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Gewaltsame Proteste in VenezuelaBei gewaltsamen Ausschreitungen von Oppositionellen sind in Mérida neun Polizisten verletzt und zwei personen getötet worden, darunter ein linker Schüler, der in der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) aktiv war. Die Rechten hatten gegen die Abschaltung des Fernsehkanals RCTV in den Kabelnetzen des Landes protestiert. Diese war durch die zuständige Behörde Conatel angeordnet worden, nachdem der Sender wiederholt gesetzliche Vorgaben missachtet hatte.

Wie Venezuelas Innenminister Tareck El Aissami informierte, befand sich der 14jährige  Yorsiñio José Carrillo Torres in einer Gruppe von Jugendlichen, die friedlich ihre Unterstützung für die Massnahmen gegen RCTV demonstriert hatten. Nicht identifizierte Personen attackierten die Jugendlichen und gaben Schüsse ab, von denen der Junge tödlich getroffen wurde. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Stunden später fiel auch der Medizinstudent Marcos Rosales einem Überfall zum Opfer.

Die Kabelnetzbetreiber in Venezuela haben sieben Fernsehkanäle vorübergehend gesperrt, weil sie wiederholt gesetzliche Bestimmungen verletzt haben. Regierungssprecher warfen speziell »RCTV Internacional« vor, Jugendschutzbestimmungen des Gesetzes über die soziale Verantwortung in Radio und Fernsehen missachtet zu haben. Ausserdem weigerte sich der Kanal, das zentrale Signal zu übernehmen, wenn die Regierung die Zusammenschaltung aller Rundfunksender des Landes anordnet.

Conatel-Chef Diosdado Cabello erklärte, RCTV könne seinen Betrieb wieder aufnehmen, sobald sich die Betreiber bei der Behörde registriert hätten. Anschliessend werde der Sender vier Monate lang überwacht, um zu sehen, ob er die gesetzlichen Bestimmungen nun einhält.

Sprecher von TV Chile, das ebenfalls von den Massnahmen betroffen war, erklärten unterdessen ihre Bereitschaft, ihren Betrieb an die gesetzlichen Bestimmungen Venezuelas anzupassen, um den Sendebetrieb im Rahmen des venezolanischen Rechts wieder aufnehmen zu können.

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