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Arbeitsminister Oswaldo Vera mit Arbeitern. Foto: Correo del OrinocoVenezuelas Regierung hat mit der Verstaatlichung auf die Schließung des US-Sanitärmittelkonzerns Kimberly Clark reagiert. Nachdem das US-Unternehmen am Wochenende mitgeteilt hatte, den im Bundesstaat Aragua gelegenen Betrieb zu schließen, übernahmen am Montag die willkürlich entlassenen Arbeiter den Betrieb. Arbeitsminister Oswaldo Vera bestätigte die »Besetzung« des Unternehmens, um die dort entstandene Situation zu bereinigen. Er stützte sich dabei auf das Arbeitsgesetz, die das Ministerium verpflichtet, für eine Wiederaufnahme der Arbeiten zu sorgen, wenn die Produktion in einem Betrieb in betrügerischer oder illegaler Weise eingestellt wurde.

»Das Unternehmen hat seine Tätigkeit eingestellt, ohne sich Gedanken um die Familien zu machen. Wir haben von der Regierung den Befehl erhalten, die Arbeiter zu beschützen«, betonte Vera. Die Arbeiter werden sich mit Ministeriumsvertreter beraten, welche Rohstoffe geliefert werden müssen, damit der Betrieb seine Aufgabe erfüllen kann. Kimberly Clar produzierte bisher unter anderem Toilettenpapier und Windeln, die in den Supermärkten Venezuelas seit Monaten knapp sind.

Unklar ist, ob die Nationalisierung des Unternehmens ein Kurswechsel der Regierung darstellt. Als der Lebensmittelkonzern Polar im Mai seinen Betrieb einstellte, sahen Präsident Nicolás Maduro und die zuständigen Minister wochenlang zu, ohne Maßnahmen zu ergreifen. Vor wenigen Tagen hatte zudem Freddy Bernal, Führungsmitglied der Regierungspartei PSUV und verantwortlich für die Lokalen Komitees für Produktion und Versorgung (CLAP), die früheren Enteignungen als »Fehler« bezeichnet, die betroffenen Unternehmen seien bereits ihren früheren Eigentümern zurückgegeben worden.

Quellen: Correo del Orinoco, Globovisión / RedGlobe

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