Freitag, 24. März 2017
Solidaritätsanzeige
Die 34 am Amerika-Gipfel in Trinidad und Tobago teilnehmenden Staatschefs haben das Treffen am heutigen Sonntag mit der Unterzeichnung der Abschlußerklärung offiziell abgeschlossen, Die Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Alternative (ALBA) und Ecuador blieben bei ihrer Ablehnung des Dokuments und unterzeichneten es nicht und auch Argentinien und Brasilien unterschrieben nur »unter Vorbehalt«. Trotzdem würdigte der Premierminister von Trinidad und Tobago, Patrick Manning, das Verhalten der Gipfelteilnehmer als ein Beispiel für Kooperation.

Auch Ecuadors Präsident Rafael Correa würdigte den »offenen, ehrlichen und freundschaftlichen Dialog zwischen den Amerikas« als das wichtigste Ergebnis des Gipfels. Es habe die »irrelevante« Abschlußerklärung weit übertroffen.

Venezuelas Präsident Hugo Chávez nutzte das Treffen, um die Bildung einer Arbeitsgruppe aller Staaten anzuregen, die eine energiepolitische Strategie ausarbeiten solle. »Wir brauchen eine wirkliche Energierevolution«, sagte Chávez. Dabei müssten auch die USA helfen, während Venezuela angesichts seines Erdölreichtums bereit sei, ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen.

Angesichts der harmonischen Stimmung und nach einer kurzen Begegnung von Chávez und US-Außenministerin Hillary Clinton am Rande des Gipfels ist auch eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Venezuela und den USA in greifbare Nähe gerückt. Venezuela hatte seinen Botschafter aus Washington im vergangenen September abberufen, nachdem die US-Botschaft in Bolivien in den versuchten Sturz des dortigen Präsidenten Evo Morales verwickelt gewesen war. Nun hat Chávez den gegenwärtigen venezolanischen Botschafter bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Roy Chaderton, als neuen Vertreter in Washington vorgeschlagen. Es fehle nur noch die Zustimmung der US-Administration. Zugleich warnte Chávez Obama jedoch, Botschafter oder Diplomaten dürften nicht weiter oppositionelle Bewegungen finanzieren, die versuchten ihn zu stürzen.

Trotz aller Harmonie blieb die Frage des Verhältnisses zu Cuba ein Knackpunkt des Treffens. Während Obama konkrete Aussagen zu diesem Thema vermied. betonte Evo Morales, dies müsse der letzte Gipfel gewesen sein, an dem Kuba nicht habe teilnehmen dürfen. Noch einen Schritt weiter ging Chávez und schlug unter Beifall vor, das nächste Gipfeltreffen gleich in Havanna durchzuführen: »Wir alle hier lieben Kuba, wir alle sind Freunde Kubas und wir hoffen, dass die USA dies auch sein werden«.
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