Donnerstag, 30. März 2017
Solidaritätsanzeige

Peru

Orhan Akman. Foto: UNI Global UnionOrhan Akman. Foto: UNI Global UnionDie peruanische Regierung hat den für dieses Land Verantwortlichen der internationalen Dienstleistungsgewerkschaft UNI Américas, den deutschen Gewerkschafter Orhan Akman, aus dem Land ausgewiesen und seine Wiedereinreise untersagt. UNI Global Union, der Zusammenschluss der Dienstleistungsgewerkschaften aus aller Welt mit 900 angeschlossenen Verbänden – unter ihnen die deutsche ver.di – und mehr als 20 Millionen Mitgliedern, verurteilte diesen Schritt der peruanischen Administration als Verletzung der individuellen und kollektiven Rechte Akmans und der Gewerkschaften.

Ollanta Humala gewinnt die WahlOllanta Humala gewinnt die WahlOllanta Humala ist der nächste Präsident Perus. Nach Auszählung von mehr als 81 Prozent der Stimmen liegt der Kandidat des Bündnisses »Gana Perú« (Peru gewinnt) knapp aber klar in Führung vor seiner Kontrahentin Keiko Fujimori. Auf Humala entfielen demnach 50,706 Prozent, Fujimori erreichte 49,294 Prozent. Erste Nachwahlbefragungen hatten Humala sogar bei mehr als 51 Prozent gesehen, und auch parallele Auszählungen einer Bürgervereinigung ergaben einen deutlicheren Vorsprung des Chefs der Peruanischen Nationalistischen Partei.

Wahlkampf für Ollanta HumalaWahlkampf für Ollanta HumalaPeru steht vor einem Wandel. Bei der Stichwahl um die peruanische Präsidentschaft am heutigen Sonntag hat der Kandidat des Bündnisses Gana Perú (Peru gewinnt), Ollanta Humala, Nachwahlbefragungen zufolge 52,6 Prozent der Stimmen erreicht. Das teilte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos Apoyo mit. Seine Kontrahentin Keiko Fujimori kam demnach auf 47,4 Prozent.

Ollanta HumalaOllanta HumalaIn Peru ist der Linksnationalist Ollanta Humala als Sieger aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen hervorgegangen. Nach Auszählung von gut 64 Prozent der Stimmen liegt der Politiker mit etwas über 28 Prozent der Stimmen mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz. Unklar ist jedoch, mit wem er sich in der Stichwahl messen muss, die am 5. Juni stattfinden soll. Auf dem zweiten Platz liegt momentan Keiko Fujimori, Tochter des derzeit unter anderem wegen Korruption inhaftierten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori. Sie liegt mit 22,488 Prozent jedoch nur hauchdünn vor Pedro Pablo Kuczynski, der momentan auf 22,285 Prozent der Stimmen kommt. Die peruanische Wahlbehörde warnte bereits, dass es bis zu einer Woche dauern könnte, das Ergebnis hunderprozentig sicher zu haben.

Alberto PizangoAlberto PizangoKurz nach seiner Rückkehr aus dem politischen Asyl in Nicaragua, wo er elf Monate verbracht hatte, hat Alberto Pizango, Präsident von Perus größter Indigenen-Organisation AIDESEP, das französische Erdölunternehmen Perenco scharf kritisiert, weil es die Existenz unkontaktierter indigener Gruppen in einem entlegenen Teil des peruanischen Amazonasgebiets bestreitet. Das Erdölunternehmen plant dort eine Pipeline zu bauen, um Vorkommen von schätzungsweise 300 Mio. Barrel Rohöl auszubeuten.

Pipeline bedroht Indigene im RegenwaldPipeline bedroht Indigene im RegenwaldDas englisch-französische Ölunternehmen Perenco will im peruanischen Amazonas-Regenwald eine Pipeline legen, über die schätzungsweise 300 Millionen Barrel Öl abtransportiert werden sollen. Diese Pipeline bedeutet jedoch eine tödliche Gefahr für die in dieser Region isoliert lebenden indigenen Völker, auf die der Konzern keine Rücksicht nehmen will. In einem Bericht Perencos zu den möglichen sozialen und ökologischen Auswirkungen der Pipeline, die kürzlich auf der Internetseite des peruanischen Energieministeriums veröffentlicht wurde, werden die Indigenen nicht erwähnt, obwohl sie durch den Kontakt mit Mitarbeitern von Perenco erheblichen Schaden nehmen könnten. Es wird auch nicht auf die Tatsache eingegangen, dass die Pipeline durch ein geplantes Reservat der unkontaktierten Indigenen verlaufen würde.

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