17 | 01 | 2019
Venezuela aktuell
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Hugo ChávezAn historischer Stätte wollen der neue kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos und Venezuelas Präsident Hugo Chávez heute die Spannungen zwischen beiden Länden beseitigen und den Weg zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen frei machen. Um 12.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ) soll im kolumbianischen Santa Marta das erste Treffen beider Politiker nach dem Amtsantritt Santos' am vergangenen Sonnabend stattfinden. Der Ort ist sicherlich nicht zufällig gewählt worden, denn hier war 1830 der Befreier Südamerikas, Simón Bolívar, verstorben.

Fidel Castro während des InterviewsZeitgleich haben in der vergangenen Nacht (MESZ) das kubanische Fernsehen Cubavisión, das venezolanische VTV, der lateinamerikanischer Fernsehsender TeleSur sowie die Rundfunkstationen Radio Rebelde und Radio Habana Cuba ein gut 90minütiges Interview ausgestrahlt, das der frühere kubanische Präsident Fidel Castro vier Journalisten aus Venezuela gewährte. Andrés Izarra, Präsident von TeleSur, Mario Silva, Moderator der VTV-Sendung »La Hojilla«, Walter Martínez von der bei VTV und TeleSur ausgestrahlten Analysesendung »Dossier« sowie Vanessa Davies, Chefin der Tageszeitung »Correo del Orinoco« befragten Fidel zu dessen jüngsten Warnungen vor einem drohenden Atomkrieg gegen den Iran, zu den wichtigsten Waffen der heutigen Revolutionäre und zu seinen Ansichten über den Konflikt zwischen Kolumbien und Venezuela.

Fidel spricht, Raúl hört zuVor nur acht Wochen, ganz am Anfang, dachte ich, dass es keine mögliche Lösung zur Bannung der unmittelbaren Kriegsgefahr geben würde. So dramatisch schien die vor mir stehende Szene, dass ich keinen anderen Ausweg als den eines Überlebens sah, des vielleicht möglichen Überlebens in diesem Teil der Hemisphäre, der keinen Grund gab, um Ziel eines direkten Angriffs zu sein, und in einigen anderen isolierten Regionen des Planeten.

Das war sehr schwierig, in dem Bewusstsein, dass der Mensch sich immer an eine Perspektive klammert, wie unwahrscheinlich diese auch sein mag. Trotz alledem habe ich es versucht.

Fidel CastroErstmals seit seinem Rücktritt als kubanischer Präsident aufgrund seiner schweren Erkrankung ist Fidel Castro am Sonnabend wieder vor dem Parlament in Havanna aufgetreten. Bei einer Sondersitzung warnte er - wie schon zuvor in mehreren seiner Reflexionen - vor einem drohenden Atomkrieg der USA und Israels gegen den Iran, räumte zugleich jedoch ein, die Lage zeitweise zu skeptisch eingeschätzt zu haben. Castro hatte geschrieben, dass sogar die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika nicht zu Ende gespielt werden würde, weil der Krieg zuvor beginne: "Anfangs, vor nur acht Wochen, dachte ich, daß es für die unmittelbare Kriegsgefahr keine mögliche Lösung gäbe. (...) Zum Glück dauerte es aber nicht lange bis mir klar wurde, dass es sogar sehr große Hoffnung gab. Aber wenn diese Chance nicht genutzt würde, hätte die Katastrophe die schlimmsten Konsequenzen. Dann gäbe es für die Menschheit keine Rettung." Er sei sich jedoch sicher, dass gerade jetzt Bemühungen liefen, um eine solche Katastrophe zu verhindern.

Vor einigen Tagen wurde ein Artikel veröffentlicht, der sehr viele Informationen bezüglich der vor 105 Tagen verursachten Ölpest enthielt. Präsident Obama hatte diese Bohrung im Vertrauen auf die Leistungsfähigkeit der modernen Technologie zur Ölproduktion genehmigt, da er über ausreichend Erdöl verfügen und damit die Vereinigten Staaten von der Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen dieses für die heutige Zivilisation lebenswichtigen Erzeugnisses befreien wollte. Dessen übermäßiger Verbrauch hatte schon den energischen Protest der Umweltschützer hervorgerufen. Nicht einmal George W. Bush hatte sich getraut, diesen Schritt zu gehen, insbesondere nach den bitteren Erfahrungen in Alaska mit einem Tankschiff, das dort gefördertes Öl transportierte.

Raúl CastroKuba bekommt zwei neue Provinzen. Ab dem 1. Januar wird das Gebiet westlich der Hauptstadt Havanna bis zur Provinz Pinar del Río die neue Provinz Artemisa bilden, während im Osten zwischen Havanna und Matanzas die Provinz Mayabeque entsteht. Das beschlossen die Abgeordneten der Nationalversammlung der Volksmacht bei ihrer jüngsten Sitzungsperiode, die am Sonntag zu Ende ging. Höhepunkt der Beratungen war jedoch die Ansprache des kubanischen Präsidenten Raúl Castro zum Abschluss , der sich für grundlegende Veränderungen in der kubanischen Wirtschaft aussprach. »Wir müssen für immer den Eindruck beseitigen, daß Kuba das einzige Land der Welt ist, in dem man leben kann, ohne zu arbeiten«, rief er den gut 600 Parlamentariern zu und kündigte eine Einschränkung des Einheitslohns vor allem in zentralen Bereichen des Staatsapparats an.

Es ist kaum zu glauben wie die Medien über den derzeitigen Konflikt in Südamerika zwischen Venezuela und Kolumbien berichten. Die NZZ schreibt zum Beispiel "Nach Drohgebärden von Venezuelas Staatschef Chávez: Kolumbien bemüht sich um Entspannung" Das Problem dabei ist, dass der Streit zwischen den beiden Ländern von Kolumbien ausgelöst wurde.

Fidel Castro mit Camilo CienfuegosIn Kürze wird das Buch veröffentlicht werden, in dem ich unter dem Titel »Der strategische Sieg« den Kampf beschreibe, der die noch kleine Rebellenarmee vor der Vernichtung bewahrte. Ich beginne es mit einer Einleitung, in der ich meine Überlegungen über den Buchtitel darlege:»Ich fragte mich, ob ich ‘Batistas letzte Offensive’ oder ‘Wie 300 Mann 10.000 besiegten’ wählen sollte, was jedoch wie eine Science-Fiction -Geschichte geklungen hätte.« Das Buch beinhaltet auch eine kurze Autobiographie, denn »ich wollte nicht abwarten, bis eines Tages die Antworten auf unzählige mir bezüglich meiner Kindheit, dem Teenageralter und der Jugend gestellte Fragen veröffentlicht würden – Etappen in meinem Leben, die mich zu einem Revolutionär und bewaffneten Kämpfer gemacht haben.« Ich habe mich schließlich für den Titel »Der strategische Sieg« entschieden.

100.000 Kubaner feiern Jahrestag des Sturms auf die MoncadaMehr als 100.000 Menschen haben heute in Villa Clara den 57. Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne durch die kubanischen Revolutionäre um Fidel Castro gefeiert. An der Kundgebung auf der Plaza de la Revolución Che Guevara nahmen unter anderem der kubanische Präsident Raúl Castro, der Erste Vizepräsident José R. Machado, Veteranen des revolutionären Kampfes und ausländische Gäste teil. Der ursprünglich als Hauptredner angekündigte venezolanische Präsident Hugo Chávez hatte die Reise nach Kuba wegen der gegenwärtigen Kolumbien-Krise kurzfristig abgesagt. Trotzdem stand die Veranstaltung im Zeichen der Freundschaft zwischen Kuba und Venezuela. Neben der rot-schwarzen Fahne der Bewegung 26. Juli wehten hinter dem Rednerpult die Nationalflaggen beider Staaten. Gewidmet war der diesjährige kubanische Nationalfeiertag dem Andenken an den Befreier Südamerikas, Simón Bolívar, und den 200. Jahrestag des Beginns der Kämpfe um die Unabhängigkeit in Lateinamerika.

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