24 | 05 | 2018

VenezuelaIn Venezuela haben die Regierungsgegner ihre für Donnerstag geplante Demonstration zum Präsidentenpalast Miraflores abgesagt. Parlamentspräsident Henry Ramos Allup verkündete die Entscheidung, mit der man auf eine entsprechende Bitte der venezolanischen Bischofskonferenz, von Kardinal Jorge Urosa und dem Vatikan reagiert habe. »Wir glauben, dass es angemessen ist, dieser Bitte zu entsprechen, um jeden Zusammenstoß, jede Konfrontation und die Verschmutzung dieses Prozesses zu verhindern, den wir den Beginn des Dialogs genannt haben«, so Allup.

Der Aufmarsch der Opposition zum Präsidentenpalast im Zentrum der Hauptstadt Caracas hatte das offizielle Ziel, dem Staatschef die Forderung nach seinem Amtsverzicht zu überbringen. Zugleich weckte der Plan jedoch auch böse Erinnerungen an den 11. April 2002. Damals hatte die Führung der Opposition einen Protestzug nach Miraflores umgelenkt. Dort warteten Heckenschützen auf die Menge, die das Feuer eröffneten. Dieses Massaker diente reaktionären Militärs als Vorwand für ihren Putsch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez. Der Staatsstreich scheiterte jedoch innerhalb von 48 Stunden durch einen Volksaufstand und das Eingreifen verfasssungstreuer Teile des Militärs.

Am Sonntag hatten die Regierung und die Opposition Gespräche aufgenommen, die durch den Vatikan vermittelt worden waren. Auch US-Vizeaußenminister Thomas Shannon hält sich zu Gesprächen in Venezuela auf.

Quelle: TeleSur / RedGlobe

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