13 | 12 | 2018
Erst vier Tage nach der verheerenden Gasexplosion in der Erdölraffinerie von Amuay ist es den Löschmannschaften am Dienstag gelungen, das Feuer vollständig zu löschen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Vertreter der venezolanischen Regierung vor Ort. Ener­gieminister Rafael Ramírez, der auch Präsident des Erdölkonzerns PDVSA ist, kündigte die Gründung einer Sonderkommission ein, die die Ursachen für das Unglück untersuchen soll. Auch die venezolanische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Während sich die venezolanische Regierung auf die Versorgung der Verletzten und die Beseitigung der Schäden konzentriert, ist in dem südamerikanischen Land ein brutaler Medienkrieg entfesselt worden. Ohne die Untersuchungen abzuwarten, machen die von der Opposition kontrollierten Me

Rauchwolken über der zerstörten RaffinerieNach mehrtägigen Löscharbeiten ist das Feuer in den Tanks der am vergangenen Sonnabend explodierten venezolanischen Erdölraffinerie Amuay vollständig gelöscht worden. Das bestätigten Sprecher des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA gegenüber dem Fernsehsender VTV. Die Feuerwehrleute blieben jedoch in Bereitschaft, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Erdölminister Rafael Ramírez sagte, es beginne nun der Prozess des Abkühlens der vier Tanks, die in Brand geraten waren.

Gasexplosion in AmuayBei einer Gasexplosion in der größten Raffinerie Venezuelas in Amuay (Punto Fijo, Bundesstaat Falcón) sind am Samstag morgen 39 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Zunächst war von 26 Opfern ausgegangen worden, doch Vizepräsident Elías Jaua gab am späten Samstag abend (Ortszeit) die höhere Zahl bekannt. 18 Opfer seien Angehörige der Nationalgarde gewesen, viele weitere deren Angehörige, die sich in den nahegelegenen Unterkünften aufgehalten hätten.

Wie Erdölminister Rafael Ramírez dem staatlichen Fernsehen VTV sagte, habe die Detonation Feuer in zwei Tanks verursacht und nahegelegene Häuser zum Einsturz gebracht. Inzwischen sei die Lage wieder unter Kontrolle, die Raffinerie könne ihre Arbeit »innerhalb von maximal zwei Tagen« wieder aufnehmen. Energieknappheit sei im Land nicht zu befürchten, da Venezuela über genügend Reserven verfüge. Präsident Hugo Chávez verhängte eine dreitägige Staatstrauer und ordnete eine eingehende Untersuchung der Ursachen an.

Krieg der Umfragen

ver.diver.diDie Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Berlin ist die erste diplomatische Vertretung in Deutschland mit einem Betriebsrat. Von den 18 lokalen Angestellten der Botschaft gehören inzwischen 15 der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di an. Auf Initiative der Betriebsgruppe wurde dort nun auch die Interessenvertretung der nicht diplomatischen Beschäftigten, deren Arbeitsverträge nach den deutschen Gesetzen sind, gewählt. Mit 90 Prozent der Wahlberechtigten war die Beteiligung an der Abstimmung sehr hoch. »Mit Blick auf die Verabschiedung des neuen Organgesetzes für Arbeit in Venezuela, welches am 7. Mai 2012 in Caracas verabschiedet wurde, konnte mit sehr viel Engagement und eigener Überzeugung die Betriebsratswahl eingeleitet und umgesetzt werden«, zeigte sich die zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin Katja Boll hocherfreut.

Oben links auf dem StimmzettelOben links auf dem StimmzettelDie Mehrheit der Venezolanerinnen und Venezolaner wird am 7. Oktober oben links wählen. Das ergibt sich aus den aktuellen Umfragewerten sowie aus dem Wahlzettel, den die Fernsehsendung La Iguana am Donnerstag vorgestellt hat. Die offiziellen Muster wird der Nationale Wahlrat (CNE) ab dem 16. August verbreiten, damit sich die Wählerinnen und Wähler mit dem Aussehen des Stimmzettels vertraut machen können.

Klarer Favorit: Hugo ChávezKlarer Favorit: Hugo ChávezKnapp zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela bleibt Amtsinhaber Hugo Chávez grosser Favorit. Einer am Mittwoch vom regierungsnahen Meinungsforschungsinstitut GIS-XXI veröffentlichten Umfrage zufolge, würden 56 Prozent der Venezolanerinnen und Venezolaner für Chávez stimmen, wenn die Wahlen bereits jetzt wären. Auf den wichtigsten Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski entfielen demnach 29 Prozent. Elf Prozent äußerten sich noch unentschieden, während vier Prozent für einen anderen Kandidaten stimmen oder gar nicht wählen wollen. Als Fehlermarge gab das Institut zwei Prozent an.

Natürlich wurde auch zusammen musiziert. Foto: BotschaftNatürlich wurde auch zusammen musiziert. Foto: BotschaftIn den Räumen der venezolanischen Botschaft in Berlin sind am gestrigen Mittwoch abend Musiker aus Venezuela und Kuba zusammengekommen, um über ihre Arbeit zu diskutieren. Bekannteste Teilnehmer waren die Jungs der venezolanischen Gruppe »Dame Pa' Matala«, die sich blendend mit den in der deutschen Hauptstadt lebenden Künstlern von »Cuba Feeling«, »Sonido 3« und »Trio Palmera« verstanden. Zentrales Thema der Gespräche war, wie die diplomatische Vertretung in einer Pressemitteilung informierte, die Lage, in der sich lateinamerikanische Musiker in einem kapitalistischen Land wie Deutschland befinden.

Hugo ChávezHugo ChávezDie Aufnahme Venezuelas als Vollmitglied in den Gemeinsamen Markt des Südens (MERCOSUR) ist eine politische Niederlage für die US-Diplomatie, deren Ziel es um jeden Preis ist, Venezuela und seine sozialistische Revolution in der Region zu isolieren. Mit allen Mitteln bis hin zum Staatsstreich hat das Weiße Haus versucht, den bevorstehenden Beitritt der Bolivarischen Republik in diesen Integrationsmechanismus zu verhindern.

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