19 | 11 | 2018

Venezuelas Präsident Hugo ChávezVenezuela hat alle diplomatischen Kontakte zu Kolumbien abgebrochen, seine Botschaft in Bogotá geschlossen und den Diplomaten des Nachbarlandes 72 Stunden Zeit gegeben, ihre Koffer zu packen und nach Hause zu fahren. Die venezolanischen Truppen an der Grenze wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Diesem Schritt vorausgegangen war am Donnerstag eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington, bei der Bogotá Fotos und andere Dokumente präsentierte, die beweisen sollten, daß kolumbianische Guerilleros der FARC und der ELN in Venezuela Unterschlupf gefunden hätten. Kolumbiens OAS-Botschafter Luis Hoyos verstieg sich bei der Sondersitzung dazu, von 1500 Guerrilleros und Dutzenden Rebellenlagern in Venezuela zu sprechen. Venezuelas Botschafter Roy Chaderton wies dies zurück und erklärte, die angeblichen Beweise seien wertlos und lediglich ein Vorwand, um eine Intervention Kolumbiens in seinem Land zu rechtfertigen.

Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro kündigte an, das Land werde auch weitere Maßnahmen prüfen, »um die Würde unserer Nation zu schützen«. Dazu gehörten Entscheidungen im Bereich der Handelsbeziehungen und des Luftverkehrs, so der oberste Diplomat des Landes. Zugleich bat Venezuela die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) um die Einberufung einer Sondersitzung, um dort über die Aggressionen Kolumbiens zu beraten. Vor dem Hintergrund der Einrichtung von US-Militärbasen in Kolumbien schaffe die gegenwärtige Krise eine Bühne für eine »gefährliche Eskalation«, warnte das Ministerium.

UNASUR-Generalsekretär Néstor Kirchner, der frühere Präsident Argentiniens, diskutierte die Krise zwischen Venezuela und Kolumbien bereits mit dem derzeitigen Vorsitzenden der Staatengemeinschaft, Ecuadors Präsident Rafael Correa, sowie mit Brasiliens Staatschef Lula da Silva. Die Staatsmänner hätten vereinbart, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Krise zu überwinden, meldete die argentinische Agentur Telam.

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