23 | 10 | 2018

Ich erinnere mich, dass damals in den 90er Jahren, in einem internationalen Journalismusseminar uns ein Kollege aus Puerto Rico versicherte, dass sein Land nichts weiter als ein Schaufenster der USA sei, mit dem sie versucht, der Welt die Vorteile des Systems „zu verkaufen“.

Jetzt, wenn das „Schaufenster“, das Symbol der Opulenz und Beispiel eines Lebens in Wohlstand seine Wirkung verliert, wenn, um es metaphorisch zu sagen, von dem Schaufenster nur noch die Scherben übrig sind, merken wir, wie lange eine tausend Mal wiederholte Lüge alles zusammenhält, aber eines Tages- und dieser Tag ist jetzt gekommen- bricht alles zusammen.

Auf 933.678 Millionen Dollar beläuft sich mittlerweile die Summe der Schäden, die im Laufe von fast 60 Jahren Kuba durch die US-Blockade entstanden sind – ein Umstand, der in dem Bericht zur Anklage kommt, den die Revolutionäre Regierung der Vollversammlung der Vereinten Nationen am kommenden 31. Oktober präsentieren wird.

In einem Artikel von Alfonso Sastre unter dem Titel Salvador Allende oder die unmöglichste Revolution,- die jeder Bewunderer der chilenischen Führungspersölichkeit die Möglichkeit haben sollte, zu lesen -, erinnert sich dieser spanische Intellektuelle daran, wie er zu Beginn der 70er Jahre Teil einer Gruppe von Erkundungsreisenden namens Operation Wahrheit war, die aus Schriftstellern, Kritikern, Dichtern und europäischen Künstlern bestand und von der Regierung der Unidad Popular eingeladen worden war, um vor Ort die soziale Wirklichkeit des südamerikanischen Landes kennenzulernen, die vom Imperialismus völlig entstellt wurde.

„Eine große schwarze Wolke steigt aus dem Palast hoch, der in Flammen steht. Präsident Allende stirbt an seinem Amtssitz. Die Militärs töten Tausende in ganz Chile. (...) Frau Pinochet erklärt, dass die Klagen der Mütter das Land erlösen werden. Eine aus vier Mitgliedern bestehende Militärjunta, die in der School of the Americas in Panama ausgebildet wurde, übernimmt die Macht, die gesamte Macht. An ihrer Spitze steht General Augusto Pinochet.“

Die Worte von Galeano skizzieren das, was an jenem 11. September 1973 geschah, eines der Daten, die besonders tief in der Geschichte Chiles und der Unseres Amerikas eingraviert sind. An diesem Tag, nach stundenlanger Belagerung und Bombardierung des Präsidentenpalasts La Moneda starb der chilenische Präsident Salavador Allende unter dem Kugelhagel der Putschisten.

Der Außenminister Venezuelas Jorge Arreaza prangerte die Pläne der USA zur Unterstützung der Verschwörungen gegen Behörden des südamerikanischen Landes an: „Wir klagen vor der Welt die Pläne zur Intervention und die Unterstützung der militärischen Konspirationen der US-Regierung gegen Venezuela an“, schrieb Arreaza auf Twitter. In Bezug auf einem am Samstag in der New York Times erschienenen Artikel bestätigte er, dass die Regierung von Donald Trump Kontakte mit venezolanischen Militärs aufgebaut habe, um einen Staatsstreich gegen den Präsidenten Nicolás Maduro durchzuführen. Wie die Zeitung meldet sind US-Beamte bei wenigstens drei Gelegenheiten mit venezolanischen Militärs, die Verrat begingen, zusammengekommen, um den Sturz des venezolanischen Präsidenten zu planen: im Sommer 2017, im März und im Mai 2018. Ziel der Treffen im letzten Jahr war es, Pläne für einen „Regime Change“ auszuarbeiten und geheime Kontakte mit Putschisten in Venezuela zu knüpfen; eine attraktiver Plan für Washington, das auf eine lange Geschichte von verdeckten Interventionen in ganz Lateinamerika zurückblicken kann.

Wenn es um die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade geht, die seit so vielen Jahren über Kuba verhängt wird, könnte man denken, darüber sei bereits alles gesagt. Die Realität beweist jedoch das Gegenteil. In dem Maße, wie sie verschärft wurde, verursacht sie größeren Schäden – einige davon sind sichtbarer als andere – und bestätigt sich als eine einseitige Politik, ein Produkt der Unvernunft und der Sinnlosigkeit, als ein Werk derer, die die dreisteste Ungerechtigkeit als Art Politik zu machen, auserkoren haben.

„Recordar – erinnern – aus dem Lateinischen re-cordis bedeutet wieder durch das Herz gehen lassen.“ So beginnt „Das Buch der Umarmungen“ eine Zusammenfassung von kurzen Texten des uruguayischen Schriftstellers Eduardo Galeano, die auf sehr intime und menschliche Weise denen, die in kleinen Dörfern oder ganz großen Städten leben, eine Stimme geben.

Und genau diese Art von erinnern bestimmte den Beginn der Aktionstage „Wir haben Erinnerung. Solidarität gegen Blockade und Terrorismus“, zu Ehren des jungen Italieners Fabio di Celmo, der vor 21 Jahren im Hotel Copacabana in Havanna Opfer eines terroristischen Anschlags mit eineraus den USA stammenden Bombe wurde.

Während der Monate, in denen gegen Kuba alle Arten von Lügen und Tricks zum Thema der angeblichen Vorfälle zur Anwendung gekommen sind, denen US-amerikanische Diplomaten in Havanna vermeintlich ausgesetzt waren, hat sich das State Department ein ums andere Mal in Unterstellungen und Beschuldigungen ergangen, die jeglicher Grundlage entbehren.

Das Fehlen wissenschaftlicher Legitimität bei den Anschuldigungen, die Weigerung, den Vorgang auf einer Kooperationsbasis zu behandeln und die Identifizierung möglicher Urheber und Motive dieser vorgeblichen Handlungen gegen die US-Diplomaten verstärken die Farce, die sie uns aufzuzwingen versuchen. Aber warum liegt ihnen so viel daran, Kuba als einen unsicheren Ort darstellen?

Der argentinische Präsident Mauricio Macri kam mit dem Versprechen an die Macht, dass es keine »Anpassungen« (Sparmaßnahmen) geben würde, eine Wort, das bei den Argentiniern Alpträume hervorrief, und er machte genau das Gegenteil.

Als ob all die angekündigten oder umgesetzten Maßnahmenpakete, die sozialen Kürzungen und die Abkommen mit dem IWF, die das Land immer weiter verschuldeten, noch nicht genug gewesen wären, hat der argentinische Präsident inmitten der durch den Wechselkurs entstandenen Spannungen, jetzt eine Reduzierung seines Kabinetts und die Wiedereinführung der Retentionen auf die Exporte angekündigt.

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