13 | 12 | 2018

Nicolás Maduro am Freitag in Caracas. Foto: RedGlobeNicolás Maduro am Freitag in Caracas. Foto: RedGlobeVenezuela bereitet sich auf eine Wahl vor, die es nach dem Willen der USA und der Europäischen Union gar nicht hätte geben dürfen. Am Sonntag, 20. Mai, wählen die Menschen in dem südamerikanischen Land ihren künftigen Präsidenten. Zur Wahl stehen neben Amtsinhaber Nicolás Maduro drei weitere Kandidaten.

Wichtigster Herausforderer ist der von mehreren Oppositionsparteien unterstützte Henri Falcón. Ein zweistelliges Ergebnis scheint auch für den evangelikalen Kandidaten Javier Bertucci möglich zu sein, während der sich als linke Alternative zu Maduro präsentierende Reinaldo Quijada unter ferner liefen rangieren wird. Ursprünglich hatte es noch einen fünften Kandidaten gegeben, doch Luis Ratti zog seine Bewerbung Anfang Mai zugunsten Falcóns zurück.

Die extreme Rechte Venezuelas ruft allerdings zum Boykott der Wahlen auf und hat dafür Unterstützung bei den Regierungen in Nordamerika und EU-Europa gewonnen. Diese wollen das Ergebnis der Wahlen nicht anerkennen und behaupten, dass es sich nicht um einen transparenten und demokratischen Urnengang handeln würde. Belege für diese Unterstellungen gibt es praktisch nicht.

Am Freitag kritisierte der frühere spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero dieses Verhalten insbesondere der EU als "irrational". Selbst die schlechteste Wahl sei besser als gar keine, betonte der sozialdemokratische Politiker. Zudem hätten ihm Oppositionspolitiker bestätigt, dass die Regeln dieser Wahl die selben seien wie die bei den Parlamentswahlen im Dezember 2015, die von den Oppositionsparteien gewonnen wurde.

In Caracas ist von den Boykottaufrufen der Rechten allerdings wenig zu spüren. Sichtbar ist ein mit Plakaten und Wandbildern geführter Wahlkampf zwischen den verschiedenen Parteien. Ansonsten herrscht Alltag - der für die Einwohner der Millionenmetropole durch die Hyperinflation kompliziert genug ist. Von gewaltsamen Protesten wie im vergangenen Jahr ist aber nichts zu sehen.

Amtsinhaber Maduro zog am Freitag in Caracas eine positive Bilanz des Wahlkampfs. Nicht nur seine eigene Kampagne, mit der er bei Kundgebungen in allen Teilen des Landes insgesamt fünf Millionen Menschen erreicht habe, sondern auch die Werbeveranstaltungen seiner Konkurrenten seien Massenvernatsaltungen gewesen. Er hoffe deshalb auf eine besonders große Wahlbeteiligung. Wie auch immer die Wahl ausgehe, er werde das Ergebnis anerkennen, betonte Maduro.

Rund 150 Wahlbegleiter aus allen Kontinenten beobachten den Urnengang, um sich vom sauberen Verlauf der Wahl zu überzeugen. Sie werden am Montag einen Bericht vorlegen, in dem sie auch aufgetauchte Probleme benennen werden.

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