23 | 10 | 2018

Yankees raus!US-Außenminister Rex Tillerson hat am Donnerstag in Texas die Armee Venezuelas zum Aufstand gegen Präsident Nicolás Maduro aufgerufen. Vor Beginn einer Reise durch mehrere Staaten Lateinamerikas erklärte er in der Universität von Austin, »das einfachste« wäre ein Rücktritt Maduros: »Ich bin sicher, dass er Freunde in Kuba hat, die ihm ein gutes Haus am Strand geben können und er dort ein gutes Leben führen kann«, so Tillerson. Zugleich spekulierte er jedoch über eine Revolte der Streitkräfte gegen die gewählte Regierung: »In der Geschichte Venezuelas und anderer Länder Südamerikas ist die Armee oft der Motor der Veränderungen, wenn die Dinge schlecht stehen und die die Führung den Menschen nicht dienen kann.«

Tillerson: In the history of Venezuela and in fact the history in other Latin American and South American countries, oftentimes it’s the military that handles that, that when things are so bad that the military leadership realizes they just – they can’t serve the citizens anymore, they will manage a peaceful transition. Whether that will be the case here or not, I do not know. Again, our position is Maduro should get back to his constitution and follow it. And then, if he is not re-elected by the people, so be it. And if the kitchen gets a little too hot for him, I’m sure that he’s got some friends over in Cuba that can give him a nice hacienda on the beach, and he can have a nice life over there.
Quelle: state.gov

Zugleich versicherte Tillerson, dass ein Regierungswechsel in Venezuela nicht von der US-Administration betrieben werde. »Aber wir werben für eine Rückkehr zur Verfassung«, so der US-Außenminister. »Wir werden weiter Druck auf das Regime ausüben, damit es zur Demokratie zurückkehrt, die Venezuela in der Vergangenheit zu einem großen Land gemacht hat.«

Die venezolanische Regierung regierte nicht sofort auf die Drohungen aus Texas. Außenminister Jorge Arreaza prangerte bei einem Besuch in Havanna jedoch die Feindseligkeit der US-Administration gegenüber Venezuela und Kuba an. Beide Länder seien »im Auge des Imperialismus«, sagte der Diplomat bei der Ankunft in Havanna, der ersten Station einer Rundreise durch mehrere Länder der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA). In ausdrücklicher Anspielung auf Lenin sagte Arreaza, der US-Imperialismus gehe unter Trump »in ein höheres Stadium über«. Es gehe darum, gemeinsame Strategien gegen die imperialistische Bedrohung zu entwickeln.

Quellen: BBC, Außenministerium Kuba / RedGlobe

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

on air

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.