21 | 07 | 2018

Haitis Kinder brauchen Hilfe, keine SoldatenDie US-Besatzungstruppen in Haiti lassen ihre humanitäre Maske fallen. Die US-Luftwaffe hat seit Mittwoch den Transport schwerverletzter Haitianer eingestellt, um nicht für die Behandlungskosten der Opfer des verheerenden Erdbebens vom 12. Januar aufkommen zu müssen. Gegenüber haitianischen Medien bestätigten US-Armeesprecher heute, man könne keine weiteren Opfer transportieren, weil die Finanzierung nicht geklärt sei.

Manuel Zelaya in Santo DomingoTausende Menschen haben gestern am Flughafen der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa den vor sieben Monaten gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya verabschiedet. Dieser hatte die brasilianische Botschaft in Honduras verlassen, nachdem ihm der gestern in sein Amt eingeführte neue Staatschef von Putschisten Gnaden, Porfirio Lobo, freies Geleit zugesichert hatte. In Begleitung des dominikanischen Präsidenten Leonel Fernández reiste Zelaya, dessen reguläre Amtszeit ebenfalls gestern geendet hatte, als Ehrengast in die Dominikanische Republik.

Das Ministerium der Volksmacht für Auswärtige Angelegenheiten weist die Einmischung durch falsche Erklärungen seitens des Sprechers des Ministeriums für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten der Französischen Republik, Bernard Valero, im Zusammenhang mit der von der Nationalen Kommission für Telekommunikation (Conatel) getroffenen Maßnahme bezüglich des Abonnementfernsehens auf das Entschiedenste zurück.

Heike Hänsel»Die Bundesregierung darf die durch illegitime Wahlen ins Amt gekommene Regierung in Honduras nicht anerkennen«, fordert die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel anlässlich der Amtsübernahme des konservativen Politikers Porfirio Lobo am heutigen Tag. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion erklärt weiter: »Die Wahlen Ende November fanden unter illegitimen Bedingungen des Putschregimes statt. Sie waren überschattet von Einschüchterungen und Gewalt. Zahlen zur Wahlbeteiligung wurden manipuliert. Laut verschiedener Menschenrechtsorganisationen hat es unter dem Putschregime von Micheletti seit Juni letzten Jahres mehr als zwei Dutzend Tote gegeben und insgesamt 4200 Menschenrechtsverletzungen. In einem Klima der Gewalt und Einschüchterung sind freie Wahlen nicht gewährleistet.«

Protest in TegucigalpaDeutsche Nichtregierungsorganisationen und Solidaritätsgruppen haben heute bei einer Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, sich eindeutig für Menschenrechte und Demokratie in Honduras einzusetzen. »Wer jetzt zum business as usual übergeht und die Sanktionen aufhebt, trägt dazu bei, dass die seit dem Putsch begangenen Menschenrechtsverletzungen straffrei bleiben«, mahnte Martin Wolpold-Bosien von FIAN als Sprecher des Aktionsbündnisses.

Gewaltsame Proteste in VenezuelaBei gewaltsamen Ausschreitungen von Oppositionellen sind in Mérida neun Polizisten verletzt und zwei personen getötet worden, darunter ein linker Schüler, der in der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) aktiv war. Die Rechten hatten gegen die Abschaltung des Fernsehkanals RCTV in den Kabelnetzen des Landes protestiert. Diese war durch die zuständige Behörde Conatel angeordnet worden, nachdem der Sender wiederholt gesetzliche Vorgaben missachtet hatte.

Cuba hilft HaitiCuba hilft HaitiDie Botschaft des Königreichs Norwegen in Cuba und das cubanische Ministerium für Außenhandel und Auslandsinvestition (MINCEX) haben am Abend des 22. Januar einen Vertrag unterzeichnet, in dem das europäische Land 5 Millionen norwegische Kronen (ca. 885.000 Dollar) als Soforthilfe für Haiti zur Verfügung stellt. Damit soll die wichtige Arbeit unterstützt werden, die cubanische Ärzte in diesem Land leisten. Der Fonds ist bestimmt für den Erwerb von Medikamenten und medizinischem Material und für deren Verschickung an die Medizinische Brigade Cubas in Haiti, die aus mehr als 400 Ärzten und anderem Fachpersonal aus dem Gesundheitsbereich besteht. Zusammen mit den 247 jungen Haitianern, die mit den Cubanern zusammenarbeiten, besteht die Brigade aus 663 Mitarbeitern.

Haiti braucht HilfeHaiti braucht HilfeEin schweres Nachbeben der Stärke 6,1 hat in den heutigen Morgenstunden die Situation in Haiti weiter verschlechtert. Reporter des lateinamerikanischen Fernsehsenders TeleSur berichteten, dass weitere Gebäude nach dem erneuten Erdstoß zusammengestürzt seien. Ob das erneute Beben weitere Opfer gefordert hat, war noch nicht bekannt.

»Angesichts der neuen Lage ist notwendiger denn je, dass alle Länder sich mit dem haitianischen Volk solidarisieren und ihm jede humanitäre Hilfe leisten, die es benötigt«, schreibt der Sonderkorrespondent der venezolanischen Agentur ABN, Howard Yanes, in einem aktuellen Lagebericht aus dem Karibikstaat.

Brasilianische Fischer gegen ThyssenKruppBrasilianische Fischer gegen ThyssenKruppBrasilianische Fischer protestieren seit 2007 gegen ein hauptsächlich von ThyssenKrupp finanziertes Stahlwerk bei Rio de Janeiro. Jetzt tragen sie ihren Protest direkt auf die Hauptversammlung des Konzerns am 21. Januar in Bochum. »Wir wollen, dass ThyssenKrupp ökologische und soziale Schäden, die das Stahlwerk angerichtet hat, wiedergutmacht«, fordert Luis Carlos Oliveira. »Das Unternehmen muss in Brasilien nach den gleichen ökologischen, technischen und sozialen Standards wie in Deutschland arbeiten. Die 8.000 Fischer in der Bucht von Sepetiba wollen wieder ihrer Arbeit nachgehen.«

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.