20 | 10 | 2018

Hugo ChávezMit einem Feuerwerk und dem traditionellen Wecksignal, der "Toque de Diana", hat in den frühen Morgenstunden in Venezuela die Wahl zur neuen Nationalversammlung begonnen. 17,5 Millionen Menschen sind aufgerufen, die Abgeordneten für die venezolanische Legislative sowie für das Lateinamerikanische Parlament (Parlatino) zu bestimmen. Letzten Umfrage zufolge kann das Bündnis aus der Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) und kleineren Organisationen mit der absoluten Mehrheit der Stimmen rechnen. Unklar blieb, ob dies auch zur Verteidigung der Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament reichen würde.

Wahlplakat der Kommunistischen Partei VenezuelasAm 26. September stellt Venezuela die Weichen für die unmittelbare Zukunft der Bolivarischen Revolution. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung entscheidet sich, ob die Unterstützer des Präsidenten Hugo Chávez ihre bisherige Mehrheit im Parlament verteidigen können, oder ob die rechte Opposition in die Lage kommt, wichtige Projekte künftig zu blockieren. Einen Fehler werden die Regierungsgegner jedenfalls nicht wiederholen: bei der letzten Wahl 2005 hatten sie die Abstimmung blockiert und damit dem bolivarischen Lager eine haushohe Mehrheit beschert.

Hugo Chávez übergibt jungen Ärzten ihre AbschlusszeugnisseVenezuelas Präsident hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach er an Krebs erkrankt sei. Diese seien durch eine Kolumne des Journalisten Manuel Isidro Molina in der rechten Tageszeitung "La Razón" hervorgerufen. Dieser hatte unter Berufung auf anonyme "vertrauenswürdige Quellen" behauptet, Hugo Chávez leide an Nasennebenhöhlenkrebs.

Mit dem »Ersten nationalen Sportturnier der revolutionären Jugend Venezuelas« mobilisiert das Nationale Vorbereitungskomitee des südamerikanischen Landes am heutigen Sonnabend für die 17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen im Dezember 2010 in Südafrika. Die Veranstaltung findet in der Parroquia Antimano in der Hauptstadt Caracas und soll die politische Übereinstimmung der linken Jugendverbände mit dem sportlichen Wettstreit verbinden. Zu den Disziplinen gehören Kickball und Softball (mit dem Baseball verwandte Mannschaftssportarten), Fussball, Volleyball, Basketabll, Tischtennis und Schach, informierte der Präsident des Vorbereitungskomitees, Héctor Rodríguez.

Hugo ChávezAn historischer Stätte wollen der neue kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos und Venezuelas Präsident Hugo Chávez heute die Spannungen zwischen beiden Länden beseitigen und den Weg zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen frei machen. Um 12.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ) soll im kolumbianischen Santa Marta das erste Treffen beider Politiker nach dem Amtsantritt Santos' am vergangenen Sonnabend stattfinden. Der Ort ist sicherlich nicht zufällig gewählt worden, denn hier war 1830 der Befreier Südamerikas, Simón Bolívar, verstorben.

Es ist kaum zu glauben wie die Medien über den derzeitigen Konflikt in Südamerika zwischen Venezuela und Kolumbien berichten. Die NZZ schreibt zum Beispiel "Nach Drohgebärden von Venezuelas Staatschef Chávez: Kolumbien bemüht sich um Entspannung" Das Problem dabei ist, dass der Streit zwischen den beiden Ländern von Kolumbien ausgelöst wurde.

Hugo ChávezVenezuelas Präsident Hugo Chávez hat kurzfristig seine Teilnahme an dem derzeit laufenden bilateralen Gipfeltreffen in Kuba abgesagt. Damit kann er auch nicht, wie eigentlich vorgesehen, heute als Hauptredner bei der Festveranstaltung zum Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 teilnehmen, die in Santa Clara stattfindet. Bei einer Veranstaltung der von ihm geführten Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) teilte er seine Entscheidung mit Verweis auf die gegenwärtige Krise mit Kolumbien mit: »Nachdem wir eine Reihe von Geheimdiensteinschätzungen ausgewertet haben, die wir auf verschiedenen Wegen erhalten haben, muß ich sagen, dass eine bewaffnete Aggression gegen Venezuela von kolumbianischem Territorium aus derzeit eine größere Wahrscheinlichkeit hat als je zuvor.« Im Falle eines Angriffs auf Venezuela, der vom »Yankee-Imperium« vorangetrieben werde, werde Venezuela die Erdöllieferungen an die USA einstellen, »selbst wenn wir Steine essen müßten«.

Venezuelas Präsident Hugo ChávezVenezuela hat alle diplomatischen Kontakte zu Kolumbien abgebrochen, seine Botschaft in Bogotá geschlossen und den Diplomaten des Nachbarlandes 72 Stunden Zeit gegeben, ihre Koffer zu packen und nach Hause zu fahren. Die venezolanischen Truppen an der Grenze wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Diesem Schritt vorausgegangen war am Donnerstag eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington, bei der Bogotá Fotos und andere Dokumente präsentierte, die beweisen sollten, daß kolumbianische Guerilleros der FARC und der ELN in Venezuela Unterschlupf gefunden hätten. Kolumbiens OAS-Botschafter Luis Hoyos verstieg sich bei der Sondersitzung dazu, von 1500 Guerrilleros und Dutzenden Rebellenlagern in Venezuela zu sprechen. Venezuelas Botschafter Roy Chaderton wies dies zurück und erklärte, die angeblichen Beweise seien wertlos und lediglich ein Vorwand, um eine Intervention Kolumbiens in seinem Land zu rechtfertigen.

Chávez Abarca, streng bewacht bei der AbschiebungVenezuela hat heute den am vergangenen Freitag auf dem internationalen Flughafen Maiquetía verhafteten Terroristen Francisco Chávez Abarca an Kuba ausgeliefert. Wie die staatliche Venezolanische Nachrichtenagentur (AVN) meldet, wurde der Terrorist von Maiquetía aus auf den Weg zu der Insel geschickt. Anwesend waren dabei Innen- und Justizminister Tareck El Aissami und Außenminister Nicolás Maduro. Chávez Abarca war vom venezolanischen Geheimdienst SEBIN entdeckt worden, als er versuchte, mit einem gefälschten guatemaltekischen Pass nach Venezuela einzureisen. Zunächst behauptete er, sich als »Tourist« in Venezuela aufzuhalten, gestand dann aber, dass er eine Reihe von Attentaten auf Abgeordnete der venezolanischen Nationalversammlung geplant zu haben.

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