Am 13. Mai 2019 sagte der herausragende spanische Intellektuelle Ignacio Ramonet nach einer langen Unterhaltung mit dem Präsidenten der Bolivarischen Republik Nicolás Maduro in seinem Büro im Miraflores Palast: „In Venezuela ist die Macht nicht zusammengebrochen, hat nicht gewankt, ja weist noch nicht einmal Risse auf. Kein Minister hat Nicolás Maduro im Stich gelassen, kein General ist mit seiner Truppe desertiert. Keine Fissur war groß genug, um die zivil-militärische Einheit zu spalten. Das ist die Realität Venezuelas und das wahre Venezuela.“

Nicolás Maduro, von Anfang an als bescheidener Kampfgefährte von Hugo Chávez bei der Verwirklichung des Traums dabei, das Vaterland Bolívars von der Armut und der Ungleichheit zu befreien, die das Ergebnis der aufeinanderfolgenden Regierungen war, die gegen die Interessen ihres eigenen Landes handelten, versprach drei Tage nach dem Tod des bolivarischen Führers vor dessen Grab, in treuer Verbundenheit zum Ideal des verstorbenen Präsidenten den Weg fortzusetzen: „Die Träume von Chávez werden weiter unsere Träume sein“.

Das Leben im „realen Venezuela“, auf das sich Ramonet im Mai bezog, hat immer mehr die Richtigkeit der Entscheidung von Chávez bewiesen, dass wenn es nicht möglich wäre, seine Amtszeit als Präsident der Republik zu vollenden, er Nicolás Maduro als denjenigen vorschlage, der das Werk der Revolution fortsetzen soll.

„Wenn etwas geschieht, das es mir unmöglich macht, das Präsidentenamt der Bolivarischen Republik Venezuela weiter auszuüben, soll Nicolás Maduro nicht nur in dieser Situation, wie es die Verfassung vorsieht, die Amtszeit beenden, sondern es ist meine feste, unumstößliche, absolute und totale Überzeugung, dass in diesem Szenario, das dazu verpflichtet Neuwahlen auszurufen, ihr Nicolás Maduro wählen werdet“, sagte Chávez.

Maduro, der jüngst vom Nachrichtensender Al-Mayadeen zur Persönlichkeit des Jahres 2019 ernannt wurde, weil er die palästinensische Sache verteidigt und die israelische Besetzung anklagt, hat das revolutionäre Werk von Chávez würdig fortgesetzt. Die Art und Weise wie er unter schwierigsten Bedingungen gehandelt hat, beweist, dass Hugo Chávez Recht hatte, ihn auszuwählen. Er ist ein würdiger Führer seines Volkes gewesen, der auch unter barbarischstem Druck mit Bedacht handelte, der Kapitän eines Schiffes, der nach den Berechnungen der imperialen Kreise und ihrer Verbündeten vor dem Ansturm einer Aggression, die alle Methoden und Ressourcen zur Verfügung hatte, längst Schiffbruch hätte erleiden müssen.

In dem Ignacio Ramonet am 1. Januar gewährten Interview, in dem Maduro eine Bilanz des Jahres 2019 zog sowie einen soziopolitischen und wirtschaftlichen Ausblick auf das Jahr2020 gab, erkannte der venezolanische Staatschef die mit dem Tisch des Nationalen Dialogs erreichten Fortschritte an, die dank der Vereinbarungen zwischen Regierung und Opposition erreicht wurden.

„Am Tisch des nationalen Dialogs mit wichtigen Sektoren der Opposition haben wir Schritte unternommen, um alle außerordentlichen Garantien für die Wahlen zu erarbeiten“, sagte er.

„Der extremistische Sektor, dem die Vereinigten Staaten die Macht übertragen haben, der extremistische Guaido- Sektor wird schon von vorneherein bei seinem Versuch isoliert werden, die Parlamentswahlen zu sabotieren“, erklärte er gegenüber Ramonet.

Und er versicherte: „Ich kann jetzt schon sagen, dass die Kräfte der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas und der Block Vaterland, der Bolivarische Kongress der Völker und der Gran Polo Patriótico, dass wir einen großen Sieg erringen und die Nationalversammlung wiedergewinnen werden.

Wir haben ein wirkliches Projekt für das Land, das die Legitimität und die Unterstützung des wahren Volkes hat“, sagte der Staatschef.

Auf die illegale von den USA aufgezwungene Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade eingehend, hob Maduro die wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Widerstands hervor, die unternommen wurden, „Wir werden arbeiten, wir sind auf dem Weg zu wirtschaftlicher Stabilität und wirtschaftlichem Wachstum aus“, fügte er hinzu.

„Wir mussten die Staatsausgaben selbst regulieren, und den letzten Dollar, den wir einnahmen, zum Kauf von Medizin, Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Verbrauchsgütern verwenden (…). die Wirtschaft begann sich selbst zu regulieren, ein großer Teil der Waren, die importiert und verkauft wurden, liefen über den Petrodollar des Staates“, sagte Maduro.

Der Präsident betonte, dass trotz der illegalen Wirtschaftssanktionen die Revolution die Sozialprogramme nicht beiseite schieben werde. „76 % des Staatshaushalts für das Jahr 2020 fallen auf die sozialen Investitionen (…) unser Modell der Missionen hat 3 Millionen Wohnungen garantiert.“

Auf die Einbeziehung des Petro in die venezolanische Wirtschaft eingehend, bekräftigte Maduro, dass man die Kryptowährung stärken werde. „Wir werden das venezolanische Erdöl in Petro verkaufen, wir sind bereits dabei Eisen und Stahl in Venezuela in Petro zu verkaufen und wir haben Verträge für den Verkauf von Erdöl, Stahl, Aluminium unterzeichnet und wir werden einen Teil der Goldproduktion in Petro verkaufen“, betonte er.

Er bestätigte den demokratischen Charakter des Landes und wies im Hinblick auf die Parlamentswahlen daraufhin, dass alle politischen Strömungen die Garantie hätten, daran teilzunehmen. „Alle politischen Kräfte der Opposition und deren Basis, ihre regionalen Führer, die gewählt wurden, sind bereit, an den Wahlen zur Nationalversammlung teilzunehmen“, fügte er hinzu.

Im Kontext

  • Der Präsident Venezuelas Nicolás Maduro sagte laut Telesur am Sonntag im Rahmen der Eröffnung des Baseball Stadions Fórum La Guaira, dass die Wahl des neue Vorstands der Nationalversammlung im Rahmen der Verfassung und mit allen Sicherheitsvorkehrungen in Übereinstimmung mit den Behörden und den politischen Führern, sowohl denen der Regierungsparteien als auch denen der Opposition, vonstatten gegangen sei.
  • „ Wie in der Verfassung festgelegt ist, wurde am 5. Januar der neuen Vorstand der Nationalversammlung für die Periode 2020-2021 gewählt, der vom Abgeordneten der Opposition Luis Parra der Partei Primero Justicia angeführt wird“, sagte Präsident Maduro.
  • Die Parlamentarier sprachen sich gegen Guaidó aus, der draußen vor der Nationalversammlung blieb, weil er die Parlamentspräsidentschaft als sein persönliches Projekt betrachtet habe, sich zu bereichern und sie klagten ihn der Korruption an.
  • „Ich sage es Pompeo und Abrams, wie werden sie es Trump erklären, dass man die Wahlen in der Nationalversammlung verloren hat? Ein weiteres Scheitern der Gringos in Venezuela“, sagte Präsident Maduro.

Quelle:

Granma Internacional