14 | 08 | 2018
Vor Tausenden von Menschen hat Nicaraguas Präsident Daniel Ortega sein Land heute für ein vom Analphabetismus befreites Gebiet erklären können. Wie die UNESCO bestätigt, ist es der sandinistischen Regierung des mittelamerikanischen Landes mit Unterstützung der anderen Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA), vor allem Cuba und Venezuela, gelungen, die Rate der Erwachsenen, die nicht Lesen und Schreiben können, von 21 auf 3,56 Prozent zu senken. Bei einem Wert von unter vier Prozent spricht die UN-Organisation für Bildung davon, dass der Analphabetismus als Problem beseitigt ist.

In Ecuador hat Präsident Rafael Correa die Bildung von »Komitees zur Verteidigung der Revolution« angekündigt, die »nicht nur die Regierung« verteidigen, sondern auch im Dienst der Meinungsfreiheit und der Bürgerrechte stehen sollen. »Ohne Organisation, Kultur und Mobilisierung des Volkes könnte hier das selbe passieren wie in Honduras, wo trotz der riesigen Popularität des Präsidenten Manuel Zelaya ein "Goriletti" kommt und einen Putsch macht«, warnte Correa, der am vergangenen Montag für eine neue Amtszeit vereidigt worden war.

Der Begriff Nation ist aus der Summe solcher gemeinsamer Elemente wie der Geschichte, der Sprache, der Kultur, der Gebräuche, der Gesetze, der Institutionen und anderer, mit dem materiellen und geistigen Leben zusammenhängender Faktoren der menschlichen Gemeinschaften entstanden.  

Die Völker jenes Amerika, um deren Freiheit Bolívar die großen Heldentaten vollbrachte, welche ihn zu El Libertador (Befreier) machten, wurden von ihm dazu aufgerufen zu schaffen, was er als „die größte Nation der Welt, und das weniger aufgrund ihrer Ausdehnung und Reichtümer, als aufgrund ihrer Freiheit und ihres Ruhmes“ bezeichnete.

Der von der extremen Rechten der Vereinigten Staaten – welche in Mittelamerika die von Bush geschaffene Struktur aufrecht erhalten hat – und vom State Department geförderte Putsch in Honduras hat sich aufgrund des energischen Widerstands der Bevölkerung nachteilig entwickelt.

Das kriminelle Abenteuer, das einstimmig von der Weltöffentlichkeit und den internationalen Organisationen verurteilt wurde, konnte sich nicht halten.

Die Zusammenkunft in Costa Rica brachte keinen Frieden und konnte nicht zum Frieden führen. Die Bevölkerung von Honduras befindet sich nicht im Krieg, nur die Putschisten setzen die Waffen gegen sie ein. Von ihnen müsste die Einstellung ihres Krieges gegen das Volk gefordert werden. So eine Versammlung zwischen Zelaya und den Putschisten dient nur dazu, den verfassungsmäßigen Präsidenten zu demoralisieren und die Energien des honduranischen Volkes aufzubrauchen.

Das Südkommando der Vereinigten Staaten ist in den Putsch vom 28. Juni in Honduras verwickelt, die Strukturen des Imperiums haben sich auch durch den Amtsantritt von Barack Obama nicht verändert. Das erklärte Boliviens Präsident Evo Morales bei einer Pressekonferenz zum Abschluß eines kurzen Besuchs in Uruguay.

Die Länder Lateinamerikas waren dabei, im Rahmen einer relativ verfassungsmäßigen Ordnung gegen die schlimmste Finanzkrise der Geschichte zu kämpfen.

Als US-Präsident Barack Obama in Moskau zu Besuch war, um dort lebenswichtige Themen bezüglich der Atomwaffen zu behandeln, und dort erklärte, dass Manuel Zelaya der einzige verfassungsmäßige Präsident von Honduras sei, agierten die extreme Rechte und die Falken in Washington, damit jener eine erniedrigende Vergebung für die ihm von den Putschisten zugeschriebenen Gesetzwidrigkeiten aushandele.

In der Reflexion, die ich vor drei Tagen, am Donnerstag, 25. Juni, geschrieben habe, sagte ich: „Wir wissen nicht, was in dieser Nacht oder morgen in Honduras geschehen wird, aber die mutige Haltung Zelayas wird in die Geschichte eingehen.“

Zwei Absätze zuvor hatte ich darauf hingewiesen: „Was dort vor sich geht, wird eine Prüfung für die OAS und für die gegenwärtige US-Administration sein.“

Ich mache eine Pause in der Arbeit über eine historische Episode, an der ich seit zwei Wochen seitze, um mich mit dem verfassungsmäßigen Präsidenten von Honduras, José Manuel Zelaya, zu solidarisieren.

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