21 | 07 | 2019

Es war Januar 1959. Nur 22 Tage waren seit dem revolutionären Sieg vergangen, als Fidel Castro auf seiner ersten Auslandsreise nach Caracas kam. Von seinem Aufenthalt dort erinnert man sich, wegen seiner vollständigen Gültigkeit, an das, was er damals sagte: „Ich möchte, dass das Konzept des Vaterlandes einen größeren Geltungsbereich hat, dass wir, wenn wir Vaterland sagen, uns auf das große Amerika beziehen, das aus unseren kleinen Vaterländern besteht.“

Später betonte er vor etwa 100.000 Menschen, die ihm zujubelten: „Die Zeit Amerikas, die der Gerechtigkeit, ist gekommen. Der Geist der Volksrevolution reitet auf Amerikas Boden.“

Diese Worte, die einer Prophezeiung glichen, hatten Fidel schon lange vorher konzipiert, an der Spitze der Rebellen in der Sierra Maestra und auch schon in seiner Studentenzeit.

Auf diesem Weg in Richtung der Einheit Lateinamerikas unterzeichneten der Revolutionsführer und der venezolanische Präsidenten Hugo Chávez am 14. Dezember 2004 in Havanna die Gemeinsame Erklärung zur Gründung der Bolivarischen Alternative für Amerika (ALBA).

Es wurde ein Mechanismus geboren, der uns die Größe dieser beiden Führer gezeigt hat, sie uns zeigt und auch in Zukunft zeigen wird.

Knapp fünf Jahre nach seiner Gründung schrieb der Führer der Kubanischen Revolution in einer Reflexion am 19. Oktober 2009: „Die ALBA, die von der Bolivarischen Republik Venezuela und Kuba geschaffen wurde und von den Ideen von Bolívar und Martí als Beispiel revolutionärer Solidarität inspiriert wurde, hat gezeigt, wie viel in nur fünf Jahren friedlicher Zusammenarbeit getan werden kann.“

Fidel konzipierte die ALBA als Instrument zur Entwicklung von Grundlagen der gegenseitigen Zusammenarbeit und zur politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ergänzung der Länder Lateinamerikas und der Karibik.

Zu den sichtbarsten und humanistischsten Früchten gehört die Entsendung medizinischer Missionen an die entlegen Orte in mehreren Ländern, um genetische Krankheiten zu erkennen und ein Behandlungsprogramm für Behinderte zu entwickeln, in der überwiegenden Mehrheit der Fälle Menschen aus bescheidenen Verhältnissen und verlassenen Familien ohne Zugang zu Ärzten oder Medikamenten.

Die Operation Milagro (Wunder), die Millionen von Menschen mit geringem Einkommen kostenlos ihr Sehvermögen zurückgegeben hat, sowie die Beseitigung des Analphabetismus in Venezuela, Bolivien, Nicaragua und Ecuador durch die in Kuba entwickelte und in mehrere Sprachen übersetzte Methode „Yo sí puedo“ (Ich kann es) sind die größten sozialen Erfolge der regionalen Integration der ALBA.

Am 20. August 2005 sagte der Comandante en Jefe beim Studienabschluss der ersten Ärzte der Lateinamerikanischen Medizinschule im Karl-Marx-Theater: „Was ich gesagt habe, ist wenig gegenüber der kolossalen Bewegung der Ausbildung von Avantgarde-Ärzten, die Venezuela und Kuba im Licht der bolivarischen ALBA durchführen. Auf diese Weise und im Einklang mit der von Präsident Hugo Chávez konzipierten Mission Barrio Adentro absolvieren derzeit 22.043 venezolanische Abiturienten in den 7.898 Praxen von Barrio Adentro vorbereitende Kurse in enger Zusammenarbeit mit den venezolanischen Ministerien für Hochschulbildung und für Öffentliche Gesundheit. Am 3. Oktober beginnt für sie das erste Studienjahr des Medizinstudiums. In nur zehn Jahren werden 40.000 Ärzte ihre Ausbildung abgeschlossen haben.“

Die Organisation, die in den ersten Jahren von vier Ländern (Kuba, Venezuela, Bolivien und Nicaragua) gebildet wurde, hatte mit dem Eintritt von Ecuador ein fünftes Mitglied, einem Land, dessen gegenwärtige Regierung 2018 die ALBA verließ.

In diesem Integrationsprozess ausgehend von der Bolivarischen Allianz entstanden wichtige Mechanismen der Zusammenarbeit wie 2005 Petrocaribe. die Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) im Jahr 2007 und die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac) im Jahr 2011.

All diese Bereiche der Abstimmung und der Einheit sind, wie Armeegeneral Raúl Castro am 5. März 2017 auf dem 14. ALBA-Gipfel in Caracas sagte, die wichtigste Aufgabe jeder wirklichen Revolution.

ALBA-TCP: 14 JAHRE ERFOLGE

- Dank der Mission Milagro haben mehr als fünf Millionen Menschen in dreißig Ländern ihr Sehvermögen wiedererlangt.

- Während des ersten Jahrzehnts des Mechanismus haben rund 24.000 Ärzte für Allgemeinmedizin aus Lateinamerika und der Karibik dank der von ALBA-TCP entwickelten Programme ihren Abschluss gemacht.

- Bis 2014 sind fünf Millionen Menschen in 18 Ländern unserer Region dank der Methode „Yi sí puedo“ alphabetisiert worden.

- Obwohl es sich bei ALBA und Petrocaribe um zwei unterschiedliche Mechanismen handelt, haben sie dieselbe integrierende Vision, weshalb die Länder der Region dank Petrocaribe auf stabile Kraftstoffversorgung zu solidarischen Preisen und Zahlungsformen zählen konnten.

- Die Länder des Blockes trugen - unabhängig voneinander - wesentlich zur Schaffung der Telesur-Kette als Raum für den Kampf gegen die hegemonialen Informationsströme bei.

- Es wurden verschiedene klinische und genetische Studien mit Menschen mit Behinderungen in mehreren Ländern des Blocks durchgeführt.

- Angesichts der Naturereignisse haben die ALBA-Länder ihre Solidarität gezeigt, wobei das venezolanische Petrocasas-Programm hervorsticht.

Quelle:

Granma Internacional


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