Donnerstag, 30. März 2017
Solidaritätsanzeige

Grafik: ONPEPeru bleibt offenbar ein Rückfall in die Fujimori-Herrschaft erspart. Wie die Nationale Wahlbehörde (ONPE) in Lima nach Auszählung von gut der Hälfte der Stimmen mitteilte, liegt Pedro Pablo Kuczynski mit 50,59 Prozent der Stimmen knapp vor Keiko Fujimori, die demnach auf 49,41 Prozent kommt. Keiko ist die Tochter von Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis zu seinem Sturz 2000 regiert und ab 1992 diktatorisch beherrscht hatte. Sie selbst übte in dieser Zeit die Rolle einer »First Lady« aus. Alberto Fujimori verbüßt seit 2007 eine 25-jährige Gefängnisstrafe wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen. Trotzdem hatte Keiko die Umfragen über Monate mit deutlichem Abstand angeführt und galt auch vor der Stichwahl als Favoritin.

Perus Linke hatte sich im ersten Wahlgang um die Kandidatin der Frente Amplio, Verónika Mendoza, gesammelt. Diese verpasste knapp den Einzug in die Stichwahl und rief am Sonntag dazu auf, durch die Wahl Kuczynskis einen Erfolg Fujimoris zu verhindern. Gegenüber dem staatlichen Rundfunk RPP betonte sie am Sonntag jedoch, dass sie auch in Opposition zu »PPK« stehen und dessen Regierungspolitik nicht unterstützen werde.

Quelle: RPP / RedGlobe

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