Umwelt beeinträchtigt“, sagte er und hob hervor, dass Kuba jahrzehntelang führend bei der Kooperation Süd-Süd mitgearbeitet habe und nicht nur wegen seines Engagements an sich sondern auch wegen der Qualität seiner Mitarbeit.

„Kuba“, so betonte er, „ weist eine bedeutende Entwicklung bei Themen wie Wissenschaft und Technologie auf, die entscheidend sind, wenn man der Problematik der Nahrungsmittelsicherheit, derNachhaltigkeit der Umwelt bei der Ernährung und der Landwirschaft begegnen will.

Wir hoffen, dass die Kapazitäten, die dieses Land über die Jahre hindurch durch seine Arbeit aufgebaut hat, um sie in den Dienst andere Länder zu stellen, uns zugute kommen und auch dass wir Kuba dabei helfen, Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen aus anderen Teilen der Welt zu bekommen.“

Er erwähnte als ein wichtiges Projekt der Süd-Süd Zusammenarbeit dasjenige, das sich mit Krankheiten von Schweinen in der Dominikanischen Republik und Haiti befasst und das aus der wissenschaftlichen und technischen Grundlage Kubas auf diesem Gebiet seinen Nutzen ziehen kann.

Quelle:

Granma Internacional


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